menu

"Der Prinz von Bel-Air": So ging's für die Darsteller weiter

"Now, this is a story all about how my life got flipped-turned upside down" – das Intro zu "Der Prinz von Bel-Air" ist ein Ohrwurm!
"Now, this is a story all about how my life got flipped-turned upside down" – das Intro zu "Der Prinz von Bel-Air" ist ein Ohrwurm!

Kaum zu glauben, aber wahr: Es ist fast 30 Jahre her, dass "Der Prinz von Bel-Air" TV-Premiere feierte. Die Serie um Hauptfigur Will Smith entführte uns von den Straßen Philadelphias ins Nobelviertel von Los Angeles. Von 1990 bis 1996 amüsierten wir uns in sechs Staffeln darüber, wie der Fresh Prince seine reichen und konservativen Verwandten aufmischt. Was aus den Darstellern der Sitcom geworden ist, erfährst Du hier.

Will Smith als Will Smith

Bei "Der Prinz von Bel-Air": 1990 - 1996

In der Serie: Das Herz der Sitcom mit ihrem rein afroamerikanischen Cast ist ganz klar Will Smith, dessen Rollenname irritierenderweise seinem echten Namen entspricht. Nachdem er Ärger in seiner Heimat Philadelphia hat, schickt ihn seine alleinerziehende Mutter zu ihrer reichen Schwester Vivian Banks nach L.A. Bei ihrer Familie stößt Will mit seinem Straßenslang und der direkten Art auf Ablehnung. Mit seinem Humor zieht er allerdings nach und nach die gesamte Verwandtschaft auf seine Seite.

Und heute: Über das, was Will Smith heutzutage treibt, müssen wir nicht viele Worte verlieren. "Der Prinz von Bel-Air" war sein Sprungbrett für eine internationale Schauspielkarriere. Hauptrollen in "Independence Day" (1996) und "Men in Black" (1997) machten ihn schnell zum Star. Für "Ali" (2002) und "Das Streben nach Glück" (2006) wurde er für den Oscar nominiert, ging aber leer aus. Aktuell ist Smith in Ang Lees Sci-Fi-Drama "Gemini Man" im Kino zu sehen.

James Avery als Phil Banks

Bei "Der Prinz von Bel-Air": 1990 - 1996

In der Serie: Familienoberhaupt Philip "Phil" Banks (James Avery) ist erfolgreicher Anwalt und später Oberster Richter, ermöglicht seiner Familie ein Luxusleben. Nach außen wirkt er streng und aufbrausend, doch Phil ist ein liebevoller Familienvater. Mit Will gibt es zu Beginn viel Reibung, mit der Zeit raufen sich die beiden jedoch zusammen.

Und heute: James Avery ist leider Ende 2013 nach Komplikationen infolge einer Herzoperation gestorben. Der beliebte TV-Darsteller war in seiner Karriere in knapp 180 Produktionen zu sehen. Das Highlight seiner beruflichen Laufbahn blieb aber seine Rolle in "Der Prinz von Bel-Air". TV Guide wählte Phil Banks zu einem der 50 besten TV-Väter aller Zeiten.

Janet Hubert als Vivian Banks

Bei "Der Prinz von Bel-Air": 1990 - 1993

In der Serie: Wills Tante Vivian (Janet Hubert) ist eine starke, unabhängige Frau, die nur das Beste für ihre Familie möchte. Obwohl sie aus einfachen Verhältnissen stammt, hat sie es dank ihrer Intelligenz und Willenskraft zur Professorin für Literaturgeschichte gebracht. Ihren Schwestern, darunter Wills Mutter, steht sie sehr nahe.

Janet Hubert musste die Rolle der Tante Vivian nach Staffel 3 abgeben. Der Grund: Mit ihrer Schwangerschaft verstieß die Schauspielerin gegen die Vertragsauflagen. Die Schwangerschaft wurde zwar in die Serie eingebaut (Baby Nicky kam zur Welt), Hubert musste dennoch gehen. Gerüchteweise hatte es auch damit zu tun , dass sie mit Will Smith aneinander geriet.

