Déjà-vu! 7 auffällig gleiche Filme, die zur selben Zeit erschienen

Beide Filme erschienen im gleichen Jahr, beide hatten das gleiche Thema: "Olympus Has Fallen" und "White House Down".
Beide Filme erschienen im gleichen Jahr, beide hatten das gleiche Thema: "Olympus Has Fallen" und "White House Down". (©picture alliance/Everett Collection 2018)

Wer kopiert hier eigentlich wen? Immer wieder kommt es vor, dass unmittelbar nacheinander zwei Filme erscheinen, die sich inhaltlich ziemlich ähnlich sind. Aber was ist die Ursache für solche Zwillingsfilme? Gehen den Filmstudios einfach die Ideen aus oder legen es die Filmmacher möglicherweise sogar auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Konkurrenz an? Zufall oder nicht – letzten Endes kommt es darauf an, wie die Filme bei den Zuschauern ankommen. Welche davon jedenfalls irgendwie doppelt gemoppelt sind, verraten wir Dir hier.

1. "Deep Impact" | "Armageddon – Das jüngste Gericht" – 1998

Sowohl in "Deep Impact" als auch in "Armageddon – Das jüngste Gericht" droht den Menschen im Film Gefahr aus dem All: Tödliche Asteroiden rasen auf die Erde zu. Das Ende der Welt naht. Während in "Deep Impact" der Aufprall nicht verhindert werden kann, gelingt es Harry Stamper aka Bruce Willis und seiner Bohrtruppe in "Armageddon – Das jüngste Gericht" den Kometen in Stücke zu sprengen – auch wenn das einen hohen Preis einfordert.

Da "Deep Impact" von Mimi Leder und "Armageddon – Das jüngste Gericht" von Michael Bay die gleiche Bedrohung zum Thema haben, bestand zwischen den beiden Endzeitstreifen ein Wettlauf um den früheren Kinostart. Zwar ging dieser an "Deep Impact", das Duell um das höhere Einspielergebnis entschied allerdings "Armageddon – Das jüngste Gericht" für sich. Während der Film mit Robert Duvall, Elijah Wood und Morgan Freeman weltweit auf 349 Millionen US-Dollar kam, hielt das Katastrophenepos mit Bruce Willis und seinem Bohrteam mit 553 Millionen US-Dollar dagegen.

2. "Prestige – Meister der Magie" | "The Illusionist – Nichts ist wie es scheint" – 2006

Magier gegen Magier oder besser Hugh Jackman gegen Edward Norton: 2006 wurde es magisch im Kino, und zwar dank "Prestige – Meister der Magie" von Christopher Nolan und "The Illusionist – Nichts ist wie es scheint" von Neil Burger. Die Filme erschienen gerade einmal mit einem halben Jahr Abstand zueinander und, wie es der Zufall so will, handelten beide von Zauberkünstlern gegen Ende des 19. Jahrhunderts.

Während "Prestige" allerdings den Schwerpunkt auf den Konkurrenzkampf zweier Zauberkünstler legt, geht es in "The Illusionist" darüber hinaus auch um eine Liebesgeschichte. Beide Magier-Filme haben also ihre Daseinsberechtigung. Genau das zeigen auch die Einspielergebnisse. Die Zaubertricks von Hugh Jackman kommen auf weltweit 109 Millionen US-Dollar und die Illusionen von Edward Norton auf 87 Millionen US-Dollar.

3. "Antz" | "Das große Krabbeln" – 1998/1999

Zwillingsfilme gibt es auch im Animationsbereich. Das beste Beispiel hierfür sind Dreamworks' "Antz" von 1998 und Pixars "Das große Krabbeln" von 1999 – ein Duell der krabbeligen Sorte, wenn man so will. Keiner wusste so richtig warum, aber animierte Insekten waren Ende der 90er-Jahre plötzlich ziemlich angesagt auf der Kinoleinwand.

Obwohl beide Animationsfilme von Ameisen handeln, kamen zwei sehr unterschiedliche Ergebnisse heraus. "Antz" hatte die erwachsenere Story und mit prominenten Synchronsprechern wie Woody Allen, Sharon Stone, Sylvester Stallone und Christopher Walken mehr Stars an Bord. "Das große Krabbeln" hingegen machte das Rennen an der Kinokasse. Der Animationsfilm nahm weltweit 363 Millionen US-Dollar ein, "Antz" kam im Vergleich dazu "nur" auf 171 Millionen US-Dollar.

