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Der Herr der Filme: 12 Werke von Fantasy-Visionär Peter Jackson

Zu Besuch im Auenland: Peter Jackson hat mit der "Herr der Ringe"-Saga das Fantasy-Genre geprägt wie kein anderer.
Zu Besuch im Auenland: Peter Jackson hat mit der "Herr der Ringe"-Saga das Fantasy-Genre geprägt wie kein anderer.

Mit seiner "Der Herr der Ringe"-Trilogie hat Peter Jackson Filmgeschichte geschrieben. Der Neuseeländer kann aber viel mehr als High Fantasy. Wir werfen einen Blick zurück auf seine Anfänge und verraten Dir, wie es nach Abschluss der Tolkien-Saga bei ihm weiterging. Wir berücksichtigen nur seine Regiearbeiten, als Produzent war Jackson in vielen weiteren Projekten involviert. 

"Braindead" (1992)

Peter Jacksons Anfänge als Filmemacher sind blutig. Auf seinen Splatter-Erstling "Bad Taste" von 1987 folgt "Braindead", auch unter dem Titel "Dead Alive" bekannt. In der Horror-Komödie verbreitet eine Kreuzung auf Ratte und Affe ein Virus, dass die Menschen in Zombies verwandelt. Höhepunkt des Films ist die Szene, in der die Hauptfigur Lionel eine Horde von Untoten mit einem Rasenmäher niedermäht – mehr Splatter geht nicht!

Die blutrünstige Horror-Persiflage genießt unter Fans Kultstatus, die ungeschnittene Fassung steht in Deutschland allerdings auf dem Index.

"Heavenly Creatures" (1994)

1994 ist Peter Jackson noch relativ unbekannt, und auch bis zu Kate Winslets Durchbruch mit "Titanic" dauert es noch drei Jahre. Mit "Heavenly Creatures" machen die beiden erstmals im größeren Rahmen auf sich aufmerksam. In dem auf wahren Begebenheiten beruhenden Film wollen die Teenager Pauline (Melanie Lynskey) und Juliet (Winslet) Paulines Mutter töten, da sie die intensive Freundschaft der Mädchen gefährdet.

Kate Winslet und Melanie Lynskey ("Two and a Half Men") feieren in "Heavenly Creatures" ihr Spielfilmdebüt, Peter Jackson wird für sein Drehbuch für den Oscar nominiert.

"The Frighteners" (1996)

Mit "The Frighteners" bleibt Jackson dem Horror-Genre treu, schraubt das Ganze jedoch auf Mainstream-Maß hinunter. Der Film dreht sich um den Witwer Frank Bannister (Michael J. Fox), der nach dem Tod seiner Frau Geister sehen kann und sich im Städtchen Fairwater als Geisterjäger verdingt. Was niemand weiß: Er steckt mit den ungebetenen untoten Gästen unter einer Decke. Als Bannisters falsches Spiel auffliegt und auch noch der Sensenmann höchstpersönlich auftaucht, wird der Jäger wird selbst zum Gejagten.

"Der Herr der Ringe"-Trilogie (2001 - 2003)

Müssen wir noch darüber reden? J.R.R. Tolkiens "Der Herr der Ringe"-Trilogie gilt als unverfilmbar, Peter Jackson wagt sich an die Herkulesaufgabe – und geht in die Filmgeschichte ein. Obendrein macht er mit den atemberaubenden Drehorten gehörig Werbung für seine Heimat Neuseeland. Die epische Sage spielt knapp drei Milliarden US-Dollar ein und wird für 30 Oscars nominiert, 17 erhält sie schließlich.

"King Kong" (2005)

Nach Elben, Zwergen und Orks in "Der Herr der Ringe"-Trilogie nimmt sich Jackson 2005 einer weiteren sagenhaften Figur an. "King Kong" von 2005 ist eine Herzensangelegenheit für Jackson: "King Kong und die weiße Frau" von 1933 hat ihn dazu inspiriert, Filmemacher zu werden. Da ist es nicht verwunderlich, dass sein "King Kong" eine Hommage an den Klassiker ist – gewürzt mit spektakulären Actionszenen.

"In meinem Himmel" (2009)

Jackson kann auch im dramatischen Fach bestehen, das beweist er mit der Romanadaption "In meinem Himmel". Ganz ohne Fantasy geht es aber nicht: Im Mittelpunkt steht die 14-jährige Susie Salmon (Saoirse Ronan), die nach ihrem tragischen Tod in einer Zwischenwelt gefangen ist. Der Mann, der sie getötet, nimmt derweil ihre Schwester ins Visier. Susie unternimmt alles, um ihn zu stoppen.

"Der Hobbit"-Trilogie" (2012 - 2014)

Was tut ein Regisseur, der nicht genug von "Der Herr der Ringe" bekommt? Er verfilmt die Vorgeschichte "Der Hobbit" und bauscht das eher schmale Kinderbuch auf drei Filme auf. Der erneute Ausflug nach Mittelerde ist schön, ohne Frage. Doch das Abenteuer rund um Frodos Onkel Bilbo (Martin Freeman), der dem Drachen Smaug den Zwergenschatz abspenstig machen will, wirkt wie ein müder Abklatsch der "Herr der Ringe"-Trilogie. Schade!

"They Shall Not Grow Old" (2018)

Der bis dato jüngste Film von Peter Jackson läuft 2018 im Kino – und ist ein Dokumentarfilm, den der Filmemacher seinem Großvater widmet. "They Shall Not Grow Old" zeigt den Ersten Weltkrieg wie nie zuvor: Jackson und sein Team haben historische Archivaufnahmen aufwendig restauriert, koloriert und in 3D umgewandelt. Der Zuschauer bekommt den Schrecken des Grabenkrieges hautnah und in ungekannter Intensität zu spüren.

Ausblick

  • Noch titellose Dokumentation über die Beatles (Doku; Kinostart unbekannt)
  • Sequel zu "Die Abenteuer von Tim und Struppi" (Animationsfilm; Kinostart unbekannt)

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