Topliste

Den Fernseher richtig einstellen: 7 Tipps fürs perfekte Bild

So ein Bild erreichst Du meist nur mit viel Feintuning.
So ein Bild erreichst Du meist nur mit viel Feintuning. (©Philips 2017)

Neuer Fernseher, tolles Bild? Nicht immer ist das so einfach – oft muss man erst den Fernseher einstellen, um das optimale TV-Erlebnis genießen zu können. Wir geben Dir 7 Tipps, damit Du das Beste aus Deinem Fernseher herausholen kannst.

Die Werkseinstellungen, mit denen der neue Fernseher ausgeliefert wird, sind nicht selten für die Verhältnisse daheim ungeeignet. Tatsächlich orientieren sich einige Hersteller eher an den Lichtverhältnissen in Elektronikmärkten, als an denen eines typischen Wohnzimmers und stellen Farben oder Kontrast werkseitig sehr hoch ein. Oft lässt sich mit ein paar Handgriffen jedoch schon einiges verbessern, um den Fernsehgenuss zu erhöhen.

TV-Geräte gibt es mittlerweile allerdings von unzähligen Herstellern. Selbstverständlich bedeutet das auch, dass die Einstellungen und Menüs bei fast allen Fernsehern unterschiedlich sind. Es gibt aber auch einige allgemeine Tipps um das Gerät gut einzustellen. Wir zeigen Dir sieben Faustregeln, mit deren Hilfe Du das Bild oft schon stark verbessern kannst.

1. TV-Bildeinstellung: Voreingestellte Bildmodi ausprobieren

Die meisten modernen Fernseher bieten in den Einstellungen Presets an, mit denen man recht schnell zwischen unterschiedlichen Bildvariationen wechseln kann. Diese Voreinstellungen tragen meist Bezeichnungen wie "Film" oder "Dynamisch" und sollten anhand eines Spielfilms ausprobiert werden. Oft findest Du so schon eine Einstellung, die Deinem Geschmack am ehesten zusagt.

Generell lässt sich hierbei sagen, dass Modi wie "Kino" oder "Cinema" auf eher abgedunkeltes Raumlicht ausgerichtet sind, während "Fußball" oder "Dynamisch" mit mehr Helligkeit und höherem Kontrast sich eher für lichtdurchflutete Räume eignen. Bei einem "Gaming"-Preset dagegen werden in der Regel alle automatischen Bildkorrektur-Funktionen und Effekte abgestellt, um eine möglichst schnelle Verarbeitung des Signals zu garantieren. Andernfalls könnte eine Latenz entstehen, die sich auf die Reaktionsfähigkeit des Gamers im Spiel auswirkt.

2. Testbilder verwenden

Um die unterschiedlichen Bildparameter optimal einzustellen eigenen sich hoch aufgelöste Testbilder. Diese gibt es teilweise kostenlos im Internet zum Download, beispielsweise über die Firma Burosch. Allerdings sollten die Konfigurationen im besten Fall auch über ein bewegtes Bild vorgenommen werden, anstatt nur über eine statische JPG-Datei. Überprüfe die Fernseher-Einstellungen also immer auch anhand eines echten Fernsehbildes oder über eine DVD oder Blu-Ray.

 Die Menüs zur Bildeinstellung sind bei jedem Hersteller unterschiedlich aufgebaut. fullscreen
Die Menüs zur Bildeinstellung sind bei jedem Hersteller unterschiedlich aufgebaut. (©Youtube / Je Ar Channel 2016)

3. Fernseher einstellen: Farbtemperatur

Erscheint die Hautfarbe von Personen auf dem Bildschirm zu knallig oder haben die Farben allgemein einen Rotstich, ist die Farbtemperatur zu hoch und muss angepasst werden. Ist diese allerdings zu kalt eingestellt, kann es auch sein, dass das Bild einen Blaustich erhält. Stelle die Farbtemperatur am besten so ein, dass das Bild Deinem Empfinden nach möglichst natürlich wirkt. Die Wahrnehmung des TV-Bildes ist eine subjektive Angelegenheit und nicht selten vom Geschmack abhängig.

4. Bild einstellen: Die richtigen Farben

Achte darauf, dass auch noch Abstufungen innerhalb eines Farbtons zu erkennen sind. Zur Erinnerung: In einem Park oder Wald sind nicht alle Pflanzen gleich grün – suche Dir für die Einstellungen unbedingt einen geeigneten Film heraus und übertreibe es nicht mit der Farbsättigung.

5. Helligkeit und Kontrast einstellen

Die Reihenfolge spielt hier eine Rolle: Du solltest am besten zuerst die Helligkeit einstellen und danach den Kontrast. Durch die Helligkeit legst Du die Dunkelheit schwarzer Flächen fest, der Kontrast bestimmt den Weißpegel im Bild. Wichtig ist, dass verschiedene Graustufen noch deutlich zu erkennen sind und helle Bildflächen nicht anfangen zu strahlen. Ansonsten gehen Details zwischen hellen und dunklen Bereichen des Bildes verloren.

Kommt es bei Deinem Gerät immer wieder zu ungewollten Helligkeitswechseln, kann es sein, dass hier der dynamische Kontrast nicht richtig funktioniert. Diese Funktion, die die Hintergrundbeleuchtung des Fernsehers automatisch nachreguliert, lässt sich oft abschalten.

 Werden Presets genutzt, können eventuell einzelne Einstellungen nicht verändert werden. fullscreen
Werden Presets genutzt, können eventuell einzelne Einstellungen nicht verändert werden. (©Youtube / Charlotte Maybury 2016)

6. Schärfe beim TV einstellen

Gerade bei LCD-Bildschirmen kann es vorkommen, dass das Bild sehr hart erscheint. In einigen Fällen sind um Objekte oder Personen bei Bewegungen sogar Schleier zu erkennen, gerade bei kontrastreichen Bildern kann dies zum Problem werden. Man spricht hier vom so genannten "Halo-Effekt". Besitzt das Gerät eine Einstellung zur "Dynamischen Schärfe", kann man diese eventuell etwas herunterregeln, um den Heiligenschein zu verringern. Ansonsten kann auch schon das Reduzieren der Schärfe etwas Abhilfe schaffen. Wirkt das Bild andererseits zu weich, solltest Du nachsehen, ob Dein Fernseher eine Funktion namens "Dynamische Rauschunterdrückung" besitzt. Schalte diese ab, damit das Signal nicht zu sehr verändert wird.

7. 100-Herz-Technik

Wirkt das Bild bei einem Film nicht wie eine aufwendige Kinoproduktion, sondern eher wie eine billig gefilmte Soap-Opera im TV? Versuche, die 100-Herz-Funktion in den Fernseher-Einstellungen herunterzuregeln. Dieses Feature kann bei schlechterem Filmmaterial auch zur Folge haben, dass Konturen übertrieben betont werden und das Bild dadurch nicht mehr optimal dargestellt wird. Hier sollte man je nach Sendung oder Film ausprobieren, was am besten gefällt.

Neueste Artikel zum Thema

close
Bitte Suchbegriff eingeben