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Diese Kult-Filmfiguren sollten eigentlich nie zu Fanlieblingen werden

Spider-Man – echt jetzt?!
Ein Teenager als Superheld? Wer kauft einem denn SO ETWAS ab?!
Ein Teenager als Superheld? Wer kauft einem denn SO ETWAS ab?! (©Sony Pictures Releasing GmbH 2017)

Unverhofft kommt oft. Könnte man zumindest bei den folgenden Kult-Filmfiguren meinen. Denn während heute alle Welt ihre Existenz bejubelt, waren sie ursprünglich gar nicht als Fanlieblinge gedacht. Schlimmer noch: Der eine oder andere hätte es ohne diverse glückliche Zufälle wohl nicht mal über eine fixe Idee im Kopf seines Erfinders hinaus geschafft – geschweige denn auf die große Leinwand. Also, lehn' Dich zurück, und lass Dich überraschen:

1. Iron Man

 Wie jetzt? Iron Man ist gar kein Roboter?! fullscreen
Wie jetzt? Iron Man ist gar kein Roboter?! (© 2018)

Iron Man zählt heute ohne Frage zu den beliebtesten und bekanntesten Filmfiguren des gesamten MCU. Wer hätte da gedacht, dass es alleine einer Gruppe Kinder zu verdanken ist, dass es Tony Stark überhaupt zur Hauptfigur in einem Marvel-Film geschafft hat?

Weil sich die Verantwortlichen während der Planungsphase zum Marvel Cinematic Universe unsicher waren, welchen ihrer Helden sie als erstes (oder überhaupt) ins Rennen schicken sollten, befragte man nämlich kurzerhand eine größere Gruppe Kinder. Und zwar, mit welcher Marvel-Actionfigur sie am liebsten spielen würden! Das Ergebnis war eindeutig und mit Blick auf die erhofften Merchandise-Verkäufe durfte sich Tony Stark über eine groß angelegte Image-Kampagne zur Vorbereitung seines ersten Solo-Films freuen. (Unter anderem musste vielen Kids erst mal erklärt werden, dass Iron Man kein Roboter ist ...)

2. BB-8

 BB-8 eroberte die Herzen der Fans schon mit dem ersten Trailer im Sturm. fullscreen
BB-8 eroberte die Herzen der Fans schon mit dem ersten Trailer im Sturm. (©Copyright © 2016 & TM Lucasfilm Ltd./Ph: David James 2016)

Als Ende November 2014 der erste Trailer zu "Star Wars: Das Erwachen der Macht" Premiere feierte, hätte wohl kaum jemand absehen können, dass nicht etwa Mark Hamill, Harrison Ford oder Carrie Fisher in ihren alten Rollen die größte Begeisterung ernten würden. Sondern ein kleiner knubbeliger Droide! Noch bevor der Name des kleinen Astromech überhaupt bekannt war, feierten die Fans den rollenden Roboter bereits in höchsten Tönen und verwendeten dabei mit besonderer Vorliebe das Wort "süß". Und sogar Luke Skywalker himself konnte sich ein bisschen Schwärmerei über BB-8 nicht verkneifen.

3. Riddick

 Eigentlich war Riddick in "Pitch Black" gar nicht die Hauptfigur! fullscreen
Eigentlich war Riddick in "Pitch Black" gar nicht die Hauptfigur! (©Universum Film 2018)

Mit "Pitch Black" gelang Schauspieler Vin Diesel 2000 der große Durchbruch in Hollywood. Obwohl sich die Handlung des Films eigentlich in erster Linie um Raumschiffkapitän Carolyn Fry (Radha Mitchell) dreht, kam Diesels Figur Riddick bei den Zuschauern dermaßen gut an, dass er im Sequel spontan zur Hauptfigur befördert wurde. Leider konnte "Riddick: Chroniken eines Kriegers" an den Erfolg des Vorgängers nicht anschließen, die Beliebtheit der Figur selbst ist aber auch Jahre später trotzdem noch ungebrochen. Das stellen unter anderem ein Animationsfilm, diverse Spiele und ein weiteres Sequel eindrucksvoll unter Beweis.

