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8 Stars, die nicht für ihre Paraderolle vorsprechen mussten

Keine Frage: Alan Rickman war der geborene Severus Snape! Das sah J. K. Rowling offenbar genauso ...
Keine Frage: Alan Rickman war der geborene Severus Snape! Das sah J. K. Rowling offenbar genauso ... (©Warner Bros. 2018)

Die Besetzung zentraler Rollen kann über den Erfolg oder Misserfolg vieler Filme entscheiden. Die Suche nach den passenden Darstellern nimmt deshalb oft viel Zeit in Anspruch. Für Rollen in großen Blockbustern sprechen oft ganze Heerscharen von Stars vor. Hin und wieder kommt es jedoch auch vor, dass Schauspieler einen Part ohne Casting angeboten bekommen. Getreu dem Motto: "Es kann nur einen geben ... – und zwar Dich!"

Welche acht Stars so viel Glück (oder einflussreiche Fans) hatten und für ihre ikonischen Rollen nicht einmal vorsprechen mussten, erfährst Du hier.

1. Chadwick Boseman

Rolle: T'Challa in "The First Avenger: Civil War", "Black Panther" und "Avengers: Infinity War"

"Black Panther" beherrschte nach seinem Kinostart monatelang die Twitter-Trends und spülte weltweit über eine Milliarde US-Dollar in die Kinokassen. Klar, dass zahlreiche Hollywoodstars gerne die Hauptrolle in diesem Marvel-Film gespielt hätten. Für Marvel-Studios-Boss Kevin Feige sowie die "Civil War"-Regisseure Joe und Anthony Russo gab es allerdings von Anfang an nur eine richtige Wahl für die Rolle.

Das Team hatte gerade entschieden, den Black Panther mit "The First Avenger: Civil War" in das Marvel Cinematic Universe einzuführen. "Wir saßen alle an einem Tisch. […] Und beinahe sofort sagten wir alle: 'Chadwick'", berichtete Feige laut io9. Schon am nächsten Tag riefen die kreativen Köpfe hinter dem Mega-Franchise den Schauspieler an, der bis dato vor allem durch TV-Shows und Biopics wie "42 – Die wahre Geschichte einer Sportlegende" bekannt war, und krönten ihn zum König von Wakanda. Ohne Vorsprechen. Ohne Screen-Tests. Einfach so.

2. Adam Driver

Rolle: Kylo Ren in "Star Wars: Das Erwachen der Macht" und "Star Wars: Die letzten Jedi"

Nicht jeder trägt die Macht in sich, ein Kult-Franchise in eine neue Ära zu führen. Das musste auch J.J. Abrams feststellen, als er auf der Suche nach einem möglichst frischen Gesicht für die Schurkenrolle in "Star Wars: Das Erwachen der Macht" war. Der Produzent und Regisseur hatte bereits viele Schauspieler vorsprechen lassen – darunter übrigens auch Eddie Redmayne – und abgelehnt, als Adam Driver seine Aufmerksamkeit erregte.

Wie Driver im Gespräch mit Howard Stern verriet, bot Abrams ihm den begehrten Part des Kylo Ren direkt bei einer Art "Meet and Greet" an. Und Driver? Der erwog ernsthaft das einmalige Angebot auszuschlagen! "Er konnte mir nicht wirklich etwas über den Part erzählen. An dem Punkt ging es nur darum, mich anzusehen", so der Schauspieler. "Ich wollte ein bisschen darüber nachdenken." Gut, dass er sich letztlich einen Ruck gab.

3. Harrison Ford

Rolle: Han Solo in diversen "Star Wars"-Filmen

Apropos "Star Wars": Die Macher der Sternensaga verlassen sich beim Casting offenbar des Öfteren erfolgreich auf ihr Bauchgefühl. So führte auch ein spontaner Entschluss von George Lucas dazu, dass Harrison Ford zu Han Solo wurde.

Eigentlich sollte Ford, der mit Lucas bereits für "American Graffiti" zusammenarbeitete, den Machern nur beim Audition-Prozess unter die Arme greifen. Bei den Probe-Lesungen mit Anwärtern für die Rolle von Luke und Leia las der Filmstar jedoch grundsätzlich die Textpassagen von Han – und Lucas erkannte, dass es keinen besseren Weltraum-Schmuggler geben konnte. Knapp 40 Jahre später folgte mit Alden Ehrenreich ("Solo: A Star Wars Story") zwar ein zweiter Han, der musste sich diese ikonische Rolle jedoch bei einem aufwendigen Casting verdienen.

