Topliste

Forbes-Liste: Die finanziell größten Filmflops 2016!

Kein anderes Wort verbreitet in Hollywood wohl mehr Angst und Schrecken als "Flop". Das Wirtschaftsmagazin Forbes hat es sich zur Aufgabe gemacht, die zehn Filme mit den schlechtesten Einspielergebnissen im Jahr 2016 zu ermitteln.

Für die Analyse wurden die weltweiten Einspielergebnisse ins Verhältnis mit den entsprechenden Produktionskosten gesetzt. Forbes bezog für die Liste alle Filme ein, die bis Ende Oktober dieses Jahres in mindestens 2.000 Kinos erschienen sind. Die folgenden zehn Filme bilden dabei das traurige Schlusslicht des bisherigen Kinojahres.

Platz 10: "Masterminds"

Mit einem durchaus vielversprechenden Cast konnten die Macher der humoristischen Inszenierung von "Masterminds" aufwarten, der unter anderem Owen Wilson ("Grand Budapest Hotel") oder Zach Galifianakis ("Hangover") umfasst. Die Komödie über einen Banküberfall verfehlte aber offensichtlich so sehr den Geschmack des Publikums, dass der Streifen nicht einmal die Produktionskosten von 25 Millionen US-Dollar wieder reinholen konnte. Das Einspielergebnis belief sich auf lediglich 22 Millionen Dollar.

Platz 9: "Snowden"

Dass ein Film mit niedrigem Einspielergebnis nicht unbedingt schlecht sein muss, zeigt "Snowden". Im Vorfeld sorgte er zwar aufgrund seiner politischen Thematik für viel Furore, doch trotz mehrheitlich guter Kritiken konnte der Film insbesondere in Amerika nicht genug Menschen in die Kinos locken. In Deutschland hingegen lief "Snowden" recht gut: 400.000 Besucher interessierten sich hierzulande für die Geschichte über den Whistleblower. Das Ergebnis insgesamt: 34,3 Millionen eingespielte US-Dollar bei rund 40 Millionen Dollar Kosten.

Platz 8: "Der Spion und sein Bruder"

Auch für Sacha Baron Cohen ("Borat") lief das Jahr 2016 eher suboptimal: Sein Film "Der Spion und sein Bruder" spielte am Wochenende des Kinostarts gleich 14 Millionen Dollar weniger ein, als sein Vorgänger "Der Diktator" 2012.  Der gewöhnungsbedürftige Humor scheint trotz eines Budgets von 35 Millionen US-Dollar bei den Kinogängern nicht mehr so richtig zu zünden. Nur 82 Prozent der Produktionskosten konnten so wieder eingespielt werden.

Platz 7: "Whiskey Tango Foxtrot"

Komödien schienen 2016 nicht wirklich hoch im Kurs bei den Kinogängern gestanden zu haben. Auch die Geschichte der Kriegsreporterin Kim Barker, die in "Whiskey Tango Foxtrot" mit Tina Fey in der Hauptrolle erzählt wird, hat bei den Kinobesuchern nicht so richtig eingeschlagen. Obwohl die Dramedy auf den Memoiren der echten Kim Barker basiert, floppte der Film an den Kinokassen und konnte nur 71 Prozent der zuvor investierten 35 Millionen US-Dollar wieder zurückholen, wie Forbes ermittelt hat.

Platz 6: "Die Jones – Spione von nebenan"

Zach Galifianakis hat gleich zweimal die zweifelhafte Ehre in der Liste der Filme mit dem geringsten Einspielergebnis vorzukommen. Der Schauspieler bewies 2016 kein gutes Händchen bei der Auswahl seiner Filme. Die Nachbarschaftskomödie "Die Jones – Spione von nebenan" floppte sowohl an den Kinokassen als auch bei den Kritikern. Bei einem Produktionsbudget von geschätzten 40 Millionen Euro hätten sich die Macher bestimmt einen größeren Erfolg erhofft.

Platz 5: "Ratchet & Clank"

"Ratchet & Clank" ist eine Videospielserie und erschien dieses Jahr als Filmumsetzung in den Kinos. Obwohl die Macher des Films Schauspielgrößen wie Sylvester Stallone ("The Expendables"), Golden Globe-Preisträger John Goodman ("Argo") und Paul Giamatti ("Straight Outta Compton") als Synchronsprecher für die Animation gewinnen konnten, tat sich der Film an den Kinokassen sehr schwer. Von den 20 Millionen US-Dollar, die in die Produktion gesteckt wurden, konnte nur knapp die Hälfte wieder eingespielt werden.

Platz 4: "Stolz, Vorurteil und Zombies"

In Deutschland ging die Parodie zum Film "Stolz und Vorurteil" im diesjährigen Kinosommer an den Start. Von 28 Millionen US-Dollar Produktionskosten konnten aber nur 16,4 Millionen von der durchgeknallten Mischung aus Jane-Austen-Verfilmung und Zombiemassaker wieder eingespielt werden. Zwar wurden Szenerie und Charaktere aus dem Original übernommen, aber weder zur Handlung noch zum Erfolg lassen sich weitere Parallelen knüpfen.

Platz 3: "Popstar: Never Stop, Never Stopping"

Mockumentary bezeichnet ein Filmgenre, das einen Dokumentarfilm oder gleich ein ganzes Genre parodiert. So auch in "Popstar: Never Stop, Never Stopping", in dem sich kräftig über die fiktionale Rapband "The Style Boyz" lustig gemacht wird. Das Comedy-Trio "The Lonely Island" genießt besonders in den USA fast schon Heldenstatus, den Film wollte offenbar trotzdem niemand sehen: Nur 9,5 Millionen von den insgesamt 20 Millionen US-Dollar an Produktionskosten wurden wieder reingeholt.

Platz 2: "Free State of Jones"

Auch Matthew McConaughey ("Interstellar") konnte am Misserfolg des Bügerkriegdramas "Free State of Jones" nichts ändern. So kam es, dass den Film trotz stattlicher Gage für den Hollywoodstar kaum einer sehen wollte. Die Folge: Weniger als die Hälfte der 50 Millionen US-Dollar, die die Biografie über den trotzigen Farmer Newton Knight gekostet hat, brachte der Film am Ende wieder ein. Kein Wunder, angesichts der Bewertungen! Bei den Kritikern fiel die Geschichte komplett durch und wurde als zähe Geduldsprobe beschrieben, die den Zuschauer den letzten Nerv und den Streifen Ruhm, Ehre sowie finanziellen Erfolg kostete.

Platz 1: "Max Steel"

Superhelden gehen immer? Denkste! Hinter "Max Steel" steht der US-amerikanische Spielzeugkonzern Mattel, der sich mit seiner von Paramount Pictures produzierten Filmadaption nicht gerade in die Erfolgsserie von Marvel und Co. einreihen kann. Ruhm und Ehre geht irgendwie anders – fanden auch die Kritiker und zerrissen den Film in der Luft. Die Zuschauer schien die Verfilmung der Animationsserie ebenfalls nicht zu begeistern: Von den zehn Millionen Dollar Produktionskosten konnten laut Forbes nur 42 Prozent wieder eingespielt werden. Damit heimst "Max Steel" die sicherlich unerwünschte Goldmedaille für den größten Filmflop des Jahres 2016 ein.

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