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Diese 6 Ex-Filmstars feierten in TV-Serien ihr Comeback

Mit "Two and a Half Men" knüpfte Ashton Kutcher noch mal an seine früheren TV-Erfolge an.
Mit "Two and a Half Men" knüpfte Ashton Kutcher noch mal an seine früheren TV-Erfolge an. (©Facebook/TwoandaHalfMen 2016)

Es heißt, wir erleben gerade das "Goldene Zeitalter des Fernsehens". Zumindest diese sechs ehemaligen Hollywoodstars, die mit TV-Serien ihr großes Comeback als Schauspieler feierten, werden das ganz sicher bestätigen.

1. Kiefer Sutherland

 Kiefer Sutherland schwang sich in "24" zu neuen Höhen auf. fullscreen
Kiefer Sutherland schwang sich in "24" zu neuen Höhen auf. (©Facebook/24fox 2016)

Die späten 1980er und frühen 1990er waren für Kiefer Sutherland Jahre des Erfolgs. Mit "Stand by Me – Das Geheimnis eines Sommers" (1986), "The Lost Boys" (1987), "Young Guns" (1988) und "Flatliners – Heute ist ein schöner Tag zum Sterben" (1990) folgte für den Kanadier ein Erfolg auf den anderen. Er galt als eines der größten Talente Hollywoods. Der Abstieg kam erst privat, dann auch beruflich: Nachdem seine Beziehung mit Julia Roberts kurz vor der geplanten Hochzeit im Sommer 1991 in die Brüche ging, blieben ab Mitte der 90er auch die guten Rollenangebote aus. 2001 kam dann für alle überraschend die Rettung in Gestalt des Antiterroragenten Jack Bauer. Für dessen Darstellung in der Actionserie "24" bekam er zuerst den Golden Globe, dann den Emmy und schließlich stieg er mit 40 Millionen US-Dollar Gage für drei "24"-Staffeln zum bestbezahlten Seriendarsteller der damaligen Zeit auf.

2. Charlie Sheen

 Charlie Sheen verkörperte in "Two and a Half Men" vorrangig sich selbst. fullscreen
Charlie Sheen verkörperte in "Two and a Half Men" vorrangig sich selbst. (©Facebook/TwoandaHalfMen 2016)

Mit Filmen wie "Platoon" (1986) und "Wall Street" (1987) wurde Charlie Sheen zum Star. Als er 1991 in der Slapstick-Komödie "Hot Shots – Die Mutter aller Filme" mitspielte, fragten sich viele, was aus dem einst ernstzunehmenden Schauspieler geworden war. Dabei hatte ihm die Klamaukrolle des Chaospiloten Topper Harley ironischerweise den bis dato größten Ruhm beschert. Da ist es nur logisch, dass ausgerechnet eine Sitcom seine jahrelange Erfolgsdurststrecke beendete. In seiner Rolle des zockenden, trinkenden, zynischen Frauenhelden Charlie Harper in "Two and a Half Men" (2003 bis 2015) spielte Sheen vor allem sich selbst – und zwar so gut, dass die Welt ihm wieder einmal zu Füßen lag und er am Ende unglaubliche 1,25 Millionen US-Dollar pro Folge kassierte.

3. Ashton Kutcher

 Ashton Kutcher tat es Charlie Sheen gleich und startete bei "Two and a Half Men" noch einmal völlig neu durch. fullscreen
Ashton Kutcher tat es Charlie Sheen gleich und startete bei "Two and a Half Men" noch einmal völlig neu durch. (©Facebook/TwoandaHalfMen 2016)

Nach Charlie Sheens unrühmlichem Abgang bei "Two and a Half Men" blieb Showrunner Chuck Lorre seinem Castingrezept treu und engagierte gleich den nächsten gescheiterten Kinostar. Ashton Kutcher hatte seine Karriere zwar im Fernsehen bei der Comedyserie "Die wilden Siebziger" (1998 bis 2006) begonnen, wagte aber parallel mit Filmen wie "Ey Mann, wo is' mein Auto?" (2000) oder "Voll verheiratet" (2003) und später mit "Toy Boy" (2009) und "Freundschaft Plus" (2011) den Sprung auf die große Leinwand. Der Erfolg blieb jedoch aus. Als er 2011 schließlich mit einer Gage von 700.000 US-Dollar pro Episode die Nachfolge von Charlie Sheen antrat, war ihm das aber sicher herzlich egal.

