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Diese 8 Filme sind naturwissenschaftlich totaler Quatsch

Blau am Arbeitsplatz: Jennifer Lawrence in ihrer Rolle als Mystique.
Blau am Arbeitsplatz: Jennifer Lawrence in ihrer Rolle als Mystique. (©Facebook/XmenMoviesGermany 2016)

Niemand hat etwas dagegen, wenn Filme hin und wieder unrealistisch sind – schließlich ist das sogar ihre Aufgabe: den Zuschauer kurzzeitig aus der Realität zu entführen. Es gibt allerdings Filme, die es so nie hätte geben dürfen – hätte mal jemand einen Gedanken an Physik und Co. verschwendet.

1. Indiana Jones, der Kühlschrank und die Atombombe

Indiana Jones steigt in "Das Königreich des Kristallschädels" in einen Kühlschrank, um einer Atomexplosion zu entgehen. Allein dieser Satz genügt eigentlich, um die Absurdität der Situation zu beschreiben. Denn da hilft auch der extra eingeblendete Vermerk "mit Bleieinlage" an der Kühlschranktür nicht: Niemand überlebt eine Atomexplosion in so geringer Entfernung – auch nicht im modernsten Kühlschrank.

2. Superman, die Zeit und die Welt

In "Superman: Der Film" aus dem Jahr 1978 beginnt ein verzweifelter Superman, wie ein Irrer entgegengesetzt zur Erdrotation um unseren blauen Planeten zu fliegen – mit dem Ziel, die Zeit zurückzudrehen und seine geliebte Lois Lane vor dem Tod zu bewahren. Tatsächlich beginnt die Erde, sich in die entgegengesetzte Richtung zu drehen – und mit ihr auch die Zeit. Das Problem an der ganzen Sache: Der Ablauf der Zeit hat absolut nichts mit der Rotation der Erde zu tun. Das Einzige, was Superman erreichen würde, wenn er die Erdkugel zur Kehrtwende zwingt, sind unvorstellbare Wetterkapriolen. Außerdem würden wohl eine Menge Dinge auf der Erde umfallen.

3. Will Smith, Vampirzombies und das Gegengift

Will Smith spielt in "I am Legend" Dr. Robert Neville, den letzten Überlebenden der typischen Virus-Apokalypse, die alle außer ihm in lichtscheue Monster verwandelt hat. Der Mediziner ist dabei, ein Gegengift zu entwickeln, mit dem er bereits verwandelte Individuen wieder zu Menschen machen will. Für seine Forschungen nutzt er sein eigenes Blut. Dumm nur, dass das Ganze so nicht funktionieren kann: Denn um auf diese Weise ein Gegengift zu entwickeln, müsste der gute Doktor selbst mit dem Virus infiziert sein.

4. Die Dinosaurier, der Bernstein und die Sache mit der DNA

In "Jurassic Park" wird die DNA einer in Bernstein eingeschlossenen Urzeitmücke dafür verwendet, um die Dinosaurier wieder zurück auf die Erde zu holen. Auf dieser Idee basieren quasi auch alle Fortsetzungen, die der Filmklassiker inzwischen hervorgebracht hat. Problem: Eine Urzeitmücke an sich kann unter Umständen 150 Millionen Jahre lang in Bernstein präserviert werden – ihre DNA allerdings nicht. Die hat nämlich nur eine Halbwertzeit von etwas mehr als 520 Jahren.

5. 2012, die Apokalypse und das Wasser

Es ist eine unglaublich beeindruckende und zugleich erschreckende Szene, wenn der Himalaya in "2012" von Wassermassen überrollt wird. Dieses Szenario soll das Resultat davon sein, dass die Polkappen schmelzen und es weltweit zu katastrophalen Überschwemmungen kommt. Der Haken an der ganzen Sache: Es gibt gar nicht genug Wasser auf diesem Planeten, um ein solches Ausmaß an Überflutungen auszulösen.

6. Krieg der Sterne, Raumschiffe und (keine) Totenstille

Sobald im Weltall Gut und Böse aufeinandertreffen, fliegen die Fetzen: Laserkanonen und Photonentorpedos bieten ein optisches und akustisches Feuerwerk. Blöd nur, dass die physikalischen Gesetze das lautstarke Weltraum-Geballer eigentlich verbieten: Geräusche benötigen Luft, um sich auszubreiten – und davon gibt es im Weltall bekanntlich herzlich wenig. Aber sind wir mal ehrlich: Weltraumkämpfe ohne Soundeffekte wären sterbenslangweilig. Korrekterweise muss man außerdem sagen, dass dieser sehr typische Filmfehler nicht nur in den "Star Wars"-Filmen begangen wird, sondern in fast allen Science-Fiction-Streifen – mit Ausnahme übrigens der kurzlebigen Serie "Firefly" – in den Weltraumszenen dudeln hier sanfte Streicher.

7. Mutanten, Evolution und das große X

In den "X-Men"-Filmen entwickeln sich einige Menschen zu sogenannten Mutanten weiter, was sich dadurch bemerkbar macht, dass sie die unterschiedlichsten Superkräfte entwickeln. Natürlich macht der Film vor allem aufgrund dieser Story Spaß… Fakt ist jedoch, dass Mutationen Tausende, wenn nicht Millionen von Jahren benötigen würden, um komplett neue Spezies hervorzubringen. Im wahren Leben würde Professor Xaviers "Institut für begabte Jugendliche" demnach wohl noch einige Jahrtausende leer bleiben.

8. Ein Meteorit, ein paar Bohrspezialisten und die NASA

Der Katastrophenfilm "Armageddon" aus dem Jahr 1998 wirkte zu seiner Zeit mit Sicherheit sehr bildgewaltig und beeindruckend. Und auch heute hat er noch einen ausgesprochen hohen Wert – insbesondere für die NASA: Die nutzt den Film angeblich als eine Art Schulungsmaterial für ihre Auszubildenden. Der Film ist ein Test für angehende Astronauten und Techniker: Es gilt, die mehr als 150 wissenschaftlichen Fehler zu finden, die der Film zu bieten hat. Das sagt doch eigentlich alles.

Im Sinne der Unterhaltung ein paar Beispiele: Das brennende Shuttle-Wrack auf dem Asteroiden – kann so nicht funktionieren, weil Feuer ohne Sauerstoff im Weltraum nicht brennen kann. Außerdem: Bohrspezialisten würden nie im Leben Stahlfräsen benutzen, wenn sie wissen, dass sie mit Gasvorkommen rechnen müssen – extreme Explosionsgefahr! Und einen noch zum Schluss: Der Meteoritenschauer, der die Erde so "völlig überraschend" heimsucht, hätte auch mit der damaligen Technologie sehr frühzeitig entdeckt werden können – und zwar schon in einer Entfernung von mehr als 1.500 Kilometern.

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