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Filme wie "Scary Movie" und "Hot Shots!": 9 Persiflage-Filme

In "Hot Shots!" werden Navy-Piloten in amüsanter Form vorgeführt.
In "Hot Shots!" werden Navy-Piloten in amüsanter Form vorgeführt. (© Twentieth Century Fox Home Entertainment, Inc. All Rights Reserved 2017)

Filmemacher haben es erst wirklich geschafft, wenn eines ihrer Werke in einer Persiflage durch den Kakao gezogen wurde. Dabei heraus kommen Filme wie "Scary Movie" oder Hot Shots!", die das Original mal mehr und mal weniger geistreich auf die Schippe nehmen. 

Wo wir gerade dabei sind: Die Definition einer Persiflage ist laut dem Lexikon der Filmbegriffe "eine geistreiche, nachahmende und oft auch kritische Verspottung eines Genres, eines künstlerischen Werks oder einer bestimmten Geisteshaltung". Das geschieht vor allem mit den Stilmitteln der Übertreibung und der Überzeichnung. Damit das jedoch klappen kann, ist eine gewisse Popularität des Originals Voraussetzung. Hier findest Du eine Liste mit neun Vertretern dieses launigen Genres.

1."Die nackte Kanone"-Trilogie (1988 – 1994)

Ein absoluter Klassiker unter den Persiflage-Filmen sind die "Nackte Kanone"-Filme mit Leslie Nielsen in der Hauptrolle. Sein immerzu verpeilter Lieutenant Frank Drebin, der seine Fälle mehr zufällig als durch echtes Können löst, erheiterte Zuschauer in drei Teilen durch seine Slapstickeinlagen, die absurden Dialoge und Gags im Minutentakt. Als Kollegen stehen Nielsen Oscarpreisträger George Kennedy und Ex-NFL-Star O. J. Simpson zur Seite.

Was wird veräppelt: Polizeifilme und -serien nach dem 0815-Schema mit einem einsamen Helden, einer mysteriösen Frau und unlogischen Handlungssträngen.

2. "Robin Hood – Helden in Strumpfhosen" (1993)

Die Legende von dem ehrenwerten Räuber Robin Hood findet immer wieder den Weg auf die Kinoleinwände. In "Robin Hood – Helden in Strumpfhosen" von Mel Brooks bekommt der Hollywoodfilm "Robin Hood – König der Diebe" sein Fett weg. Der falsche Akzent von Kevin Costner, der überzogene Stockkampf zwischen Little John und Robin Hood und viele weitere Begebenheiten des Originals werden ins Lächerliche gezogen.

Was wird veräppelt: In erster Linie "Robin Hood - König der Diebe", aber auch Disneys "Robin Hood" und "Robin Hood, König der Vagabunden" mit Errol Flynn in der Hauptrolle werden verwurstet.

3. "Austin Powers"-Trilogie (1997 – 2002)

"Groovy Baby!" Mit diesen einprägsamen Worten meldete sich der kanadische Komiker Mike Myers als Austin Powers zu Wort. Der britische Geheimagent aus den Sixties wird nach 30 Jahren aufgetaut, um es mit dem Oberbösewicht Dr. Evil (Myers in einer Doppelrolle) aufzunehmen, muss sich aber ganz nebenbei mit den veränderten Gegebenheiten des modernen Lebens auseinandersetzen.

Was wird veräppelt: Die James-Bond-Filme und die Flower-Power-Generation.

4. "Hot Shots! – Die Mutter aller Filme" (1991)

Wer sich "die Mutter aller Filme" auf den (deutschen Zusatz-)Titel schreibt, setzt wohl zum Rundumschlag aus. In erster Linie wird in "Hot Shots" jedoch der Hollywood-Blockbuster "Top Gun" aufs Korn genommen. Im Mittelpunkt der chaotischen Komödie stehen wie im Original einige Kampfjetpiloten, die sich ihren inneren Dämonen stellen müssen, um ihre Mission zu erfüllen. Unter der Führung ihres Admirals Benson, der nur noch aus Ersatzteilen zu bestehen scheint, bekommen sie allerdings kaum etwas auf die Reihe.

