DC-Serien vs DCEU: Welche Darstellung der DC-Figuren ist besser?

Ein DC-Held kommt selten allein – und manchmal sogar in doppelter Ausgabe.
Ein DC-Held kommt selten allein – und manchmal sogar in doppelter Ausgabe. (©Warner Bros.; picture alliance / Mary Evans Picture Library 2018)
Jutta Peters Wartet noch immer auf ihren Brief aus Hogwarts. Erwägt alternativ eine Laufbahn bei den Avengers.

Neben der großen Leinwand erobern die Comic-Adaptionen aus dem Hause DC längst die heimischen Bildschirme. Dabei trennt der Marvel-Rivale sein cineastisches DC Extended Universe (DCEU) strikt von den Serien – und schickt deshalb viele Charaktere in zweifacher Ausführung in den Kampf. Bleibt die Frage: Welche Ausgabe ist die bessere?

1. Batman

Batman vs Batman
Schwarz ist Batmans Farbe – egal, ob in "Justice League" oder in "Gotham".

Film-Batman: Satte zwölf Mal stand Gothams Rächer auf der Leinwand bereits im Zentrum des Geschehens, zwei dieser "Batman"-Filme zählen offiziell zum DCEU ("Batman v Superman: Dawn of Justice" und "Justice League"). In David Ayers Extended-Universe-Ableger "Suicide Squad" hatte Darsteller Ben Affleck in Cape und Maske zudem einen Gastauftritt als grübelnder und finster dreinblickender Gerechtigkeitskämpfer.

Serien-Batman: Im Serienformat mausert sich der junge Bruce Wayne (David Mazouz) seit 2014 mit "Gotham" zum dunklen Ritter. Mit der Unterstützung des späteren Commissioners James Gordon und der künftigen Catwoman Selina Kyle versucht er unerbittlich, den Mord an seinen Eltern aufzuklären. Dabei ist jedoch eines von Beginn an klar: "Bruce ist mehr als nur ein Kind", wie Darsteller Mazouz im Interview mit Rotten Tomatoes festhält.

Ergebnis: Aufgrund des Altersunterschieds lassen sich diese zwei Batman-Versionen nur schwer miteinander vergleichen. Der jugendliche "Gotham"-Batman steht noch immer am Anfang seiner Entwicklung zum maskierten Rächer. Ein "vollwertiger" Bats ist somit bisher nur der DCEU-Held, weshalb Batfleck in diesem Wettkampf für uns die Nase (oder das markante Kinn) vorn hat.

Gewinner: Ben Affleck / DCEU-Batman

2. Superman

Superman vs Superman
Dieses Superman-Duo hat keine Schwachstellen – außer Kryptonit.

Film-Superman: Ähnlich wie Batman flatterte auch Superman schon unzählige Male über die Leinwand. Dennoch gibt es nur einen letzten Sohn Kryptons im DCEU: Henry Cavill verkörperte den außerirdischen Helden erstmals 2013 in "Man of Steel" – und legte damit den Grundstein für das DC-Kino-Universum. Mit einem Einspielergebnis von 668 Millionen US-Dollar laut Box Office Mojo ist Zack Snyders Blockbuster der bislang erfolgreichste Superman-Solofilm aller Zeiten.

Serien-Superman: Ein voller Erfolg war allerdings auch die Superman-Serie "Smallville", die ganze zehn Jahre lang ausgestrahlt wurde. Darin spielt Tom Welling Clark Kent, der vom Farmersjungen aus Kansas zum Reporter und Teilzeit-Superhelden heranwächst.

Ergebnis: Hier kommen wir zu einem Patt, denn während Welling die Zerrissenheit seines Kleinstadt-Supermans zwischen menschlicher Normalität und Helden-Berufung bestens darstellt, wirkt einfach kein Übermensch so herrlich heroisch wie Cavills DCEU-Superman. Und mal ganz ehrlich: Der eigentliche Star ist sowieso Amy Adams. Die Schauspielerin mischte sowohl in "Smallville" als "Meteoritenfreak" (durch Kryptonit mutierter Mensch) als auch in "Man of Steel" als Lois Lane mit.

Gewinner: Unentschieden

3. The Flash

Flash vs Flash
The Flash im Wettlauf gegen sich selbst: DCEU (Links) gegen TV (rechts).

