Diese 9 Schauspieler sind auch hinter der Kamera erfolgreich

Clint Eastwood gehört zu jenen Schauspieler, die auch als Regisseur große Erfolge feiern.
Clint Eastwood gehört zu jenen Schauspieler, die auch als Regisseur große Erfolge feiern. (©YouTube/Warner Bros DE 2018)
Christin Ehlers Würde ein "König der Löwen"-Remake mit Benedict Cumberbatch notfalls aus eigener Tasche zahlen.

Schauspieler sind es gewohnt, vor der Kamera ihr Bestes zu geben. Doch irgendwann zieht es den einen oder anderen auf die andere Seite: Statt Anweisungen zu bekommen, wollen sie als Regisseur ihre eigenen Ideen umsetzen. Allerdings ist das gar nicht so einfach, wie es den Anschein macht. Wem der Sprung dennoch erfolgreich gelungen ist, zeigen die folgenden neun Beispiele.

1. Charlie Chaplin

Charles Chaplin ist wohl das Paradebeispiel eines erfolgreichen Schauspielers, der auch den Posten des Regisseurs perfekt beherrscht. Mehr noch: Er hat das Zeitalter der Stummfilme maßgeblich geprägt und weiterentwickelt.

  • Als Schauspieler (Auswahl): "Goldrausch" (1925), "Lichter der Großstadt" (1931), "Moderne Zeiten" (1936), "Der große Diktator" (1940)
  • Regiedebüt: "Caught in the Rain" (Kurzfilm, 1914)
  • Weitere Regiearbeiten: nahezu jeder (Kurz-)Film, in dem er selbst mitgespielt hat

2. Ben Affleck

Zugegeben, als Schauspieler wurde Ben Affleck zuletzt ein wenig belächelt. Seine Darbietung als Batman in "Justice League" schmeckte nicht jedem Kritiker. Als Regisseur allerdings ist Ben Affleck äußerst gefragt und hat bereits einige Großkaliber auf die Leinwand gebracht – und für "Argo" einen Oscar kassiert.

  • Als Schauspieler (Auswahl): "Dogma" (1999), "Argo" (2012), "The Accountant" (2016), "Suicide Squad" (2017)
  • Regiedebüt: "Gone Baby gone – Kein Kinderspiel" (2007)
  • Weitere Regiearbeiten:  "The Town – Stadt ohne Gnade" (2010), "Argo" (2012), "Live by Night" (2016)

3. Clint Eastwood

Clint Eastwood ist wirklich ein Tausendsassa. Nicht nur, dass er bereits in 70 Filmen mitgespielt hat, bei 44 war er als Produzent an Bord und bei 39 hat er sogar Regie geführt. Und weil ihm das offenbar noch nicht reicht, hat er sich sogar bei acht seiner Filme als Komponist eingebracht. Ein echter Workaholic!

  • Als Schauspieler (Auswahl): "Für eine Handvoll Dollar" (1964), "Zwei glorreiche Halunken" (1966), "Dirty Harry" (1971), "Perfect World" (1993), "Gran Torino" (2008)
  • Regiedebüt: "Sadistico" (1971)
  • Weitere Regiearbeiten: "Erbarmungslos" (1992), "Million Dollar Baby" (2004), "Flags of Our Fathers" (2006), "Gran Torino" (2008), "J. Edgar" (2011)

4. George Clooney

Vom Serien- zum Hollywoodstar – und auf direktem Weg zum Erfolgsregisseur: Für George Clooney könnte es durchaus schlechter laufen. Allein schon für sein Regiedebüt erntete er viel Lob und wurde prompt für den Goldenen Bären 2003 nominiert.

  • Als Schauspieler (Auswahl): "Emergency Room" (1994-2009), "From Dusk Till Dawn" (1996), "Batman & Robin" (1997), "Der schmale Grat" (1998), "Ocean's Eleven" (2001), "Burn After Reading – Wer verbrennt sich hier die Finger?" (2008)
  • Regiedebüt: "Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind" (2002)
  • Weitere Regiearbeiten: "The Ides of March – Tage des Verrats" (2011), "Monuments Men – Ungewöhnliche Helden" (2014), "Suburbicon" (2017)

5. Angelina Jolie

Seit 2011 hat sich Angelina Jolie aus dem Schauspielgeschäft etwas zurückgezogen und sich in erster Linie der Regie gewidmet. Ihr Interesse haben vor allem besondere Einzelschicksale realer Personen geweckt, auf die sie mit ihren Filmen aufmerksam machen möchte.

