Topliste

Diese 5 Rock- und Metalacts haben die meisten Alben produziert

Kaum jemand hat so viele Alben veröffentlicht wie Musik-Visionär Frank Zappa. Wie gesagt: KAUM jemand...
Kaum jemand hat so viele Alben veröffentlicht wie Musik-Visionär Frank Zappa. Wie gesagt: KAUM jemand... (©picture alliance / Photoshot 2016)

Alle paar Jahre ein Album herauszubringen, gehört im Rock und Metal zum guten Ton. Manche Acts sind dabei derart produktiv oder schon so lange im Geschäft, dass sie mit ihren Alben ganze CD-Regale allein füllen könnten. Hier sind die fünf Spitzenreiter mit den meisten Studioplatten.

Platz 5: Motörhead – 22 Alben

Motörhead sind eine Institution. WIE groß die Bedeutung von Motörhead für viele Menschen ist, konnte man auf tragische Weise miterleben, als am 28.12.2015 der Tod des Frontmanns und Gründungsmitglieds Lemmy Kilmister bekannt wurde. Die Anteilnahme in den Medien und sozialen Netzwerken war überwältigend und zeigte, dass mit dem kettenrauchenden Sänger und Bassisten ein wirklich Großer von uns gegangen war. Auch wenn die kommerziell erfolgreichste Phase der Band zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als 30 Jahre zurücklag und Motörhead nie wirklich im Mainstream angekommen waren – Lemmys Texte, sein unverkennbarer, dreckiger Gesang, der matschige Bass und eine Art von Lautheit, die nur Motörhead beherrschte, beeinflussten Generationen von späteren Metal- und Rockbands und legten den Grundstein für ganze Subgenres des Heavy Metal. Als besonders wegweisend gelten "Overkill" (1979), auf dem das erste Mal überhaupt die für das Metal-Genre so prägende doppelte Bassdrum zu hören war, sowie "Ace of Spades" aus dem Jahr 1980, das von vielen Experten als eines der wichtigsten Alben der Rockgeschichte bezeichnet wird.

Platz 4: The Rolling Stones – 24 Alben

In den 1960er-Jahren gab es unter Musikfans nur eine Frage: Beatles oder Stones? Und während die Beatles in der Kategorie "Verkaufte Tonträger" eindeutig gewonnen haben (nach Schätzungen der Plattenfirmen 1 Milliarde vs. 250 Millionen), konnten die Stones das Rennen um die meisten Studioalben für sich entscheiden (13 vs. 24). Dass das ziemlich einfach ist, wenn die eine Band (The Beatles) sich 1970 aufgelöst hat, während die andere (The Rolling Stones) heute noch um den Globus tourt und Alben produziert, mag ein Argument für das McCartney-&-Lennon-Lager sein, aber Jagger-&-Richards-Fans lieben ihre Band nicht nur trotz ihres Alters, sondern gerade weil sie entgegen der Lebenserwartung eines Lifestyles mit den Zutaten Sex, Drugs & Rock 'n' Roll heute noch unerschütterlich auf der Bühne und im Studio stehen. Und dass die Stones wie kaum eine zweite Band die Geschichte des Rock geprägt haben, muss man eigentlich niemandem mehr erklären.

Platz 3: Hawkwind – 29 Alben

Die Band Hawkwind mag zwar nur echten Kennern des Spacerock ein Begriff sein, aber ihre musikalische Bedeutung ist weit größer, als ihr Nischendasein zunächst vermuten lässt. Was die wenigsten wissen: Bevor der bereits erwähnte Lemmy Kilmister Motörhead gründete, war er von 1971 bis 1975 Bassist bei Hawkwind. Das letzte Lied, das er für Hawkwind schrieb, hieß "Motörhead" – und war zugleich Namensgeber für Band, Debutalbum und den ersten Song von Lemmys Motörhead. (Zum Vergleich: hier die Hawkwindversion und hier die Motörheadversion anhören.) Aber auch abseits dieser kuriosen Anekdote haben die Begründer des Spacerock einiges zu bieten. Wer einmal ein Hawkwindkonzert besucht hat, wird die psychedelische Erfahrung eines solchen Gigs mit seinen Trance-artigen Soundkulissen, Licht- und Bühneneffekten noch seinen Enkeln weitererzählen. Ab und zu steht Hawkwind-Gründungsmitglied Dave Brock, mittlerweile 75 Jahre alt, noch heute mit wechselnder Besetzung auf der Bühne und verdreht seinem Publikum die Gehirnwindungen. Solltest Du die selten gewordene Gelegenheit bekommen, Hawkwind noch einmal live zu erleben, lautet der Rat: Geh hin!

Platz 2: Frank Zappa – 107 Alben

Selbst, wenn man in diese Wertung nur die Alben mit einbezieht, die Frank Zappa zu seinen Lebzeiten (1940 bis 1993) veröffentlicht hat, landet der in jeder Hinsicht spezielle Rockpoet mit 62 Alben verdient auf Platz 2 dieser Liste. Hinzukommen – aktuell – 45 weitere posthum veröffentlichte Alben, sodass wir auf eine Gesamtsumme von 107 kommen. Ein Ende ist nicht in Sicht: Noch für den November 2016 sind zwei weitere Releases angekündigt. Grund ist der enorme Output, den Zappa hatte. Seine Erben und seine Plattenfirma Universal verfügen einfach über so viel aufgenommenes, sendefähiges Material, dass sie kurzerhand beschlossen, regelmäßig weitere Alben zu veröffentlichen. Ebenfalls nach seinem Tod wurde er in die "Rock and Roll Hall of Fame" aufgenommen (1995), erhielt den "Grammy Lifetime Achievement Award" (1997) und wurde vom Rolling Stone Magazin sowohl in die Liste der "100 größten Künstler aller Zeiten" (2004, Platz 71) sowie der "100 besten Gitarristen aller Zeiten" (2011, Platz 22) aufgenommen. Das sind ohne Zweifel ziemlich viele Superlative. Aber selbst die beeindruckende Zahl von 107 Studioalben wird von unserem ersten Platz noch um ein Vielfaches überboten.

Platz 1: Buckethead – 259 Alben

259 Studioalben in 16 Jahren. Das sind im Schnitt mehr als 16 Alben pro Jahr, also mehr als ein Album pro Monat (!). Das ist die unglaubliche Bestmarke, die wir für dieses Ranking ermitteln konnten. Verantwortlich für diesen schier unglaublichen kreativen Output ist ein Mann, der sich selbst "Buckethead" nennt und mit bürgerlichem Namen Brian Patrick Carroll heißt. Er gilt als einer der schnellsten Gitarristen der Welt und produziert mit seinen Endlossoli eine Mischung aus Speed Metal, Techno und Jazz. Klingt unglaublich, ist es auch. Am besten schaust und hörst Du es Dir selbst an:

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