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Das Beste kommt zum Schluss ... wie diese 7 Horrorfilme beweisen

Wenn Christine wüsste, dass der fieseste Twist erst noch auf sie wartet ...
Wenn Christine wüsste, dass der fieseste Twist erst noch auf sie wartet ...

Ein guter Horrorfilm steht und fällt mit seinem Ende. Noch mehr als in anderen Genres kommt es im Bereich Grusel auf den finalen Twist an, möchte sich ein Regisseur die Gunst seiner Zuschauer sichern. Gut ausgeführt kann eine letzte Wendung einen sonst auf dem Niveau "ganz ok" verorteten Film nachträglich sogar noch zum echten Highlight werden lassen. Sieben Horrorfilme, die uns ein meisterhaftes Finale beschert haben, haben wir im Folgenden deshalb für Dich zusammengetragen.

Achtung, Spoiler!
Wie der Titel bereits vermuten lässt, kommen wir im Folgenden um diverse monströse Spoiler leider nicht herum. Du liest also auf eigene Gefahr weiter.

1. "The Sixth Sense" (1999)

Mit "The Sixth Sense" sicherte sich Regisseur M. Night Shyamalan 1999 den Ruf als Wunderkind der Filmbranche. Kein Wunder: Immerhin glänzt die Geschichte rund um den kleinen Cole (Haley Joel Osment) und sein eher ungewöhnliches "Problem" von Beginn an mit psychologischer Tiefe und hervorragenden schauspielerischen Leistungen.

Doch es ist der Twist am Ende, der den Film zu einem echten Geniestreich werden lässt. Vor allem, weil er alles zuvor Gesehene plötzlich in einem völlig anderen Licht dastehen lässt und man ihn als Zuschauer beim besten Willen nicht kommen sieht. Der überrascht-geschockte Ausdruck auf dem Gesicht von Darsteller Bruce Willis, als die Erkenntnis seine Figur Malcolm Crowe mit ganzer Wucht trifft, tut sein Übriges.

2. "The Others" (2001)

Ganz ähnlich ging nur zwei Jahre später Alejandro Amenábar bei "The Others" vor. Im Film steigert sich der Schrecken der stark gläubigen Grace Stewart (Nicole Kidman) und ihrer Kinder von Minute zu Minute. Der Grund: Ihr Heim wird offenbar von Geistern heimgesucht.

Doch gerade, wenn man als Zuschauer denkt, den Höhepunkt der Handlung erreicht zu haben, legt Regisseur Amenábar noch einmal nach. Der zutiefst geschockte Ausdruck auf dem Gesicht von Darstellerin Kidman und ein geschicktes Storytelling sorgen dabei dafür, dass der Twist bestens funktioniert. Und das, obwohl wir es dank "The Sixth Sense" eigentlich bereits hätten ahnen können ...

3. "The Descent – Abgrund des Grauens" (2005)

"The Descent – Abgrund des Grauens" ist wahrlich kein Horrorfilm für Menschen, die Probleme mit engen Räumen haben. Immerhin spielt der Film zu einem großen Teil in einem unerforschten Höhlensystem. Und um die klaustrophobische Stimmung noch zu verschärfen, sehen sich die sechs Protagonistinnen ziemlich schnell auch noch mit fiesen menschenfressenden Wesen konfrontiert.

Am Ende schafft es nur eine der Ladys lebend aus den düsteren Höhlen heraus – zumindest in einer Version des Films. Den wirklich fiesen Twist bekommt dagegen nur zu sehen, wer sich die ungekürzte FSK-18-Version ansieht. Hier stellt sich heraus: Die Flucht war keineswegs erfolgreich, sondern lediglich eine Halluzination. Unsere Heldin sitzt noch immer in der Höhle, während die Monster auf ihre Beute zukriechen.

4. "Der Nebel" (2007)

Es gibt wenige Horrorfilme, die ihre Zuschauer mit einem derart niedergeschmetterten Gefühl zurücklassen wie "Der Nebel". Regisseur Frank Darabont legt hier eine Adaption vor, die noch düsterer geraten ist, als Autor Stephen Kings gleichnamige Kurzgeschichte. Und das liegt nicht alleine an den religiös-fanatischen Eskapaden von Mrs. Carmody (Marcia Gay Harden).

Vielmehr ist es das fatale Ende des Films, das dem Schrecken die Krone aufsetzt. Was gibt es immerhin Schlimmeres, als einen verzweifelten Vater seinen eigenen kleinen Sohn erschießen zu lassen – nur um ihn Sekunden später mit der grausamen Erkenntnis zu konfrontieren, dass es völlig unnötig war?

5. "Drag Me to Hell" (2009)

Wer Horrorfilme mit einem wirklich fiesen Twist am Ende mag, der dürfte "Drag Me to Hell" lieben. Im Film bekommt es Bankangestellte Christine (Alison Lohman) mit einer ziemlich wütenden – und in Flüchen versierten – Zigeunerin zu tun. Die hetzt der jungen Frau aus Rache Lamia, einen fiesen Dämon, auf den Hals. Er soll Christine erst drei Tage lang quälen und dann mit sich in die Hölle nehmen.

Einige Twists später glaubt unsere Protagonistin, der alten Hexe ein Schnippchen geschlagen zu haben. Doch als sie sich fröhlich mit ihrem Freund zum gemeinsamen Kurzurlaub treffen will, muss Christine schockiert feststellen, dass sie den Fluch keineswegs losgeworden ist. Lamia ist zur Stelle und beginnt, die verzweifelte Christine in die Tiefe zu zerren – und Cut!

6. "Krampus" (2015)

"Krampus" ist definitiv ein Horrorfilm für alle Weihnachtsverweigerer, doch das Schlimmste kommt auch hier wie so oft zum Schluss. Nachdem klein Max (Emjay Anthony) und seine Familie sich den gesamten Film lang mit Krampus und seinen teuflischen Gehilfen herumgeschlagen haben, wird das ganze Weihnachtsdrama als (Alb-)Traum entlarvt.

Denken wir – und Max – zumindest. Allerdings nur, bis der Junge eine kleine Glocke in seinem Weihnachtsgeschenk findet. Ein Präsent, mit dem Krampus ihm und seinen Verwandten ganz subtil zu verstehen gibt, dass sie auf ewig in seiner Weihnachtshölle gefangen sind.

7. "Split" (2017)

Nimmt man die Handlung von "Split" für sich, hat man einen durchaus packenden Horror-Thriller, der mit einer beeindruckenden Performance von Hauptdarsteller James McAvoy glänzen kann. Doch erst die Postcredit-Szene bringt den echten Überraschungstwist und lässt Regisseur M. Night Shyamalans Horrorfilm in einem ganz neuen Licht erscheinen.

Der Grund: Der unvorhergesehene Cameo-Auftritt von Hollywoodstar Bruce Willis entlarvt "Split" als heimliches Sequel von "Unbreakable – Unzerbrechlich". Ein Twist, der in seiner Ausführung unter anderem von The Hollywood Reporter als die "schockierendste Überraschung in der Geschichte des Kinofilms" bezeichnet wurde.

2019 wird die sogenannte "Eastrail 177"-Trilogie von Regisseur Shyamalan mit "Glass" zu ihrem Abschluss gebracht.

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