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Diese 6 Blockbuster sind leider niemals fertig geworden

Fast wären R2-D2 und C-3PO in "Star Wars: Droids" alleine auf die Reise gegangen.
Fast wären R2-D2 und C-3PO in "Star Wars: Droids" alleine auf die Reise gegangen. (©picture alliance / ZUMAPRESS.com 2016)

"Star Wars: Episode VIII", "Avatar 2", "Avengers 3": Bei manchen Filmen ist schon vorher klar, dass sie echte Blockbuster mit weltweiten Top-Umsätzen werden. Umso merkwürdiger ist es, wenn diese Filme aus den unerfindlichsten Gründen in der Planungsphase abgesägt und nicht gedreht werden. Die sechs spektakulärsten Film-Fails, die den Studios wohl viel Geld gebracht hätten, stellen wir Dir hier vor.

1. "Night Skies"

 Viele Ideen von "Night Skies" stecken in "E.T.". fullscreen
Viele Ideen von "Night Skies" stecken in "E.T.". (©Facebook / E.T.TheMovie 2016)

Meisterregisseur Steven Spielberg schuf mit seinen Science-Fiction-Filmen "Die unheimliche Begegnung der dritten Art" (1977) und "E.T." (1982) nicht nur zwei Klassiker des Genres, sondern auch zwei der erfolgreichsten Filme aller Zeiten. Anfang der 1980er Jahre, noch vor "E.T.", arbeitete Spielberg konsequenterweise noch an einem dritten Alien-Projekt namens "Night Skies" – dieses kam allerdings nie zustande.

Vom Tonfall her würde sich "Night Skies" vom realistisch anmutenden Drama "Die unheimliche Begegnung der dritten Art" und dem späteren, familienfreundlichen "E.T." unterscheiden. Spielberg plante laut dem Entertainment-Portal What Culture, aus "Night Skies" einen echten Horrorschocker zu machen – eine Art "Der weiße Hai" im Weltraum. Einige Ideen aus dem gestrichenen Filmprojekt wurden dann bei "E.T." und dem von Spielberg produzierten "Poltergeist" eingebracht. Dennoch besteht kaum ein Zweifel daran, dass Steven Spielberg mit "Night Skies" einen weiteren mega-erfolgreichen Genrehit in die Welt gesetzt hätte.

2. "Shrek 5"

 Fast hätte es einen fünften Teil der "Shrek"-Reihe gegeben. fullscreen
Fast hätte es einen fünften Teil der "Shrek"-Reihe gegeben. (©Facebook / ShrekDEU 2016)

Sequels von erfolgreichen Filmen scheinen seit Jahren Hollywoods bevorzugte Einnahmequelle zu sein. Besonders kreativ ist das nicht immer, aber die Kasse klingelt doch regelmäßig. Gerade die "Shrek"-Reihe (2001-2010) entpuppte sich hier als echter Glücksgriff. Auch wenn die Teile drei und vier jeweils "nur" noch etwa 750 Millionen US-Dollar einspielten, wäre durchaus absehbar, dass ein fünfter Teil auf jeden Fall einige Hundert Millionen einbringen würde.

2013 war es eigentlich so weit. Selbst Eddie Murphy, der im englischen Original die Stimme des Quasselstrippen-Esels spricht, verkündete, dass es einen fünften Teil geben werde. Doch es kam nicht dazu. Die Gründe, die zur Streichung des Projekts führten, sind unbekannt. Aber sie müssen so gewichtig gewesen sein, dass die Beteiligten der Produktionsfirma Dreamworks auf etliche Millionen verzichteten.

3. "Forrest Gump 2" ("Gump & Co.")

 Tom Hanks hatte keine Lust auf eine Fortsetzung von "Forrest Gump". fullscreen
Tom Hanks hatte keine Lust auf eine Fortsetzung von "Forrest Gump". (©Facebook / ForrestGump 2016)

"Forrest Gump" nach dem Roman von Winston Groom und unter der Regie von Robert Zemeckis aus dem Jahr 1994 war seinerzeit einer der größten Filmerfolge und bescherte Tom Hanks einen Oscar für die beste männliche Hauptrolle. Die Dramödie um den etwas zurückgebliebenen Forrest Gump, der dennoch bei allen wichtigen historischen Ereignissen seine Finger beziehungsweise Laufbeine im Spiel hatte, hat bis heute rund 610 Millionen Euro eingespielt. Kein Wunder, dass die Macher über ein Sequel nachdachten.

