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8 tote Schauspieler, die per CGI auf die Leinwand zurückkehrten

"Fast & Furious 7" Paul Walker
"Fast & Furious 7" Paul Walker (©Universal Pictures 2017)

Willkommen in der Zukunft! Inzwischen sind den Filmschaffenden in puncto Besetzung offenbar gar keine Grenzen mehr gesetzt. Selbst wenn ein Schauspieler vor oder während der Dreharbeiten unglücklicherweise stirbt, beutet dies keinesfalls das Aus für seinen Part – Computer Generated Imagery (CGI) sei Dank. Wir verraten, welche acht Schauspieler von den Toten zurückkehrten – zumindest auf der Leinwand.

1. Marlon Brando

Wo trickste er den Sensenmann aus? "Superman Returns" (2006)

Die Rolle: Marlon Brandos Auftritt als Jor-El im ersten "Superman"-Film von 1978 ist einfach legendär. Kein Wunder, dass die Produzenten von "Superman Returns" ihn erneut in dieser Rolle besetzen wollten. Blöd nur, dass der Schauspieler bereits 2004 verstorben war. Die Lösung: Er wurde digital wieder zum Leben erweckt, indem unverwendetes Archivmaterial aus dem Streifen "Superman II – Allein gegen alle" zum Einsatz kam. Mithilfe von Performance-Capture-Technik konnte dem Auferstandenen so jedes gewünschte Wort in den Mund gelegt werden. Genial oder gruselig?

2. Laurence Olivier

Wo trickste er den Sensenmann aus? "Sky Captain and the World of Tomorrow" (2004)

Die Rolle: Auch der dreifache Oscargewinner Laurence Olivier kann einen posthumen Filmauftritt in seiner Vita verzeichnen. Obwohl er bereits 1989 verstarb, übernahm er 2004 eine Gastrolle in dem Film "Sky Captain and the World of Tomorrow", zugegeben ungefragt. Für seine Darstellung als Dr. Totenkopf wurden alte BBC-Aufnahmen des Briten digitalisiert und dann in den Film eingefügt.

3. Paul Walker

Wo trickste er den Sensenmann aus? "Fast & Furious 7" (2015)

Die Rolle: Während der Dreharbeiten zum siebten Teil der rasanten Franchise-Reihe kam Hauptdarsteller Paul Walker 2013 bei einer Privatfahrt ums Leben. Dies stellte die Filmmacher von "Fast & Furious 7" vor ein großes Problem, da nur die Hälfte der Szenen mit seinem Charakter Brian O'Conner abgedreht waren. Nach einer Unterbrechung der Dreharbeiten agierten Walkers Brüder Caleb und Cody als Body-Doubles, zusätzlich wurden Szenen mit CGI ergänzt.

4. Oliver Reed

Wo trickste er den Sensenmann aus? "Gladiator" (2000)

Die Rolle: Ein ähnliches Schicksal ereilte Ridley Scott bei den Dreharbeiten zu seinem Monumentalfilm "Gladiator". Dafür hatte der Regisseur einen beeindruckenden Cast versammelt. Neben Hauptdarsteller Russell Crowe war auch Oliver Reed als Proximo zu sehen, der noch während der Dreharbeiten an einem Herzinfarkt verstarb. Um die Storyline weiterzuführen, wurde, neben Drehbuchänderungen, sein Bild aus bereits vorhandenem Material nachträglich in die entscheidenden Szenen eingefügt.

5. Peter Cushing

Wo trickste er den Sensenmann aus? "Rogue One: A Star Wars Story" (2016)

Die Rolle: Im allerersten "Star Wars"-Film von 1977 spielte Peter Cushing den Großmoff Wilhuff Tarkin, die rechte Hand des dunklen Lords Darth Vader. Offenbar so gut, dass die Verantwortlichen seinen Abschied aus dem "Star Wars"-Universum einfach nicht hinnehmen wollten. 2016 feierte er daher in dieser Rolle ein Comeback in "Rogue One: A Star Wars Story", obwohl er schon seit 1994 tot war. Computer Generated Imagery (CGI) machte diese filmische Auferstehung möglich.

6. Brandon Lee

Wo trickste er den Sensenmann aus? "The Crow – Die Krähe" (1994)

Die Rolle: Mit dem Job in der Fantasy-Comicverfilmung wollte sich Brandon Lee endlich aus dem Schatten seines berühmten Vaters (Kung-Fu-Legende Bruce Lee) lösen. Ein Plan, der zu Lebzeiten nicht mehr aufging. In einer Filmszene wurde der Darsteller bei einem Unfall erschossen und verstarb. Dennoch wurde der Film fertiggestellt, und zwar mit einer für damalige Zeiten revolutionären Methode: Neben einem Double kamen Computeranimationen des Schauspielers zum Einsatz.

7. Nancy Marchand

Wo trickste sie den Sensenmann aus? In der Episode "Proshai, Livushka" in "Die Sopranos " (2001)

Die Rolle: In den ersten beiden Staffeln der Kultserie "Die Sopranos" überzeugte Nancy Marchand alias Livia Soprano als manipulative Matriarchin des Mafia-Clans. Der überraschende Lungenkrebstod der Schauspielerin im Jahr 2000 stellte Drehbuchautor David Chase daher vor eine große kreative Herausforderung. Das Resultat: In der zweiten Folge der dritten Staffel nahm auch ihr Serien-Charakter kein gutes Ende – die entsprechenden Szenen wurden aus CGI und früheren Sound-Clips zusammengeschnippelt. Die Kosten beliefen sich angeblich auf 250.000 US-Dollar.

8. Roy Scheider

Wo trickste er den Sensenmann aus? "Iron Cross" (2009)

Die Rolle: Gedreht an Original-Schauplätzen in Deutschland und Polen handelt das Drama "Iron Cross" von einem pensionierten New Yorker Polizisten und Überlebenden des Holocaust. Als er den Mörder seiner Familie wiederzuerkennen glaubt, nimmt ein unheilvolles Schicksal seinen Lauf … und dass obwohl Roy Scheider die Fertigstellung des Rache-Dramas nicht mehr erlebte. Regisseur Josh Newton griff in der Not auf eine Latex-Maske und CGI-Technik zurück, um einige Szenen trotzdem fertigzudrehen.

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