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Bond-Legende Sean Connery: Rückblick auf seine besten Filme

Sean Connery Der erste Ritter
Als sanftmütiger König Artus zeigt sich Sean Connery in "Der erste Ritter". Bild: © picture alliance / United Archives | United Archives / kpa Publicity 2020

Sean Connery zählt auch nach seinem Tod im Jahr 2020 zu den größten Hollywood-Ikonen, die es gab. Ganze sieben Abenteuer als James Bond machen ihn Ende der 1960er-Jahre weltberühmt, eine Oscarauszeichnung unterstreicht 1987 sein Können. Während seiner Karriere spielt der gebürtige Schotte in 94 Film- und Fernsehtiteln mit – von denen wir hier zu seinen Ehren die besten herausgepickt haben.

"James Bond"-Filme (1962 - 1983)

Zwar steht Sean Connery bereits seit 1954 vor der Kamera, der große Durchbruch gelingt dem Schotten jedoch erst 1962: Er wird der erste Doppelnullagent Ihrer Majestät! In ganzen sechs Filmen mimt er den rücksichtslosen Spion und kehrt zwölf Jahre nach seinem eigentlichen Bond-Ende erneut als 007 zurück. "Sag niemals nie" ist das Remake von "Feuerball" aus dem Jahr 1965.

  • "James Bond 007 jagt Dr. No" (1962)
  • "James Bond 007 – Liebesgrüße aus Moskau" (1963)
  • "James Bond 007 – Goldfinger" (1964)
  • "James Bond 007 – Feuerball" (1965)
  • "James Bond 007 – Man lebt nur zweimal" (1967)
  • "James Bond 007 – Diamantenfieber" (1971)
  • "James Bond 007 – Sag niemals nie" (1983)

"Marnie" (1964)

Nach zwei James-Bond-Abenteuern wird Sean Connery eine besondere Ehre zuteil: Er spielt in einem Alfred-Hitchcock-Film mit. In dem Klassiker spielt er Mark Rutland, einen reichen, verwitweten Verleger, der mit Marnie Edgar (Tippi Hedren) eine neue Sekretärin einstellt. Die ist allerdings nur auf das Geld des Verlegers aus, das sie stehlen und damit abhauen will. So wie sie es schon viele Male zuvor getan hat. Geld stehlen, Identität ändern, neuen Arbeitgeber suchen. Doch Rutland durchschaut ihren Plan, hindert sie am Vorhaben und fordert sie stattdessen auf, ihn zu heiraten.

Parallel setzt er einen Detektiv auf sie an, um mehr über die Vergangenheit von Marnie zu erfahren. Rutland ist sich sicher: Sie ist nicht ohne Grund eine Diebin. Und den will er herausfinden ...

"Der Mann, der König sein wollte" (1975)

Der Film basiert auf der gleichnamigen Erzählung von Rudyard Kipling ("Das Dschungelbuch"), die er 1888 veröffentlichte.

Darin wollen – oder viel mehr sollen – Daniel (Sean Connery) und Peachy (Michael Caine) zu den Herrschern über Kafiristan werden: Die beiden erreichen ein Dorf, in dem Daniel nach einem vermeintlich göttlichen Zwischenfall zum König ernannt wird. Mehr noch: Weil er von einem Pfeil getroffen, aber nicht verletzt wird, halten die Bewohner ihn für einen Gott. Denn nur Götter sind unverwundbar. Die Frage ist nur, wie lange Daniel und Peachy den Schwindel aufrechterhalten können ...

"Die Brücke von Arnheim" (1977)

Der Kriegsfilm von Richard Attenborough wartet mit einem echten Staraufgebot auf: Neben Sean Connery spielen Michael Caine, James Caan, Gene Hackman und Robert Redford sowie Hardy Krüger und Maximilian Schell mit.

Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist eine Luftlandeaktion der Alliierten während des Zweiten Weltkriegs, auch bekannt unter dem Namen Operation Market Garden. 35.000 Fallschirmjäger sollen über den Niederlanden abspringen und sechs strategisch wichtige Brücken besetzen und verhindern, dass der Feind sie einnimmt. Unterdessen sollen Bodentruppen nachrücken, um anschließend weiter Richtung Ruhrgebiet vordringen zu können.