4. Alan Rickman

Rolle: Severus Snape in den "Harry Potter"-Filmen

Kannst Du Dir jemand anderen als Alan Rickman in der Rolle des Zaubertränke-Professors Severus Snape vorstellen? Nein? Wir auch nicht. Und glücklicherweise schien es "Harry Potter"-Schöpferin J. K. Rowling ganz ähnlich zu gehen.

Rowling höchstpersönlich soll darauf bestanden haben, Rickman die Rolle ohne Umschweife und außer Konkurrenz anzubieten. Wie Looper zu berichten weiß, hält sich sogar nach wie vor das hartnäckige Gerücht, die Autorin habe den Schauspieler bereits im Hinterkopf gehabt, als sie ihre berühmten Bücher schrieb.

5. Eddie Redmayne

Rolle: Newt Scamander in den "Phantastische Tierwesen"-Filmen

Beim Casting für "Star Wars: Das Erwachen der Macht" hatte Eddie Redmayne zwar kein Glück, bei J. K. Rowling hat der Brite aber offenbar einen Stein im Brett.

Als die "Harry Potter"-Autorin das Drehbuch für ihren ersten Prequel-Film "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" schrieb, wusste sie bereits, wen sie für die Hauptrolle des Zauberers Newt Scamander haben wollte. Eddie Redmayne war laut den Produzenten des Films die "erste und einzige Wahl" (via Time Out) für den Part. Er musste nicht einmal vorsprechen, half im Gegenzug jedoch aktiv beim Casting-Prozess der restlichen Besetzung mit.

6. Arnold Schwarzenegger

Rolle: T-800 in den "Terminator"-Filmen

Kein Witz: Eigentlich sollte Arnold Schwarzenegger gar nicht den Terminator spielen. Die Produzenten hatten Arnie nämlich ursprünglich für die Rolle des Widerstandskämpfers Kyle Reese ins Auge gefasst.

Doch es kam prompt anders, als sich Regisseur James Cameron mit Schwarzenegger traf, um über den Part des Kyle Reese zu sprechen. Der Franchise-Schöpfer kam schnell zu dem Urteil, dass der Schauspieler den perfekten Terminator abgeben könnte und bot ihm die Rolle kurzerhand an. Zwar hegte Schwarzenegger laut ScreenRant Zweifel an dem Erfolg des Projekts, willigte aber ein, den Robo-Killer zu spielen. Es sollte seine berühmteste Rolle werden.

7. Peter Dinklage

Rolle: Tyrion Lannister in "Game of Thrones"

Drei Emmy-Awards und ein Golden Globe beweisen: Peter Dinklage ist die absolut richtige Besetzung für den Part des Tyrion Lannister. Die "Game of Thrones"-Showrunner David Benioff und D.B. Weiss scheinen dies jedoch von Anfang an geahnt zu haben.

Im Interview mit Collider erklärte das Duo, dass Dinklage ihre erste und einzige Wahl für die Rolle des schwarzen Schafs – oder einzig weißen Schafs unter Löwen – im Lannister-Clan war. Deshalb war Peter Dinklage auch einer von nur zwei Schauspielern, die nicht für ihren Part in der Serie vorsprechen mussten. Der zweite Charakter für den es kein Vorsprechen gab, war Ned Stark – auch Sean Bean war als Cast-Mitglied von Beginn an gesetzt.

8. Margot Robbie

Rolle: Harley Quinn in "Suicide Squad"

Seit "Suicide Squad" 2016 in den Kinos lief, bevölkern jedes Jahr zu Halloween zahlreiche Harley Quinns die Straßen weltweit – und sie alle tragen den ikonischen Look von Margot Robbies Leinwand-Adaption. Was viele jedoch nicht wissen: Robbie hat ihre Kult-Rolle den DC-Fans zu verdanken.

Als die "Suicide Squad"-Verfilmung offiziell angekündigt wurde, diskutierten die Anhänger im Netz hitzig darüber, welche Schauspieler gecastet werden könnten. Einzig bei einer Rolle war sich die Mehrheit einig: "The Wolf of Wall Street"-Star Margot Robbie sollte die Joker-Gespielin Harley Quinn spielen. Regisseur David Ayer erhörte die Fans – und bescherte Robbie ihren Part im DC Extended Universe, den die Aktrice im kommenden "Birds of Prey"-Film einmal mehr spielen wird.

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