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8 unglaubliche Fakten über "Herr der Ringe"

8 interessante Fakten für "Herr der Ringe"-Superfans.
8 interessante Fakten für "Herr der Ringe"-Superfans. (©picture alliance 2016)

Hardcore-Fans der "Herr der Ringe"-Reihe aufgepasst! Wer sich die 12-stündige Extended-Version der epischen Verfilmung am liebsten am Stück ansieht und dann noch "Der kleine Hobbit" nachschiebt, darf staunen: Wir zeigen 8 Fakten zur Trilogie, die so gut wie niemand kennt.

Wenn Du also schon lange weißt, dass die Kinder von Pippin und Sam im Epilog der Bücher heiraten und Dein Lieblingspferd Schattenfell ist, dann bist Du hier genau richtig: Hier kommen acht unglaubliche Fakten über die Trilogie, die sogar echte Fans der "Herr der Ringe"-Filme verblüffen werden.

1. Der "Herr der Ringe" mit den Beatles in den Hauptrollen?

Das ist wirklich kein Scherz. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere kontaktierten die Beatles den berühmten Regisseur Stanley Kubrick ("2001: Odyssee im Weltraum") um ihn davon zu überzeugen, mit ihnen in den Hauptrollen "Herr der Ringe" zu verfilmen. Das Resultat wäre garantiert ein anderes geworden als das Meisterwerk von Regisseur Peter Jackson, hätte Paul McCartney Frodo gespielt. George Harrison wollte Gandalf verkörpern und Ringo hätte Sams Rolle übernommen. Bleibt nur noch John Lennon übrig, der tatsächlich dem kauzigen Gollum ein Gesicht geben sollte. Ob es nun eine Tragödie oder ein Segen ist, dass aus diesem Entwurf von "Herr der Ringe" nichts geworden ist, kann jeder selbst entscheiden.

2. Gandalf spricht wie Tolkien

Wenn sich irgendjemand schon einmal gefragt hat, warum Gandalf eigentlich spricht, wie er eben spricht – hier kommt des Rätsels Lösung: Schauspieler Ian McKellen ("X-Men") passte den Akzent von Gandalf dem des Autors von "Herr der Ringe", J.R.R. Tolkien an. Daher spricht der Zauberer Gandalf in der englischsprachigen Originalversion nun wie sein Schöpfer selbst.

Ian McKellen hatte übrigens keines der Bücher gelesen, bevor er die Rolle als Gandalf tatsächlich bekam. Allein der Enthusiasmus von Regisseur Peter Jackson überzeugte ihn, den Part zu übernehmen.

 Ian McKellen spielt in "Herr der Ringe" Gandalf, den Weißen. fullscreen
Ian McKellen spielt in "Herr der Ringe" Gandalf, den Weißen. (©Facebook/The Lord of the Rings Trilogy 2009)

3. Die Inschrift auf Balins Grab lautet "Joe war hier"

Fiktive Zwergengrabsteine mit neuseeländischer Inschrift? Fakt ist, das gibt es nur in "Herr der Ringe"! Nur blöd, dass der Produktions-Designer Grant Major von dem Scherz, den sich die neuseeländischen Tischler hier offenbar überlegt hatten, nichts wusste. Trotzdem ist der Satz "Joe war hier" nun in der Moria-Szene auf dem Grabstein von Balin in "Die Gefährten" zu sehen. Zu ändern ist das jetzt nicht mehr – Joe wird es freuen!

4. Fünfmalige Augenbrauenrasur für Schlangenzunge

Brad Dourif ("Dune: Der Wüstenplanet") trat in den letzten beiden Filmen von "Herr der Ringe" als Grima Schlangenzunge auf. Eine ziemlich schleimige Rolle, für die keine Augenbrauen nötig sind – das fand jedenfalls Regisseur Peter Jackson, und verlangte vom Schauspieler, sich für die Rolle von ihnen zu trennen. Dourif willigte ein und musste am Ende ganze fünf Mal unter die Klinge. Schuld daran war das mehrmalige Drehen bestimmter Szenen und Eigenarten der Produktion von "Herr der Ringe". Zum Teil wurden die Szenen mehrerer Filme der Reihe direkt nacheinander abgedreht.