4. Slimer

 Slimer durfte natürlich auch im "Ghostbusters"-Reboot 2016 nicht fehlen. fullscreen
Slimer durfte natürlich auch im "Ghostbusters"-Reboot 2016 nicht fehlen. (©Sony Pictures Home Entertainment 2018)

Alle lieben Slimer. Seit der wabbelige grüne Schleimklumpen 1984 im "Ghostbusters"-Film seinen ersten – wenn auch nicht besonders langen – Auftritt hatte, fliegen ihm die Herzen der Fans nur so zu. Und das, obwohl es gar nicht so geplant war. Nicht mal einen Namen hatte der erste von Venkman und Co. eingefangene Geist. Also bastelten sich die Fans aus der ziemlich blumigen Beschreibung einer unerfreulichen Begegnung mit dem Geisterwesen ihre eigene Kreation.

Am Ende war Slimer quasi die beliebteste Figur des gesamten Films, was sogar dazu führte, dass die zugehörige Zeichentrickserie für ihre vierte Staffel mal eben in "Slimer! and the real Ghostbusters" umbenannt wurde. Auch im "Ghostbusters"-Reboot aus dem Jahr 2016 durfte Slimer natürlich nicht fehlen.

5. Spider-Man

 Auch ein Spider-Man muss für die Schule büffeln. fullscreen
Auch ein Spider-Man muss für die Schule büffeln. (©Sony Pictures Releasing 2017)

Klar, in Sachen Kinoerfolg kann Spider-Man so schnell keiner was vormachen. Kaum eine andere Marvel-Figur ist beliebter. Doch als es an die Entstehung der ursprünglichen Comic-Figur ging, hätte nicht viel gefehlt, und Peter Parker hätte es nie zum Superhelden geschafft. Grund dafür war Martin Goodman, seines Zeichens der damalige Verleger von Marvel-Schöpfer Stan Lee – und überhaupt kein Fan von dessen Idee zu einem Teenager mit Spinnensinn.

"[Martin] sagte, die Leute hassen Spinnen, also kannst Du einen Helden nicht Spider-Man nennen", zitiert abc News Stan Lee. "Dann, als ich ihm erzählte, dass er ein Teenager sein soll, sagte Martin, ein Teenager könne kein Held sein, höchstens ein Sidekick." Wirklich schräg wurde es für den Verleger aber offenbar, als Lee ihm verkündete, er wolle Peter Parker nicht zu beliebt bei den Mädchen machen und auch nicht besonders gut aussehend. "Martin meinte nur, 'Verstehst Du nicht, was ein Held ist?'" Zum Glück ließ er sich trotzdem überzeugen, der neuen Figur eine Chance zu geben ...

6. Jason Voorhees

 Unglaublich, aber wahr: Seine ikonische Maske bekam Jason erst im dritten Teil der Filmreihe! fullscreen
Unglaublich, aber wahr: Seine ikonische Maske bekam Jason erst im dritten Teil der Filmreihe! (©KPA 2018)

Filmfigur Jason Voorhees kennt heute quasi jeder Horror-Fan als den Machete-schwingenden Serienkiller der "Freitag der 13."-Filmreihe. Doch wie es der Zufall so will, kam er im ersten Teil überhaupt nicht vor! Na gut, abgesehen von einer kurzen Traumsequenz ganz am Ende des Films.

Tatsächlich reichte aber allein diese kurze Sequenz bereits aus, um die Fans für die Figur dermaßen einzunehmen, dass der anfangs für tot erklärte Jason im zweiten Teil plötzlich wiederauferstehen durfte. Und sogar rückwirkend zum bestimmenden Bösewicht erklärt wurde. Nachdem er in Teil drei der Filmreihe schließlich (endlich) vom Jutesack zur Eishockey-Maske wechseln durfte, war der Kultstatus endgültig zementiert.

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