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Dumm bis allmächtig: 14 Filme mit Grimassenkönig Jim Carrey

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Unverkennbares Grinsen: Die ausdrucksstarke Mimik ist Jim Carreys Markenzeichen. Bild: © Reuters/Mario Anzuoni 2020

Grimassenschneider und Stimmenimitator mit Vorliebe für schräge Figuren und Kostüme: So lässt sich Jim Carrey treffend beschreiben. Doch bei all dem Klamauk ist er ein talentierter Schauspieler, was er in Filmen wie "Die Truman Show", "Vergiss mein nicht" und "Der Mondmann" unter Beweis gestellt hat. Einen Überblick über Carreys komische bis ernste Rollen findest Du hier.

"Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv" (1994)

Jim Carrey ist bereits als Stand-up-Comedian bekannt, als er sich die Rolle des Tier-Detektivs Ace Ventura auf den Leib schreibt – Carrey fungiert bei dem Film auch als Co-Drehbuchautor. Die Genre-Parodie fällt bei den Kritikern durch, an den Kinokassen ist die Komödie ein voller Erfolg: Bei einem Budget von 15 Millionen US-Dollar spielt "Ace Ventura" weltweit über 100 Millionen Dollar ein. Klar, dass die Fortsetzung "Ace Ventura – Jetzt wird's wild" (1995) nicht lange auf sich warten lässt.

"Die Maske" (1994)

1994 ist das Jahr für Carrey, er ergattert auch die Hauptrolle in der Comicverfilmung "Die Maske". Der erfolglose Bankangestellte Stanley Ipkiss (Carrey) bekommt eine geheimnisvolle Holzmaske in die Hände, die ihren Träger in ein unkontrollierbares grünes Energiebündel verwandelt. "Die Maske" ist noch erfolgreicher als "Ace Ventura" und spielt an den Kinokassen weltweit über 351 Millionen Dollar ein.

"Dumm und Dümmer" (1994)

Mit dem infantilen Blödelfilm "Dumm und Dümmer" schließt Carrey sein megaerfolgreiches Filmjahr 1994 ab. Carrey und Jeff Daniels spielen die hirnlosen Freunde Lloyd und Harry, die sich als Chauffeur und Hundefriseur über Wasser halten und von einer eigenen Tierhandlung mit Wurmzucht träumen. Als eine von Lloyds Kundinnen einen Koffer voller Geld in der Limousine vergisst, begibt sich das Duo auf einen Roadtrip der extrem albernen Art. Der Erfolg beschert der Komödie das Prequel "Dumm und dümmerer" (2003, ohne Carrey und Daniels) und das späte Sequel "Dumm und Dümmehr" (2014).

"Batman Forever" (1995)

In "Batman Forever" kann Carrey als Bösewicht Riddler sein ganzes Repertoire an Slapstick-Einlagen und Grimassen ausspielen. Riddler, das ist eigentlich der Forscher Edward Nygma. Er hat bei Wayne Enterprises ein Gerät entwickelt, mit dem er über TV-Geräte die Gehirnwellen der Menschen kontrollieren kann. Als Bruce Wayne (Val Kilmer) das Projekt stoppt, tut sich Nygma als Riddler mit dem Schurken Two Face (Tommy Lee Jones) zusammen, um hinter die Geheimnisse von Gothams Bewohnern zu kommen – allen voran Batmans.

"Der Dummschwätzer" (1997)

Der deutsche Titel "Der Dummschwätzer" klingt nach Klamauk à la "Dumm und Dümmer". Doch für seine Rolle als Anwalt, der einen Tag lang nicht lügen kann, wird Carrey zu Recht für einen Golden Globe nominiert. Der Film lebt davon, wie sich der aalglatte Rechtsverdreher dreht und windet und doch nicht anders kann, als die Wahrheit über seine Mitmenschen herauszuposaunen. "Der Dummschwätzer" spielt mehr als 300 Millionen US-Dollar ein.

"Die Truman Show" (1998)

In "Die Truman Show" beweist Jim Carrey, dass ihm auch die ernsten Töne liegen. Er spielt Truman Burbank, den unwissentlichen Hauptdarsteller einer Reality-TV-Show. Die idyllische Stadt Seahaven, in der er lebt, ist in Wirklichkeit ein gigantisches Filmstudio. Selbst seine Ehefrau Meryl (Laura Linney) ist eine Schauspielerin. Als Truman das Bedürfnis entwickelt, aus seiner Welt auszubrechen und die Umgebung zu erkunden, unternimmt Fernsehproduzent Christof (Ed Harris) alles, um ihn aufzuhalten.