  • Als Schauspielerin (Auswahl): "Der Knochenjäger" (1999), "Lara Croft: Tomb Raider" (2001), "Mr. & Mrs. Smith" (2005), "Wanted" (2008), "Maleficent – Die dunkle Fee" (2014)
  • Regiedebüt: "In the Land of Blood and Honey" (2011)
  • Weitere Regiearbeiten: "Unbroken" (2014), "By the Sea" (2015), "Der weite Weg der Hoffnung" (2017)

6. Jon Favreau

Als Schauspieler ist Jon Favreau bereits seit 1992 im Geschäft, doch bereits Ende der 1990er-Jahre reizte ihn auch die Arbeit hinter der Kamera. Nach zwei Fernsehfilmen folgte 2001 der erste Kinofilm, der große Durchbruch folgte 2008, als er mit "Iron Man" den Startschuss für das äußerst erfolgreiche Marvel Cinematic Universe gab.

  • Als Schauspieler (Auswahl): "Batman Forever" (1995), "Deep Impact" (1998), "Trennung mit Hindernissen" (2006), "The Wolf of Wall Street" (2013), div. Marvel-Filme als Happy Hogan
  • Regiedebüt (Kino): "Made" (2001)
  • Weitere Regiearbeiten: "Iron Man" (2008), "Iron Man 2" (2010), "The Jungle Book" (2016), "The Lion King" (2019)

7. Jodie Foster

Zwar hat Jodie Foster schon 80 Filme als Schauspielerin in ihrer Filmografie stehen, die vergangenen Jahre haben jedoch gezeigt, dass sie ihren Fokus verlagert hat. Statt vor der Kamera fühlt sich die zweifache Oscarpreisträgerin auch dahinter pudelwohl. Vor allem Serien haben es ihr angetan.

  • Als Schauspielerin (Auswahl): "Taxi Driver" (1976), "Das Schweigen der Lämmer" (1991), "Nell" (1994), "Panic Room" (2002), "Der Gott des Gemetzels" (2011)
  • Regiedebüt: "Das Wunderkind Tate" (1991)
  • Weitere Regiearbeiten: "Der Biber" (2011), "House of Cards" (2014, 1 Episode), "Orange Is the New Black" (2013-2014, 2 Episoden), "Money Monster" (2016)

8. Greta Gerwig

Von diesem Erfolg träumen viele Neu-Regisseure: Gleich mit dem zweiten Werk ("Lady Bird") eine doppelte Oscarnominierung einzuheimsen – und darüber hinaus von Kritikern mit Lob überschüttet zu werden. Deswegen die Schauspielerei an den Nagel zu hängen? Keine Option für Greta Gerwig.

  • Als Schauspielerin (Auswahl): "Frances Ha" (2012), "Jackie: Die First Lady" (2016), "Jahrhundertfrauen" (2016)
  • Regiedebüt: "Nights and Weekends" (2008)
  • Weitere Regiearbeiten: "Lady Bird" (2017)

9. John Krasinski

Mit "Das Büro" feierte John Krasinski bereits große Erfolge, drehte sogar selbst ein paar Episoden der Sitcom. Der bisher größte Coup gelang ihm allerdings im Frühjahr 2018: Sein wortkarger Horrorfilm "A Quiet Place", in dem er zusammen mit seiner Frau Emily Blunt die Hauptrollen spielt, wurde zum Überraschungshit des Jahres. Die überschaubaren Produktionskosten von 17 Millionen US-Dollar hat der Film mit aktuell über 150 Millionen US-Dollar (Stand 17.04.2018) mehrfach wieder eingespielt.

  • Als Schauspieler (Auswahl): "13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi" (2016), "Promised Land" (2012), "Das Büro" (2005-2013)
  • Regiedebüt: "Brief Interviews with Hideous Men" (2009)
  • Weitere Regiearbeiten: "Das Büro" (3 Episoden, 2010-2012), "Die Hollars – Eine Wahnsinnsfamilie" (2016), "A Quiet Place" (2018)
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