4. "Olympus Has Fallen – Die Welt in Gefahr" | "White House Down" 2013

In "Olympus Has Fallen – Die Welt in Gefahr" des Regisseurs Antoine Fuqua wird das Weiße Haus von nordkoreanischen Terroristen überfallen. Der ehemalige Leibwächter Mike Banning, gespielt von Gerard Butler, muss den US-Präsidenten, der von Aaron Eckhart verkörpert wird, retten. Noch im selben Jahr hat sich allerdings auch ein weiterer Film auf den Amtssitz des Staatsoberhaupts der Vereinigten Staaten eingeschossen. Die Rede ist von Roland Emmerichs "White House Down".

In dem filmischen Doppelgänger wurde das Weiße Haus ebenfalls von Terroristen nach allen Regeln der Action-Kunst zerlegt. In den Hauptrollen wissen sich Channing Tatum und Jamie Foxx allerdings gegen die üblen Bösewichte zu wehren.

Zwar hatte "White House Down" an den Kinokassen mit einem weltweiten Einspielergebnis von 205 Millionen US-Dollar die Nase vorn, die 170 Millionen US-Dollar von "Olympus Has Fallen – Die Welt in Gefahr" konnten sich allerdings auch sehen lassen – insbesondere angesichts der Produktionskosten gerade einmal von 70 Millionen US-Dollar. Kein Wunder also, dass 2016 das Sequel "London Has Fallen" folgte.

5. "Freundschaft Plus" | "Freunde mit gewissen Vorzügen" – 2011

2011 drehte sich alles um Freundschaften zwischen Männern und Frauen, die mit unverbindlichem und gelegentlichem Sex einhergingen. Dass das allerdings nicht immer gut geht und manchmal diese doofe Liebe dazwischenfunkt, zeigen die folgenden zwei Zwillingsfilme. Zuerst genossen Ashton Kutcher und Natalie Portman ihre "Freundschaft Plus", dann waren Justin Timberlake und Mila Kunis "Freunde mit gewissen Vorzügen".

Nicht nur thematisch, sondern auch finanziell tut sich nicht viel zwischen den beiden Streifen. Team Portman/Kutcher spielten weltweit 149,2 Millionen US-Dollar ein und waren damit mit dem Duo Kunis/Timerlake (149,5 Millionen US-Dollar) auf Augenhöhe.

6. "Spieglein Spieglein – Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen" |"Snow White and the Huntsman" – 2012

"Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?" Diese Frage stellte sich 2012 nicht nur Charlize Theron, sondern auch Julia Roberts. Obwohl sowohl "Spieglein Spieglein – Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen" als auch "Snow White and the Huntsman" das Märchen der Gebrüder Grimm thematisieren, könnte die Ausführung der Zwillingsfilme nicht unterschiedlicher ausfallen.

Wer es düster und effektvoll wollte, entschied sich für "Snow White and the Huntsman" mit Kristen Stewart und Chris Hemsworth. Kinogänger, die eher lachen wollten, lagen hingegen mit "Spieglein Spieglein – Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen" genau richtig.

An den Kinokassen konnte vor allem "Snow White and the Huntsman" mit einem weltweiten Einspielergebnis von 396 Millionen US-Dollar überzeugen. Die Konkurrenz kam auf 183 Millionen US-Dollar.

7. "The Fighter" | "Warrior" – 2010/2011

Um zwei Brüderpaare, die von einer Karriere als Boxer träumen, geht es sowohl in "The Fighter" mit Mark Wahlberg und Christian Bale als auch in "Warrior" mit Joel Edgerton und Tom Hardy. Kein ganzes Jahr trennt die beiden Filme.

An der Kinokasse machte "The Fighter" mit einem weltweiten Einspielergebnis von 129 Millionen US-Dollar das Rennen. Das Drama wurde darüber hinaus siebenfach für den Oscar nominiert. Anders als "Warrior", der kam im Vergleich auf gerade einmal 23 Millionen US-Dollar.

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