Mit "Gump & Co." gab es sogar eine literarische Vorlage von Winston Groom, in der es darum geht, dass Forrest Gump seine Shrimp-Fabrik vor dem Ruin rettet. Tom Hanks hatte allerdings keine Lust auf das Projekt – und wohl auch nicht auf die Millionen – und widmete sich lieber anderen Filmvorhaben.

4. "Star Wars: Droids"

 Ein ganzer Film wurde es nicht, dafür entstand aus George Lucas' Idee zu "Star Wars: Droids" immerhin noch eine Cartoonserie im typischen 1980er-Stil. fullscreen
Ein ganzer Film wurde es nicht, dafür entstand aus George Lucas' Idee zu "Star Wars: Droids" immerhin noch eine Cartoonserie im typischen 1980er-Stil. (©YouTube/xexyz 2016)

Ganze 16 Jahre mussten "Star Wars"-Fans nach "Die Rückkehr der Jedi Ritter" von 1983 auf das Prequel "Die dunkle Bedrohung" von 1999 warten. Doch eigentlich hatte Schöpfer George Lucas noch ein blechernes Spin-off geplant, das die Wartezeit versüßen sollte. In "Star Wars: Droids" (1985/86) sollten die beliebten Droiden C-3PO and R2-D2 im Zentrum der Handlung stehen. Der Film wurde nicht realisiert, stattdessen gab es eine Zeichentrickserie, die in den USA unter dem Originaltitel lief. In Deutschland kam die Serie unter dem ziemlich drolligen Titel "Freunde im All" heraus.

5. "Der Pate IV"

 Al Pacino spielt Gangster-Boss Michael Corleone in den ersten drei Teilen von "Der Pate". fullscreen
Al Pacino spielt Gangster-Boss Michael Corleone in den ersten drei Teilen von "Der Pate". (©Facebook / thegodfather 2016)

Aller guten Dinge sind drei? Pustekuchen, dachte sich Francis Ford Coppola nach dem dritten Teil der millionenschweren "Der Pate"-Saga (1972-1990) um den Mafiaclan der Corleones. Coppola wolllte einen vierten Teil drehen, in dem Vincent, gespielt von Andy Garcia, zum Oberhaupt jener Familie aufsteigt, deren Angebote man niemals ablehnen sollte. Doch das Projekt kam nicht zustande, das Studio Paramount war laut MTV nicht interessiert an neuen Ideen von Coppola und dessen Coautor Mario Puzo – obwohl auch ein vierter Teil der düsteren Filmreihe sicher Millionen Zuschauer weltweit in die Kinos gelockt hätte.

6. "Newt"

 Eine Arbeitsskizze aus Pixars "Newt". fullscreen
Eine Arbeitsskizze aus Pixars "Newt". (©Facebook / DisneyPixar 2016)

Fast alles, was das Animationsstudio Pixar anfasst, wird zu Gold. "Toy Story" (1995) war nicht nur der erste komplett computeranimierte abendfüllende Spielfilm, sondern spielte auch über 300 Millionen Euro ein. Der dritte Teil der Reihe knackte sogar die Grenze von einer Milliarde Euro. Auch "Das große Krabbeln" (1998), "Die Monster AG" (2001) oder "Findet Nemo" (2003) waren große Erfolge.

Ein Projekt namens "Newt" ließ Pixar jedoch fallen, obwohl es alle Voraussetzungen für einen weiteren Millionenhit hatte. Hauptdarsteller in "Newt" war der letzte Wassermolch auf Erden, der sich mit dem letzten Molchweibchen zusammentun muss, um die Art zu retten. Der Plot schien Pixar allerdings zu nah an dem zeitgleich produzierten "Rio" (2011) von Dreamworks, in dem es um die letzten beiden Spix-Aras der Welt geht. Pixar stampfte "Newt" daraufhin ein.

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