4. Alec Baldwin

 Auch Alec Baldwin brauchte eine TV-Serie, um als Schauspieler noch mal von sich reden zu machen. fullscreen
Auch Alec Baldwin brauchte eine TV-Serie, um als Schauspieler noch mal von sich reden zu machen. (©Facebook/nbc30rock 2016)

Als Mitglied der Baldwin-Familie kann man gar nicht anders, als ins Filmbusiness einzusteigen. Genau wie seine Brüder William, Stephen und Daniel Baldwin wählte auch Alec, der älteste der vier Geschwister, den Weg nach Hollywood. Sein großer Durchbruch gelang ihm 1990 mit der Rolle des Jack Ryan in der Tom-Clancy-Verfilmung "Jagd auf Roter Oktober". Dass es danach aber nicht so recht mit dem Weltruhm weiterging, lag vor allem an ihm selbst: Er schlug große Rollenangebote leichtfertig aus, um sich seiner Broadwaykarriere und kleineren Charakterrollen zu widmen. Erst, als die ehemalige "Saturday Night Live"-Chefautorin Tina Fey ihn 2006 für ihre Comedy "30 Rock" (2006 bis 2013) auf die TV-Bildschirme brachte, hieß es wieder: "Ist das nicht einer dieser Baldwin-Brüder?" – "Ja, genau, aber der berühmte."

5. Viola Davis

 Wer war das noch mal? Das fragt sich seit "How to Get Away with Murder" bei Viola Davis wohl niemand mehr! fullscreen
Wer war das noch mal? Das fragt sich seit "How to Get Away with Murder" bei Viola Davis wohl niemand mehr! (©Facebook/HowToGetAwayWithMurder 2016)

Viola Davis war lange Zeit eine dieser Schauspielerinnen, die man zwar immer wieder sieht, aber nie ihren Namen kennt. In "Knight and Day" (2010) spielte sie an der Seite von Tom Cruise und Cameron Diaz, in "Eat, Pray, Love" (2010) gemeinsam mit Julia Roberts, Javier Bardem und James Franco. Der Höhepunkt ihrer Kinokarriere kam 2012 mit der Oscarnominierung für das Rassismusdrama "The Help" (2011). Und auch, wenn man bei einer solchen Filmografie nicht wirklich von einem Comeback, sondern eher von einem endgültigen Durchbruch sprechen sollte, ist es doch bemerkenswert, dass ihr größter Erfolg letztlich die TV-Serie "How to Get Away with Murder" (seit 2014) von Erfolgsproduzentin Shonda Rhimes ("Grey's Anatomy") war. Als erste afroamerikanische Darstellerin gewann Viola Davis 2015 dafür den Emmy in der Kategorie "Beste Hauptdarstellerin in einer Dramaserie" – und endlich kennt auch jeder ihren Namen.

6. Sarah Jessica Parker

 Auch Carrie Bradshaw ist ein Beweis dafür, dass einige Schauspieler erst im Fernsehen so richtig durchstarten. fullscreen
Auch Carrie Bradshaw ist ein Beweis dafür, dass einige Schauspieler erst im Fernsehen so richtig durchstarten. (©Facebook/sexandthecity 2016)

Für die meisten von uns ist Sarah Jessica Parker für alle Zeiten die New Yorker Stilikone Carrie Bradshaw aus "Sex and the City" (1998 bis 2004). Aber für Sarah Jessica Parker gab es auch ein Leben vor Miranda, Charlotte und Samantha. Bereits 1984 wurde sie für den Tanzfilm "Footloose" für den Young Artist Award als beste Nachwuchsschauspielerin nominiert. Es folgten viele kleinere Auftritte, unter anderem an der Seite von Steve Martin ("L.A. Story", 1991), Diane Keaton ("Der Club der Teufelinnen", 1996) oder Jack Nicholson ("Mars Attacks!", 1996). Als der Pay-TV-Sender HBO sie schließlich 1998 für die Rolle der Carrie Bradshaw engagierte, war das einstige Megatalent eigentlich schon abgeschrieben. Was dann passierte, ist Fernsehgeschichte.

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