"Der Mondmann" (1999)

Die Darstellung des exzentrischen US-Komikers Andy Kaufmann in "Der Mondmann" ist für Carrey eine Grenzerfahrung: Er geht so in der Rolle auf, dass er auch abseits des Sets nicht abschalten kann. Die Figur Kaufmann ergreift dermaßen Besitz von ihm, dass Carrey nach Drehschluss nicht mehr weiß, wer er ist. Seine Erfahrungen beim Dreh gibt er in der Netflix-Dokumentation "Jim und Andy" preis, für "Der Mondmann" wird Carrey mit dem Golden Globe als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet.

"Der Grinch" (2000)

Wie kommt man besser in festliche Stimmung als mit dem größten Weihnachtsmuffel aller Zeiten, dem Grinch? Um sich in die Kreatur mit grünem Fell zu verwandeln, musste sich Carrey an jedem Drehtag für vier Stunden in die Maske begeben. Dazu trägt er einen mit grün eingefärbtem Yak-Haar überzogenen Anzug. Der Film ist aber doch etwas zu viel des Guten – so wie mitunter auch Carreys Schauspielerei.

"Bruce Allmächtig" (2003)

Die simpelsten Geschichten sind oft die besten: Was würde passieren, wenn man vom einen auf den anderen Tag allmächtig wäre? Der Fernsehreporter Bruce (Carrey) erfährt es am eigenen Leib. Er nutzt seine neuen Gaben zunächst nur zum eigenen Vorteil, erfährt dann aber schnell: Große Macht bedeutet auch hohe Verantwortung. Hoch ist auch das Einspielergebnis, an den Kinokassen fährt "Bruce Allmächtig" knapp 485 Millionen Dollar ein.

"Vergiss mein nicht" (2004)

Keine Grimassen, keine schrägen Stimmen, kein Slapstick und keine Lacher: In "Vergiss mein nicht" sehen wir einen ungewohnt ernsten Carrey in einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte. Nachdem ihre Beziehung scheitert, lassen Joel (Carrey) und Clementine (Kate Winslet) die Erinnerungen aneinander löschen. Doch ihre Gefühle können sie nicht ohne Weiteres ausradieren. Jim Carrey wird für den Golden Globe als bester Darsteller in einer Komödie oder einem Musical nominiert.

"Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse" (2004)

Seine Vorliebe für Masken und Verkleidungen kann Carrey in der Kinderbuchverfilmung "Lemony Snicket" ausleben. Er spielt den bösen Grad Olaf, der unbedingt an das Erbe der Baudelaire-Waisen Violet, Sunny und Klaus kommen will. Dafür verkleidet sich der Schurke mit Schauspielambitionen unter anderem als Seemann und Forschungsassistent. Carrey sagt für ein Sequel des Filmes zu, das jedoch nie das Licht der Welt erblickt. Mittlerweile wurde die 13-bändige Kinderbuchserie als Netflix-Serie neu verfilmt.

"Number 23" (2007)

Mit "Number 23" begibt sich Carrey ins Genre des Mystery-Thrillers. Er stößt als Walter Sparrow auf ein mysteriöses Buch, dessen Inhalt viele Parallelen zu seinem eigenen Leben aufweist. Vor allem die Zahl 23 ist sowohl im Buch als auch in Sparrows Leben von großer Bedeutung – die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen zunehmend. Der Film fällt bei den Kritikern durch, Carrey wird 2008 für die Goldene Himbeere als schlechtester Schauspieler nominiert.

"Der Ja-Sager" (2008)

In "Der Dummschwätzer" kann Carreys Filmfigur nicht lügen, in der "Ja-Sager" ergeht es seinem Charakter ähnlich: Der frisch geschiedene Bankangestellte Carl Allen besucht eine Selbsthilfegruppe und beschließt im Anschluss, ein Jahr lang zu allem Ja zu sagen. Klar, dass klamaukige Peinlichkeiten vorprogrammiert sind, doch letzten Endes feiert der Film den Optimismus.

Ausblick: "Sonic the Hedgehog" (2020)

Optisch erinnert Carrey kaum an Dr. Ivo "Eggman" Robotik, doch das diabolische Grinsen sollte der Schauspieler mit der ausdrucksstarken Gesichtsmuskulatur draufhaben: In "Sonic the Hedgehog" spielt er den Gegenspieler des stacheligen Helden. Wie gut ihm das gelingt, erfahren wir Mitte Februar: Dann kommt die Videospielverfilmung in die Kinos.

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