Film-Flash: Die Kritiken zu "Justice League" waren bestenfalls durchschnittlich und auch das enttäuschende Einspielergebnis versetzte dem DCEU einen herben Dämpfer. Einer der Lichtblicke des Team-Blockbusters war allerdings ohne Frage Ezra Millers Darbietung als The Flash. Seine quirlige und freche Art sorgte für die meisten Lacher – und dennoch erntete genau diese Inszenierung des roten Blitzes Stirnrunzeln unter den Fans.

Serien-Flash: Schließlich hatte "Justice League"-Regisseur Zack Snyder einst gesagt, die witzige Flash-Version von Grant Gustin, der den Helden in der gleichnamigen TV-Show verkörpert, passe nicht zum DCEU. "Dieser [Ton ist] nicht unsere Welt", so der Filmemacher im Gespräch mit NY Daily News – offenbar hat Snyder seine Meinung geändert. Kein Wunder, schließlich wird Gustins Flash längst von Fans und Kritikern gleichermaßen gefeiert.

Ergebnis: Letztlich macht Grant Gustins TV-Flash das Rennen. Zwar hat Ezra Millers nerdiger und schlagfertiger Flash ebenfalls einen gewissen Charme, doch mit Gustins facettenreicherem Sprinter, der auch mal emotional oder ganz ernst wird, kann der DCEU-Held bislang nicht mithalten. Aber was nicht ist, kann ja noch werden: 2020 soll Millers Flash mit dem Solofilm "Flashpoint" auf die Leinwand zurückkehren.

Gewinner: Grant Gustin / Serien-Flash

4. Aquaman

Aquaman vs Aquaman
Momoas Aquaman (links) macht Ritchsons TV-Wassermann (rechts) nass.

Film-Aquaman: Ruppig, wild und meist oben ohne kämpfte der DCEU-Aquaman in Form von "Game of Thrones"-Star Jason Momoa in "Justice League" um Screentime. Neben Batman, Wonder Woman und Co. ging der Muskelmann der Meere etwas unter – und machte dennoch Lust auf mehr. Gut, dass schon im Dezember 2018 der Solofilm des Helden starten soll.

Serien-Aquaman: Viele Jahre vor Momoa kletterte jedoch bereits ein anderer als Aquaman aus den Wellen: Alan Ritchson schlug sich als Atlantide in "Smallville" auf die Seite von Superman und Green Arrow. Dabei setzten die Showrunner auf den klassischen Wassermann-Look aus den Comics samt grün-orangefarbenen Dresscode.

Ergebnis: Hier kann es nur einen geben: Jason Momoas Aquaman hat den DC-Wassermann vom ungeliebten Kind unter den DC-Helden zum coolen Raufbold erhoben – ein absolut gelungener Image-Wechsel. Im Vergleich geht Alan Ritchsons klassischer Arthur Curry leider baden.

Gewinner: Jason Momoa / DCEU-Aquaman

5. Lex Luthor

Lex Luthor vs Lex Luthor
Im Match Lex gegen Lex kann nur einer den Sieg davontragen ...

Film-Lex: Nicht nur die Guten kommen bei DC im Doppelpack, auch einige Schurken gibt es gleich in zweifacher Ausführung. Zum einen wäre da Jesse Eisenbergs umstrittene Adaption von Superman-Erzfeind Lex Luthor in "Batman v Superman: Dawn of Justice". Comic-Fans bemängelten, der DCEU-Lex erinnere mit seiner schrillen, leicht albernen Art zu sehr an den Joker.

Serien-Lex: Und der TV-Lex? Der hat aus Sicht der Fans alles, was den Schurken zum idealen Superman-Gegenstück macht. Stoisch, gerissen und gewissenlos schmiedet der Glatzkopf, in "Smallville" dargestellt von Michael Rosenbaum, seine perfiden Rachepläne gegen Clark Kent.

Ergebnis: Extrem intelligent und ein reservierter Stratege: Michael Rosenbaums Interpretation von Lex Luthor ist an Treue zur Vorlage kaum zu überbieten. Jesse Eisenberg muss sich im direkten Vergleich geschlagen geben. Sogar Marvel-Legende Stan Lee scheint ein Fan von Rosenbaums DC-Fiesling zu sein: Via Twitter teilte der Schauspieler 2013 ein Autogramm Lees, auf dem der Comic-Schöpfer vermerkt hatte: "Du bist der beste Lex Luthor."

Gewinner: Michael Rosenbaum / Serien-Lex

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