Und heute: Die Schauspielerin blieb dem Serienbusiness erhalten, konnte aber nie wieder an den Erfolg von "Der Prinz von Bel-Air" anknüpfen. Neben längeren Verpflichtungen für die Serien "Liebe, Lüge, Leidenschaft" und "General Hospital" war Hubert in Gastrollen bei "Friends" und den "Gilmore Girls" zu sehen.

Daphne Maxwell Reid als Vivian Banks

Bei "Der Prinz von Bel-Air": 1993 - 1996

In der Serie: Von Staffel 4 bis zum Ende der Serie übernahm Daphne Maxwell Reid die Rolle von Tante Vivian. Sie unterschied sich nicht nur optisch von ihrer Vorgängerin: Reids Tante Vivian ist sehr viel sanfter und häuslicher als Huberts Interpretation der Banks-Mutter.

Und heute: Hierzulande mag es wenig bekannt sein, doch Reid war die erste afroamerikanische Frau auf dem Cover der Frauenzeitschrift "Glamour". Das Highlight ihrer Schauspielkarriere war ganz klar ihre Rolle in "Der Prinz von Bel-Air", nach dem Ende der Serie hatte sie noch Auftritte in den Serien "Ein schrecklich nettes Haus" und "Crossing Jordan: Pathologin mit Profil".

Karyn Parsons als Hilary Banks

Bei "Der Prinz von Bel-Air": 1990 - 1996

In der Serie: Hilary (Karyn Parsons) ist die älteste Tochter der Banks und vermutlich auch der verwöhnteste Spross der Familie. Die junge Frau hat nur ihr Aussehen und schicke Kleidung im Kopf. Mit geistigen Glanzleistungen wie ihre Eltern kann sie nicht glänzen. Hilary wird im Laufe der Serie zum Star ihrer eigenen Talkshow und zieht nach New York.

Und heute: Nach dem Ende von "Der Prinz von Bel-Air" bekam Karyn Parsons mit "Lush Life" 1996 ihre eigene Serie, die jedoch nach nur einer Staffel eingestellt wurde. Um die Jahrtausendwende wechselten sich Auftritte in Serien wie "Melrose Place" und "The Job" mit Rollen in Filmen ab. Bei den Dreharbeiten zu "13 Moons" lernte Parsons 2002 ihren späteren Ehemann kennen, den Regisseur Alexandre Rockwell. Das Paar hat zwei Kinder. Mit "How High The Moon" veröffentlichte Parsons kürzlich ihr erstes Kinderbuch.

Alfonso Ribeiro als Carlton Banks

Bei "Der Prinz von Bel-Air": 1990 - 1996

In der Serie: Charlton (Alfonso Ribeiro) könnte sich kaum stärker von seinem Cousin Will unterscheiden. Der Teenager ist ein nerviger Streber mit Vorliebe für den konservativen Lifestyle der intellektuellen Oberschicht – mit Button-down-Hemd, Blazer und Siegelring. Sein größter Wunsch ist es, wie sein Vater an der Princeton University zu studieren. Will macht sich ständig über seinen Cousin lustig, die beiden raufen sich im Laufe der Serie jedoch zusammen.

Und heute: Alfonso Ribeiro ist wie viele seiner "Prinz von Bel-Air"-Kollegen dem Serienformat treu geblieben. Sowohl vor als auch hinter der Kamera. Als Darsteller war er Ende der 1990er-Jahre unter anderem in der Serie "Ein schrecklich nettes Haus" zu sehen. Zudem führte der versierte Tänzer bei der Disney-Serie "Shake It Up! – Tanzen ist alles" Regie. Und in Staffel 19 der US-Tanzshow "Dancing with the Stars" schwofte sich Ribeiro zum Sieg.

Tatyana Ali als Ashley Banks

Bei "Der Prinz von Bel-Air": 1990 - 1996

In der Serie: Als Will zur Banks-Familie stößt, gerät Nesthäkchen Ashley (Tatyana Ali) am stärksten unter den Einfluss ihres Cousins – sehr zum Unmut ihres Vaters. Doch das fröhliche Mädchen rebelliert zunehmend gegen die ihr zugewiesene Rolle als brave Tochter. Als Erwachsene versucht sich Ashley dann als Sängerin und Model und zieht schließlich nach New York.