Was wird veräppelt: "Top Gun" und unzählige andere Kriegsfilme, aber unter anderem auch "Der mit dem Wolf tanzt", "Rocky" und "9½ Wochen".

5. "Loaded Weapon 1" (1993)

Die 1990er-Jahre waren offenbar die Hochzeit der Parodien. Ob es einfach so viel herrliche Vorlagen gab oder dem Zufall geschuldet ist, sei dahingestellt. Für eine Persiflage wie "Loaded Weapon 1", auf die leider keine Fortsetzung folgen sollte, können wir nur dankbar sein: In erster Linie wird die "Lethal Weapon"-Reihe mit Mel Gibson und Danny Glover in den Hauptrollen veräppelt. Besonders Emilio Estevez' Darstellung des depressiven Sgt. Jack Colt garantiert Lachtränen. Sein Partner wird von niemand Geringerem als Samuel L. Jackson verkörpert.

Was wird veräppelt: Die "Lethal Weapon"-Reihe, "Basic Instinct", "Stirb langsam", "Dirty Harry" und einige mehr.

6. "Mel Brooks' Spaceballs" (1987)

Mel Brooks ist ein wahrhafter Experte, was Filmparodien angeht, und natürlich hat sich der US-Komiker auch des "Star Wars"-Franchise angenommen. In "Spaceballs" wird die Macht einfach mit dem Saft ersetzt und die Order, die Wüste in dieser Ulkgalaxie zu durchkämmen, tatsächlich wörtlich genommen. Ein Highlight ist Rick Moranis als größenwahnsinniger Lord Helmchen, der offenbar versucht, so einiges mit seinem übergroßen Helm zu kompensieren. Übrigens ist derzeit eine Fortsetzung der Weltraumparodie im Gespräch.

Was wird veräppelt: Die Originaltrilogie von "Star Wars" und die extreme Form des Merchandising, die sie mit sich bringt.

7. "Der Schuh des Manitu" (2001)

Doch nicht nur die Amerikaner können ihre Werke durch den Kakao ziehen. Mit der Westernparodie "Der Schuh des Manitu" lieferte Comedyexperte Michael Herbig einen echten Erfolgshit ab. Wir begleiten die Blutsbrüder Abahachi und Ranger, die aufgrund misslicher Umstände sowohl von den Schoschonen als auch Santa Marias Bande verfolgt werden. Soviel sei verraten: Zumindest Ranger ist mit der Gesamtsituation unzufrieden.

Was wird veräppelt: Die klassischen Karl-May-Verfilmungen der 1960er-Jahre mit Pierre Brice in der Hauptrolle.

8. "Scary Movie" (2000)

Scheint die Hochzeit der Film-Persiflagen auch vorbei zu sein, läutete "Scary Movie" zur Jahrtausendwende eine Welle von Parodien aus. Die Persiflage bedient sich zahlreicher Elemente aus dem Genre Horrorfilm, nahm jedoch die erfolgreiche "Scream"-Reihe um einen maskierten Rächer als Grundlage für den Erstling, dem noch vier weitere Filme folgen sollten.

Was wird veräppelt: "Scream" (1-3), "Blair Witch Project", "Der Exorzist", "The Sixth Sense", "Sleepy Hollow" und viele mehr.

9. "Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug" (1980)

Schon der Titel verspricht bei "Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug", der im Original unter dem schlichten Titel "Airplane" erschien, einen klamaukigen Spaß. Wir begleiten Ted Striker, der den Trans-American-Flug 209 nur besteigt, um seine Ex-Freundin zurückzuerobern. Als jedoch eine Fischvergiftung die Piloten außer Gefecht setzt, muss der traumatisierte Ex-Kampfpilot das Flugzeug landen. Als Castingcoup stellte sich die Besetzung von Darstellern wie Leslie Nielsen heraus, die dem Komödienfach bis dahin fremd waren.

Was wird veräppelt: Die Komödie parodierte vor allem Flugzeug-Katastrophen-Filme der 1970er-Jahre wie "Airport", aber auch "Der weiße Hai" und andere.

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