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8 Filme, die die Zukunft (fast) exakt vorausgesagt haben

"Minority Report" ahnte personalisierte Werbung bereits voraus.
"Minority Report" ahnte personalisierte Werbung bereits voraus. (©Facebook/Minority Report 2016)

Tablets aus den 1960ern, Flatscreens aus den 1980ern: Manche Filme – ganz gleich, ob Comedy oder Sci-Fi-Epos- entpuppen sich im Nachhinein als geradezu visionär – wie diese 8 Beispiele zeigen.

1. Online-Shopping und -Gaming ("Cable Guy – Die Nervensäge")

Im Jahr 1996 steckte das Internet für Privatanwender noch in den Kinderschuhen. Die Macher des Films "Cable Guy – Die Nervensäge" wussten anscheinend aber schon ziemlich genau, wohin die Reise geht. In einer kurzen Szene feuert Jim Carreys Charakter eine wahre Salve an Prognosen ab, die heute Normalität geworden sind: Eine Mischung aus Kabelfernsehen, Computer und Telefon? Klingt schwer nach den Möglichkeiten heutiger Smartphones. Die Einkäufe von zu Hause aus erledigen? Online-Shops machen's möglich. Und "Mortal Kombat" gegen einen Freund in Vietnam spielen ist heute auch kein Problem mehr. Wie sagt Carrey im Film? "Die Zukunft ist jetzt!"

2. Tablets ("2001: Odyssee im Weltraum")

Das ersten populären Tablet-Computer für den Massenmarkt brachte Apple im Jahr 2010 mit dem iPad heraus. Damit brauchte die Technologie nur neun Jahre länger, als Stanley Kubrick in seinem Sci-Fi-Meisterwerk "2001: Odyssee im Weltraum" aus dem Jahr 1968 vorausgesagt hatte. Hier nutzen Wissenschaftler an Bord des Raumschiffs "Discovery One" Geräte, die heutigen Tablets so ähnlich sehen, dass Samsung den Film 2011 in einem Patentstreit gegen Apple ins Feld führte. Die Argumentation: Apple könne kein Patent auf die Form seines iPads haben, da Kubrick die Technologie bereits in sehr ähnlicher Form vorweggenommen habe.

3. Nacktscanner ("Die unglaubliche Reise in einem verrückten Raumschiff")

Ganz so wörtlich und detailliert wie in der Comedy "Die unglaubliche Reise in einem verrückten Raumschiff" aus dem Jahr 1982 funktionieren heutige Nacktscanner zwar nicht. Scanner zum Durchgehen, die in Echtzeit ein schematisches Nacktbild des Körpers anfertigen, sind heute aber Standard an vielen Flughäfen weltweit. Für einen Abstand von mehr als 30 Jahren lieferte der Film damit eine beeindruckend genaue Vorhersage ab.

4. Personalisierte Werbung ("Minority Report")

Als Tom Cruises Charakter John Anderton in "Minority Report" aus dem Jahr 2002 durch ein Einkaufszentrum läuft, quatschen ihn von allen Seiten Werbebanner an und wollen ihm Urlaube, Autos oder Bier verkaufen. Heute schlagen uns Online-Werbebanner auf Basis unseres Surfverhaltens völlig selbstverständlich Produkte vor, die auf uns und unsere Interessen zugeschnitten sind. Noch reden sie zwar noch nicht aktiv auf uns ein, aber "Minority Report" spielt ja auch im Jahr 2054. Bis sind derartige Werbetaktiken durchaus denkbar.

5. Reality-TV ("Die Truman Show")

Mehr oder weniger normale Menschen tun mehr oder weniger normale Dinge und die Kamera läuft immer mit: Dieses Szenario ist heute ein völlig selbstverständlicher Bestandteil des Fernsehprogramms. 1998 war der Gedanke daran noch abwegig genug, dass "Die Truman Show" mit Jim Carrey als Medien-Satire durchging. Nur ein Jahr später holte die Realität den Film bereits ein – die erste Staffel "Big Brother" startete. Mittlerweile sind wir vom komplett gefilmten Normalo-Leben auch außerhalb von Containern oder Dschungelcamps nicht mehr allzu weit entfernt.

6. Flatscreens ("Zurück in die Zukunft 2")

Die berühmten Hoverboards aus "Zurück in die Zukunft 2" sind leider trotz zahlreicher Bemühungen bis heute Fiktion geblieben. An anderen Stellen sagte der Kultfilm das Leben im Jahr 2015 aber verblüffend akkurat voraus: etwa bei der Darstellung riesiger Flachbildschirme, die im Jahr 1989 noch echte Zukunftsmusik waren. Mittlerweile gehören sie in zahlreichen Haushalten zur Normalität – genauso wie Videotelefonie, die im Film über diese Bildschirme stattfindet.

7. NSA-Überwachung ("Der Staatsfeind Nr. 1")

Im Jahr 1998 war die Vorstellung, dass eine staatliche Behörde alles und jeden rund um die Uhr überwachen könnte, ein fantastischer Stoff für den Thriller "Der Staatsfeind Nr. 1". Seit Edward Snowdens Enthüllungen im Jahr 2013 wissen wir: Der Film hatte recht. Komplettüberwachung sah zwar auch schon George Orwell in seiner Dystopie "1984" voraus. "Der Staatsfeind Nr. 1" war aber geradezu beunruhigend akkurat und machte sogar die NSA korrekt als Quelle der Spionage aus.

8. Mobile Gadgets ("Star Trek")

Die "Star Trek"-Serien und -Filme verdienen eigentlich einen Sonderplatz in dieser Liste. Keiner anderen Science-Fiction-Reihe werden wohl so viele technische Zukunftsvisionen zugeschrieben, die heute ganz normal sind. Das macht sich vor allem an den zahlreichen mobilen Gadgets und Geräten bemerkbar, die Kirk, Picard und Co. bei ihren Abenteuern benutzen. Ein Beispiel unter vielen: Handliche Kommunikatoren, mit denen man über weite Entfernungen miteinander sprechen kann, waren 1964 reinste Fiktion. Heute heißen sie Handys und können viel mehr als nur das.

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