Was die Alliierten jedoch zu spät erfahren: Die Deutschen sind bereits in Arnheim angekommen und es beginnt ein blutiger Kampf um Leben und Tod.

"Time Bandits" (1981)

Abgedreht, schräg und voll von britischem Humor – so könnte man "Time Bandits" von Terry Gilliam zusammenfassen. Oder aber so: Der elfjährige Kevin begibt sich mit sechs Zwergen, die plötzlich in seinem Zimmer stehen, auf Zeitreise. Sie erleben Napoleon (Ian Holm) und die Schlacht bei Castiglione, treffen Robin Hood (John Cleese) und gelangen sogar ins alte Griechenland, wo sie auf König Agamemnon (Sean Connery) stoßen.

Doch wie sich herausstellt, sind die Abenteuer alle gar nicht so zufällig, wie sie zunächst scheinen.

"Der Name der Rose" (1986)

Jean-Jacques Annaud ("Sieben Jahre in Tibet") knöpft sich Mitte der 1980er-Jahre den berühmten Roman von Umberto Eco vor und besetzt Sean Connery als Franziskaner William von Baskerville. Gemeinsam mit seinem Novizen Adson von Melk (Christian Slater) besucht er eine Abtei und wird dort auf einen mysteriösen Tod aufmerksam. Gemeinsam können sie das Rätsel um den toten Mönch lösen, doch er bleibt nicht das letzte Opfer. Im Laufe der Untersuchungen muss William von Baskerville feststellen, dass hier höhere Mächte im Spiel sind.

"Highlander – Es kann nur einen geben" (1986)

Den Highlander selbst spielt Sean Connery zwar nicht, diese Rolle gebührt Christopher Lambert. Connery übernimmt allerdings die Rolle des Mentors Ramírez, der Connor MacLeod aka dem Highlander, alles Wichtige beibringt, um mit dessen neuer Situation klarzukommen.

Von Ramírez erfährt MacLeod, dass er nach dem Kampf mit einem schwarzen Ritter unverwundbar wurde. Er zählt zu den Auserwählten, die nur durch Enthauptung getötet werden können. Es bedeutet aber auch, dass er fortan nicht mehr altert und keine Kinder zeugen kann. Sein einziges Lebensziel ist es künftig, den schwarzen Ritter zur Strecke zu bringen und dessen blutigen Feldzug zu stoppen.

"Die Unbestechlichen" (1987)

Für seine Darbietung als Nebendarsteller in Brian De Palmas "Die Unbestechlichen" erhält Sean Connery seine erste Oscarnominierung – und wird auch prompt ausgezeichnet.

In "Die Unbestechlichen" steht eigentlich Elliot Ness (Kevin Costner) im Mittelpunkt, der während der Prohibition Chicago von der Mafia befreien will – allen voran von Al Capone (Robert De Niro). Da die Polizei der Stadt allerdings fast komplett von der Mafia geschmiert wird, muss sich Ness sein eigenes Team zusammenstellen, darunter Sean Connery als Jim Malone.

"Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" (1989)

Einen bleibenden Eindruck hinterlässt Sean Connery an der Seite von Harrison Ford im dritten "Indiana Jones"-Teil. Als Vater-Sohn-Gespann begeben sie sich auf die Suche nach dem Heiligen Gral. Zugegeben, eigentlich war nur Jones Senior auf der Suche danach, ist jedoch plötzlich verschwunden. Nun muss Jones Junior seinen Vater suchen und nimmt es dabei mit einer ganzen Riege Nazis auf, die es ebenfalls auf den Heiligen Gral abgesehen haben.

"Jagd auf Roter Oktober" (1990)

In dem Film, der auf dem gleichnamigen Bestseller von Tom Clancy basiert, gibt Sean Connery den litauischen Marinekapitän Marko Ramius. Gegen Ende des Kalten Kriegs übernimmt er das Kommando eines komplett neuartigen U-Boots namens Roter Oktober. Durch einen speziellen Antrieb ist es dem U-Boot möglich, geräuschlos durchs Wasser zu gleiten und so dem Sonar der NATO zu entkommen. Ausgestattet mit Atomraketen befindet sich das U-Boot auf dem Weg Richtung USA.

