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Ciao Bella! 7 italienische Filme, die das Dolce Vita zelebrieren

Das süße Leben hat auch seine Kehrseiten, wie "La Grande Bellezza" beweist.
Das süße Leben hat auch seine Kehrseiten, wie "La Grande Bellezza" beweist. (©dpa 2018)

Italien ist ein absolutes Sehnsuchtsland für viele Menschen. Und auch italienische Filme transportieren oftmals vieles, was wir am Land, wo die Zitronen blühen, so lieben: das herrliche Essen, das wunderbare Wetter und die mediterrane Lebensart. Wir haben von Komödie bis Klassiker sieben Filme für Dich herausgesucht, die wie ein kleiner Miniurlaub nach Bella Italia sind.

1. "Brot und Tulpen" (2000)

Eigentlich war die Hausfrau Rosalba nur auf einem Familienausflug, als sie auf einmal den Reisebus verpasst und plötzlich in einer Raststätte strandet. Als sie beschließt, nach Hause zu trampen, landet sie unverhofft in Venedig. Eher zufällig bleibt sie in der Lagunenstadt, wo sie den netten Kellner Fernando kennenlernt, bei einem anarchistischen Blumenhändler jobbt und ihre neu gewonnene Freiheit genießt. Doch schon bald schickt ihr Mann ihr einen Möchtgern-Detektiv hinterher, der sie nach Hause bringen soll.

  • Originaltitel: "Pane e tulipani"
  • Molto bene: Der Schweizer Schauspieler Bruno Ganz ("Der Untergang") ist als depressiver isländischer Kellner zu sehen.

2. "La Grande Bellezza – Die große Schönheit" (2013)

Eine filmische Liebeserklärung an Rom gelang Regisseur Paolo Sorrentino 2017 mit "La Grande Bellezza". Im Mittelpunkt des Party-Reigens rund um die High Society der Ewigen Stadt steht der 65-jährige Jep Gambardella. Der erfolgreiche Journalist und Autor hat das Leben in vollen Zügen genossen, doch nach 40 Jahren in Rom wird ihm die Oberflächlichkeit seines Lebens bewusst – und er schwelgt in Gedanken an eine vergangene Liebe in Wehmut.

  • Originaltitel: "La Grande Bellezza"
  • Molto bene: Auch im Ausland war das italienische Drama ein voller Erfolg und gewann 2014 sowohl den Oscar als auch den Golden Globe als bester fremdsprachiger Film.

3. "Ein himmlischer Teufel" (1988)

Roberto Benigni ist Italiens Garant für gute Komödien und liefert auch mit "Ein himmlischer Teufel" eine echte Meisterleistung ab. Darin spielt er den kleinen Teufel Giuditta, der aus der Hölle ausgebüxt ist und auf der Erde sein Unwesen treibt. Pater Maurice (Walter Matthau) wird gerufen, um ihn einer Dame auszutreiben, die von ihm besessen ist. Doch der Geistliche wird den teuflischen Zeitgenossen mit Vorliebe für englischen Pudding und schöne Kleidung nicht so leicht los.

  • Originaltitel: "Il piccolo diavolo"
  • Molto bene: Auch im Drama ist Benigni ein Könner. Für "Das Leben ist schön" gewann er 1999 den Oscar als bester Hauptdarsteller.

4. "Männer al dente" (2010)

Sagen wir es mal vorsichtig: In Ländern mit hoher Macho-Dichte wie Italien ist das Thema Homosexualität besonders heikel. Kein Wunder, dass Tommaso seiner Familie verheimlicht, dass er schwul ist. Erschwerend kommt hinzu, dass er statt BWL Literatur studiert hat. Dabei soll er doch die Pasta-Fabrik der Familie übernehmen. Doch als er beim Familienessen reinen Tisch machen will, outet sich überraschend sein Bruder – und der Vater erleidet einen Herzinfarkt.

  • Originaltitel: "Mine Vaganti"
  • Molto bene: Regie führte der türkischstämmige Regisseur Ferzan Özpetek, der laut Das Erste als "italienischer Almodóvar" gilt.

5. "Ein letzter Kuss" (2002)

Endzwanziger Carlo hat eigentlich alles, was er sich wünschen könnte. Doch als seine Freundin Giulia ihm mitteilt, dass sie schwanger ist, fällt er in eine Sinnkrise. Als er auf der Hochzeit eines Freundes die 18-jährige Schülerin Francesca kennenlernt, kann er einem letzten Abenteuer nicht widerstehen, bevor er sich mit seinem bürgerlichen Leben abfindet. Doch ist ein letzter Kuss es wert, dass er sein zukünftiges Glück mit Giulia riskiert?

  • Originaltitel: "L'Ultimo bacio"
  • Molto bene? Mit "Der letzte Kuss" folgte schon 2006 ein US-Remake der Beziehungskomödie mit Zach Braff ("Scrubs") und Rachel Bilson ("O.C., California") in den Hauptrollen.

6. "Das süße Leben" (1960)

Auch alte italienische Filme wie "Das süße Leben", im Original "La dolce vita", sind nach wie vor sehenswert – und wie! Im Klassiker von Federico Fellini ist der Journalist und Klatschreporter Marcello Rubini ständig in Roms Amüsiermeilen unterwegs, um das dekadente und konsumorientierte Leben der High Society einzufangen. Doch die Begegnungen und Beziehungen in dieser Scheinwelt bleiben oberflächlich. Und die Sinnleere wird bald auch Federico bewusst.

7. "Der Vollposten" (2016)

Das süße Leben ist für Checco Zalone nicht nur das Leben im Hotel Mama, sondern vor allem das bequeme Beamtendasein, das er in der Landesverwaltung für Jagd und Fischerei führt. Als seine Stelle jedoch unvermittelt gestrichen wird, heißt es freiwillige Kündigung oder Versetzung. Da Checco seinen Posten niemals freiwillig aufgeben möchte und sich auch nicht mit Abfindungen abspeisen lässt, greift die Regierung zu rigorosen Maßnahmen – und versetzt den Uneinsichtigen an den Nordpol.

  • Originaltitel: "Quo vado?"
  • Molto bene: In Italien war die Komödie der finanziell erfolgreichste Film aller Zeiten.

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