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Diese 5 TV-Serien wurden viel zu früh abgesetzt

Einige Serien hätten trotz mäßiger Quoten noch ein paar Folgen verdient gehabt.
Einige Serien hätten trotz mäßiger Quoten noch ein paar Folgen verdient gehabt. (©Twitter/TheRealRageBear 2016)

Plötzlich abgesetzt: Viele Serien schaffen es einfach nicht langfristig zu begeistern. Die eine oder andere Staffel hätte man manchen TV-Geschichten jedoch ruhig noch geben können, bevor sie auf den Quotenfriedhof geschickt wurden.

Als Erzählform ist die Serie heute beliebt wie nie, im Staffelformat lassen sich tiefe Charaktere und komplexe Geschichten teilweise viel besser inszenieren als in 90 Minuten Kinofilm. Allerdings müssen sich Produzenten und Schauspieler auch durchgehend anhand von Einschaltquoten beurteilen lassen – nicht selten werden Serien bei Misserfolg kurzfristig abgesetzt. Als Fan steht man dann ganz plötzlich auf dem Schlauch: Cliffhanger werden nicht aufgelöst oder die Story einfach lieblos abgewürgt. Wir zeigen Dir fünf Serien, die noch die eine oder andere Staffel verdient gehabt hätten...

1. "FlashForward"

Diese Mystery-Serie wurde ursprünglich als Nachfolger der Erfolgs-Show "Lost" beworben: Nachdem die gesamte Menschheit während eines kollektiven, zweiminütigen Blackouts einen Blick in die Zukunft werfen durfte, ist das Chaos ausgebrochen: 20 Millionen Menschen sterben durch Unfälle während der Massen-Ohnmacht, die übrige Bevölkerung zerbricht an den psychologischen Folgen des Ereignisses. Die Serie begleitet einen FBI-Agenten, der das Mysterium aufklären will und dabei eine Verschwörung aufdeckt. Allerdings wurde nie aufgeklärt, was des Rätsels Lösung ist, da das Projekt schon nach einer Staffel wegen schwindender Quoten eingestellt wurde – ein bekanntes Problem bei Serien mit durchgehender Story.

2. "Deadwood"

Im kleinen Örtchen Deadwood mitten im Wilden Westen mischen sich Historie und Fiktion – Goldgräberstimmung, Intrigen und Gewalt bestimmen den Alltag in dieser spannenden Western-Serie, die mit zahlreichen Emmys und Golden Globes ausgezeichnet wurde. Als der Produzent hinter "Deadwood" sich jedoch anderen Projekten widmete, bedeutete das schon nach drei Staffeln das Ende. Ursprünglich sollte die Serie mit zwei abendfüllenden Bonusepisoden beendet werden, da die Kulissen jedoch verfrüht abgerissen wurden, entschied man sich schließlich doch dagegen.

3. "Firefly"

Serien-Kennern ist klar, dass "Firefly" in dieser Topliste nicht fehlen darf. Die Geschichten von Captain Malcolm Reynolds und seiner skurrilen Crew an Bord des Raumschiffs Serenity wuchsen seinen Fans durch eine gesunde Prise Humor und das einmalige Western-Setting schnell ans Herz. Der ausstrahlende Sender Fox war trotzdem unzufrieden, stritt sich mit den Produzenten und setzte die Serie nach nur einer Staffel wieder ab. Erst durch beeindruckende DVD-Verkäufe erwirkten die Fans schließlich die Fortsetzung in Form eines Kinofilms mit dem Titel "Serenity".

4. "V – Die Besucher"

Für ein Remake eignete sich "V – Die außerirdischen Besucher" eigentlich perfekt. Schon 1983 konnte die Serie einen gewissen Kultstatus erreichen. Sie verband eine Science Fiction-Story über eine Alien-Invasion mit gewissen Grusel-Elementen. Mit Morena Baccarin ("Homeland", "Deadpool") in der Hauptrolle sollte eine spannende Neufassung entstehen, in der Außerirdische die Welt unter Vortäuschung guter Absichten unterjochen. Leider waren die Quoten äußerst mäßig und nach einer gekürzten, zweiten Staffel weilten die Besucher schließlich nicht länger unter uns. Leider wurden viele Cliffhanger der düsteren Story nicht aufgeklärt und niemand erfuhr, ob die Aliens am Ende wirklich gewinnen würden.

5. "Dead like me – So gut wie tot"

Mit "Dead like me" wagte sich der Sender Showtime an ein verhältnismäßig mutiges Konzept: In der Comedy-Serie geht es um die planlose College-Abbrecherin Georgia, welche auf offener Straße von einem aus der Raumstation Mir abgestürzten Toilettensitz erschlagen wird. In ihrem Leben nach dem Tod gehört sie einer eigenartigen Gruppe an, die die Seelen von Verstorbenen ins Reich der Toten führen muss, und gewinnt dabei die eine oder andere späte Selbsterkenntnis. Serienschöpfer Bryan Fuller ("Pushing Daisies", "Hannibal") verließ das anfangs erfolgreiche Projekt wegen "kreativer Differenzen" jedoch schon nach fünf Folgen, nach zwei unterhaltsamen Staffeln musste dann auch der Rest der Crew gehen. Fünf Jahre später erschien zur Freude der Fans aber tatsächlich noch ein Fernsehfilm zur Serie, welcher einen Großteil der Besetzung wieder vereinte.

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