5. Legolas Augenfarbe wechselt

Von Blau zu Braun und wieder zurück hat die Augenfarbe des Elbenprinzen Legolas während der Dreharbeiten immer mal wieder gewechselt. Grund dafür war, dass Orlando Bloom ("Fluch der Karibik") die blauen Kontaktlinsen nicht vertrug, die anfingen zu jucken. Ein Arzt verbot ihm in Folge von Augenrötungen, die Linsen täglich zu tragen. Das bedeutete allerdings Zusatzarbeit in der Nachbearbeitung: Nachträglich musste in vielen Szenen per Computer die Augenfarbe von Orlando Blooms dunklem Braun zu Legolas strahlendem Blau korrigiert werden, was offenbar hin und wieder vergessen wurde.

Die blaue Augenfarbe der Elben soll übrigens aussagekräftig dafür sein, welcher Gattung diese angehören. Die Elben aus Lothlorien haben eher hellblaue Augen, das Blau der Rivendells ist dagegen deutlich dunkler.

6. Orlando Bloom: Rippenbruch!

Aber nicht nur Orlando Blooms Augen mussten für seine Rolle als Legolas leiden. Auch die Rippen des Schauspielers haben bei den Dreharbeiten einiges abbekommen. Um als sensibler und zugleich kampferprobter Elb zu überzeugen, ließ dieser es sich nämlich nicht nehmen, die meisten seiner Stunts selbst durchzuführen. Im Laufe der Filmarbeiten brach er sich dabei auf schmerzhafte Weise eine Rippe – ein starker Einsatz!

 Orlando Bloom nahm für seine Rolle als Legolas einiges in Kauf. fullscreen
Orlando Bloom nahm für seine Rolle als Legolas einiges in Kauf. (©YouTube/ TheWoddlandGuard 2016)

7. David Bowie als Elrond im Gespräch

David Bowie als Herrscher über Bruchtal? Nicht unvorstellbar. Er soll sogar zu einem Vorsprechen für "Herr der Ringe" erschienen sein. Für den extrovertierten Künstler war Musik nur eine Ausdrucksform von vielen, und so spielte er zum Beispiel auch Jareth, den Koboldkönig in "Die Reise ins Labyrinth" (1986). Warum dann also nicht auch Elrond? Tatsächlich hatte Bowie wohl ernsthaftes Interesse daran, die Rolle zu übernehmen. Regisseur Peter Jackson äußerte aber berechtigte Bedenken: „Wenn eine bekannte, geliebte Figur und ein berühmter Star kollidieren, dann kann das etwas problematisch werden.“ Wie David Bowie die Absage aufgenommen hat, ist nicht überliefert. Allerdings war der Musiker auch selbst dafür bekannt, gerne Körbe zu verteilen. Er lehnte es zum Beispiel gleich zweimal ab ein Album der Red Hot Chili Peppers zu produzieren.

8. Der andere Aragorn

Knapp daneben ist auch vorbei: Stuart Townsend ("Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen") wurde nur einen Tag vor Beginn der Dreharbeiten als Aragorn gefeuert. Angeblich hätten die Filmemacher einfach nur zu spät erkannt, dass Townsend mit 26 Jahren noch viel zu jung für die Rolle des zukünftigen Königs war. Er selbst bestätigte das 2002 gegenüber dem Magazin Entertainment Weekly: "Jackson wollte wirklich jemanden, der 20 Jahre älter und vollkommen anders war als ich.“ Ein damaliger Mitarbeiter am Set konnte aber noch mit anderen Fakten aufwarten und erklärte, dass die "Chemie zwischen Schauspieler und Regisseur" etwas delikat gewesen sei. Auch Townsend setzte nach: "Ich hatte eine schwere Zeit, deshalb war ich fast erleichtert zu gehen, bis sie mir sagten, ich würde nicht bezahlt werden. Ich habe keine guten Erinnerungen an die Verantwortlichen, wirklich nicht.“ Stuart Townsend ist damit viel Geld durch die Lappen gegangen: 2010 ernannte das Forbes-Magazin Viggo Mortensen ("A History of Violence"), den wir nun als Waldläufer Aragorn kennen, und Liv Tyler ("Armageddon") zum am besten verdienenden Hollywood-Paar.

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