Alles sieht danach aus, dass Ramius einen Angriff auf die Vereinigten Staaten von Amerika plant. Einzig CIA-Analyst Jack Ryan ist davon nicht überzeugt. Nun muss er das Weiße Haus davon überzeugen, dass die USA von der Sowjetunion an der Nase herumgeführt werden und Ramius als Bauernopfer dient.

"Der erste Ritter" (1995)

Einen liebenswerten König Artus gibt Sean Connery Mitte der 1990er-Jahre in "Der erste Ritter". Er nimmt Lancelot (Richard Gere) als Ritter in seine Tafelrunde auf und schätzt ihn als engsten Vertrauten, nachdem Lancelot seine jüngst Vermählte, Guinevere (Julia Ormond), vor Prinz Malagant gerettet hat. Doch das royale Liebesglück gerät in Gefahr, als sich Lancelot in die Königin verliebt und die beiden eine heimliche Affäre beginnen.

"The Rock: Fels der Entscheidung" (1996)

Um einiges actionreicher geht es in dem Film von Michael Bay zu. Sean Connery spielt den ehemaligen Soldaten der British Army, John Patrick Mason, der wegen Spionage sein Dasein auf Alcatraz fristet. Dann allerdings kommt Francis X. Hummel auf die Insel und hat mehrere Raketen mit gefährlichem Gas im Gepäck. Er nimmt die Gefangenen sowie 81 Touristen als Geiseln und fordert ein Lösegeld in Höhe von 100 Millionen US-Dollar.

Die US-Regierung muss nun nicht nur die Geiseln befreien, sondern auch einen Gasangriff auf San Francisco verhindern. Dazu schicken sie den Chemiewaffenexperten Stanley Goodspeed (Nicolas Cage) nach Alcatraz. Der muss nun mit Hilfe von Mason, der die Insel durch vorherige Ausbruchsversuche wie seine Westentasche kennt, die Raketen entschärfen und eine Katastrophe verhindern.

"Verlockende Falle" (1999)

Was fehlt noch im Rollen-Portfolio von Sean Connery? Richtig, ein Meisterdieb! Den spielt er in "Verlockende Falle" an der Seite von Catherine Zeta-Jones, die als Virginia Baker zu sehen ist. Gemeinsam wollen die beiden Charaktere eine antike Maske stehlen. Dabei findet Robert MacDougal, so der Name des Langfingers, heraus, dass Baker eigentlich für eine Versicherung arbeitet und ihn überführen soll. Doch Baker plant einen viel größeren Coup und ist tatsächlich eine Diebin – die sich wiederum nur als Versicherungsmitarbeiterin ausgegeben hat. Ihr Plan: eine Bank um mehrere Milliarden US-Dollar zu erleichtern.

"Forrester – Gefunden" (2000)

Regisseur Gus Van Sant ("Milk", "Good Will Hunting") liefert mit "Forrester – Gefunden!" ein bewegendes Drama ab, in dem Sean Connery den zurückgezogenen Autor William Forrester spielt. Der hat vor einigen Jahren einen der wichtigsten Romane des 20. Jahrhunderts geschrieben und wird per Zufall zum Mentor für den begabten Schüler Jamal Wallace (Rob Brown). Er kitzelt das Beste aus dem wissbegierigen Talent heraus, ringt ihm allerdings auch das Versprechen ab, niemandem von seiner Existenz zu erzählen. Dann wird die Loyalität von Wallace auf eine harte Probe gestellt.

"Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen" (2003)

Bevor sich Sean Connery in die wohlverdiente Rente verabschiedet und großen Hollywood-Produktionen den Rücken kehrt, gibt er in "Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen" seine Abschiedsvorstellung. Als renommierter Abenteurer Allan Quartermain scharrt er einige berühmte Figuren mit sonderbaren Fähigkeiten um sich – darunter Captain Nemo, Dorian Gray, Tom Sawyer sowie Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Gemeinsam müssen sie sich dem mysteriösen Phantom stellen und aus den Vollen ihrer Kräfte schöpfen.

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