Und heute: Wie Serien-Ashley hat auch Tatyana Ali musikalische Ambitionen. Ihr von Will Smith produziertes Debütalbum "Kiss the Sky" erlangte 1999 Goldstatus. Dem Serienbusiness ist sie aber treu geblieben. Ali übernahm unter anderem in der US-Seifenoper "Schatten der Leidenschaft" und der Comedy "Love That Girl!" feste Rollen. Außerdem ist sie in diversen Weihnachts-TV-Filmen wie "The Christmas Hotel" zu sehen. Mit Ehemann Vaughn Raspberry erwartet sie derzeit ihr zweites Kind.

Ross Bagley als Nicky Banks

Bei "Der Prinz von Bel-Air": 1994 - 1996

In der Serie: Nicky, der kleine Bruder von Hilary, Carlton und Ashley, wird erst am Ende von Staffel 3 geboren und ab der fünften Season von Ross Bagley verkörpert. Er spielt der Familie gern Streiche – mit Unterstützung seines Cousins Will.

Und heute: Der Dreikäsehoch von damals ist längt erwachsen geworden und hat dem Filmbusiness mittlerweile den Rücken gekehrt. Nach einem Auftritt an der Seite von Serienkollege Will Smith in "Independence Day" 1996 folgten Darbietungen in TV-Serien wie "Providence" und "Für alle Fälle Amy" um die Jahrtausendwende. Ab 2015 war Bagley nur noch in B-Movies wie dem Horrorfilm "Gnome Alone – Gartenzwerg des Grauens" (2015) zu sehen. Mittlerweile ist er Immobilienmakler und hat einen Sohn.

Joseph Marcell als Geoffrey Butler

Bei "Der Prinz von Bel-Air": 1990 - 1996

In der Serie: Ohne ihren Butler Geoffrey (Joseph Marcell) ist Familie Banks aufgeschmissen. Der britischer Bedienstete sorgt für das Wohlbefinden der Familie – vom Kochen bis zum Wäschewaschen. Dabei kann sich Geoffrey, der mit Nachnamen tatsächlich Butler heißt, mit seinem typisch trockenen Humor so manchen Spruch nicht verkneifen.

Und heute: Joseph Marcell ist ein britischer Schauspieler mit karibischen Wurzeln. Das Mitglied der Royal Shakespeare Company spielte in "Othello" und "Ein Sommernachtstraum" mit, außerdem in britischen Serien wie "EastEnders" und "Death in Paradise". Zuletzt gehörte Marcell zur Besetzung des Netflix-Films "Der Junge, der den Wind einfing".

DJ Jazzy Jeff als Jazz

Bei "Der Prinz von Bel-Air": 1990 - 1996

In der Serie: Jazz ist ab Folge 2 von "Der Prinz von Bel-Air" als Wills bester Freund zu sehen. Er versucht wiederholt, bei Wills Cousine Hilary zu landen, was leider nicht klappt. Als Running Gag wird er wiederholt von Onkel Phil aus dem Haus geschmissen, der den Musiker nicht leiden kann.

Und heute: DJ Jazzy Jeff war ein Teil des Hip-Hop-Duos DJ Jazzy Jeff & the Fresh Prince aus Philadelphia. Nach seinen schauspielerischen Gigs in "Der Prinz von Bel-Air" konzentrierte er sich auf seine Musikkarriere. Jazzy Jeff wirkte an den Alben an Will Smith mit und war maßgeblich an der Entwicklung des Neo-Soul beteiligt – ein Subgenre der Soulmusik, das zur Jahrtausendwende sehr populär war. 2017 traten er und Will Smith auf Festivals in Kroatien und England auf.

Kommentar schreiben
Relevante Themen:

Neueste Artikel zum Thema Sitcom

close
Bitte Suchbegriff eingeben