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8 Songs, die als Filmmusik (noch mal) richtig durchstarteten

"Mamma Mia let me go!": Durch seine Verwendung in der Komödie "Wayne's World" bekam der Queen-Song "Bohemian Rhapsody" noch einmal ordentlich Aufwind.
"Mamma Mia let me go!": Durch seine Verwendung in der Komödie "Wayne's World" bekam der Queen-Song "Bohemian Rhapsody" noch einmal ordentlich Aufwind. (©Youtube/Jaroslav Jaro 2013)

Sprungbrett Hollywood: Wenn Regisseure den Soundtrack ihrer Filme mit bekannten Popsongs anreichern, freuen sich darüber meist auch die Komponisten. So mancher Song hat als Filmmusik einen zweiten Frühling erlebt oder ist im Anschluss überhaupt erst durchgestartet. Hier sind acht klassische Beispiele.

1. "Where Is My Mind?" ("Fight Club")

Die Frage "Wo verdammt noch mal hab ich nur meinen Kopf?" beschäftigt den namenlosen Protagonisten in David Finchers "Fight Club" die gesamte zweite Filmhälfte hindurch. Selten passte daher ein Song besser zu einer Filmszene als "Where Is My Mind?" von den Pixies zur epischen Schlussszene von "Fight Club": Der Erzähler und seine Freundin Marla sehen aus einem Wolkenkratzer zu, wie der Plan, alle Kreditschulden durch Sprengung der Bankinstitute auf null zu setzen, spektakulär aufgeht. Die Verwendung im ikonischen Finale bescherte "Where Is My Mind?" einen gehörigen Popularitätsschub. Der Titel ist heute einer der bekanntesten Pixies-Songs überhaupt – ohne dass er je als Single veröffentlicht wurde.

2. "Mad World" ("Donnie Darko")

Die Version von "Mad World", die das Finale von "Donnie Darko" untermalt, ist eigentlich ein Cover. Die britische New-Wave-Band Tears For Fears veröffentlichte den Song erstmals im Jahr 1982. Für den Filmsoundtrack schrieben Michael Andrews und Gary Jules den Track zu einer melancholischen Klavierballade mit Streicherbegleitung um. Die fängt die Trauerstimmung am Ende des Sci-fi-Horrorfilms perfekt ein und schaffte es sogar auf Platz eins der britischen Charts. Heute ist diese Version des Songs sogar weitaus bekannter als das Original von Tears For Fears.

3. "Hooked On A Feeling" ("Guardians Of The Galaxy")

"Guardians Of The Galaxy" macht ein ganzes Fass nostalgischer Retro-Hits auf. Für keinen Song des Soundtracks war der leichtfüßige Superheldenfilm aber so verkaufsfördernd wie für "Hooked On A Feeling" von der schwedischen Pop-Band Blue Swede. Als er als Hintergrundmusik zum Trailer des Blockbusters eingesetzt wurde, verkaufte er sich an nur einem Tag satte 2000-mal als Download – nicht schlecht für einen Song, der bereits 1974 herauskam und damals ein Cover eines noch älteren Songs des Popsängers B. J. Thomas war. Auch im fertigen Film wird "Hooked On A Feeling" prominent platziert, und untermalt – einigermaßen ironisch – die Szene, in der die Hauptcharaktere gemeinsam in ein galaktisches Gefängnis gesperrt werden.

4. "Bohemian Rhapsody" ("Wayne's World")

Queens "Bohemian Rhapsody" ist ein Song, der nach allen Regeln des Pop überhaupt nicht existieren dürfte: Viel zu lang, viel zu viele Teile, die noch dazu alle völlig verschieden sind. Trotzdem ist das 1975 veröffentlichte, sechsminütige Stück so bekannt, dass viele Menschen selbst die Gitarrensoli Note für Note mitsingen können. Sein Status als Mitsingnummer, auf die sich alle einigen können, wurde maßgeblich durch den Film "Wayne's World" von 1992 geprägt, wo er von Rockmusik-Nerd Wayne (Mike Myers) und seinen Kumpels im Auto geträllert wird. Siebzehn Jahre nach seiner Erstveröffentlichung schaffte es "Bohemian Rhapsody" im Schlepptau der Komödie sogar noch einmal auf Platz zwei der US-Charts.

5. "Son Of A Preacher Man" ("Pulp Fiction")

Die britische Pop-Diva Dusty Springfield veröffentlichte "Son Of A Preacher Man" im Jahr 1968 auf ihrem Album "Dusty In Memphis". 26 Jahre später verwendete Regisseur Quentin Tarantino den Song für eine der vielen ikonischen Szenen seines Kultfilms "Pulp Fiction": Auftragskiller Vincent Vega (John Travolta) wartet auf Mia (Uma Thurman), die Frau seines Bosses Marcellus Wallace, die er zum Essen ausführen soll. Tarantino soll gesagt haben, er hätte die Szene komplett gestrichen, hätte er "Son Of A Preacher Man" nicht verwenden dürfen. Für Dusty Springfield lohnte sich die Erlaubnis: Der "Pulp Fiction"-Soundtrack erreichte Platinstatus.

6. "After Dark" ("From Dusk Till Dawn")

Für die Tex-Mex-Rocker Tito & Tarantula ist ihr Song "After Dark" Fluch und Segen zugleich. Bis heute ist der stimmungsvoll-düstere Track untrennbar mit Quentin Tarantinos und Robert Rodriguez' Vampirfilm "From Dusk Till Dawn" verbunden, in dem die Band auch selbst auftritt: als Hauskapelle der Striptease-Bar "Titty Twister". Die Szene, in der Salma Hayek als Exotik-Tänzerin ihren ikonischen Schlangentanz hinlegt, verschaffte "After Dark" ordentliche Bekanntheit und Tito & Tarantula internationale Auftritte. Allerdings war der Ruhm – zumindest für die Band – nicht von Dauer. Ein Hit ähnlichen Kalibers wollte in der Folge einfach nicht gelingen.

7. "My Heart Will Go On" ("Titanic")

Celine Dions Schmacht-Hymne "My Heart Will Go On" wurde James Camerons "Titanic" auf den Leib geschneidert und gewann 1998 als offizieller Filmsong des Blockbusters sogar einen Oscar. Doch dabei blieb es nicht: Beflügelt vom Erfolg des Films emanzipierte sich der Song anschließend von seinen Ursprüngen als Soundtrack. Fast 20 Jahre nach der Veröffentlichung von "Titanic" hat "My Heart Will Go On" mittlerweile längst den Sprung zum Lovesong-Klassiker geschafft.

8. "Lose Yourself" ("8 Mile")

Genau wie "My Heart Will Go On" wurde auch Eminems "Lose Yourself" explizit für einen Soundtrack geschrieben. Der Rapper komponierte das Stück für den Hip-Hop-Film "8 Mile", in dem er die Hauptrolle spielt. Auch sonst erging es "Lose Yourself" sehr ähnlich wie Celine Dions Erfolgshit: 2003 gewann er einen Oscar als bester Filmsong, mittlerweile ist er Eminems wahrscheinlich bekanntester Track überhaupt und damit auch seine unverkennbare musikalische Visitenkarte.

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