Topliste

"Freitag der 13."-Filmranking: Von hammergut bis super schlecht

Bei zwölf Filmen eine berechtigte Frage: Welcher "Freitag der 13."-Teil ist eigentlich der beste?
Bei zwölf Filmen eine berechtigte Frage: Welcher "Freitag der 13."-Teil ist eigentlich der beste? (©picture-alliance/KPA Honorar & 2017)

Die verzogene "Scream"-Fratze, das Narbengesicht Freddy Krügers – und Jasons Hockeymaske: Das ist wohl die große Dreieinigkeit des Slasher-Horror-Genres. Dabei ist Jason der Killer mit der besten Kondition, "Freitag der 13." hat bisher inklusive des Remakes zwölf Teile hervorgebracht. Das ist ein großer Haufen toter Teenies, der sich da auftürmt, und bedingt natürlich auch eine sehr schwankende Filmqualität. Wir ranken daher die wichtigsten Filme durch – von schlecht bis gut.

6. "Jason Goes to Hell: Die Endabrechnung" (1993)

Der alte Trick zieht bei den Rolling Stones seit Jahrzehnten: Das wird jetzt die letzte Tour, die wirklich allerletzte Tour jemals! Klar, natürlich, da rennen wir alle brav hin, um dabei gewesen zu sein. Jason kennt den Trick übrigens auch, und er hat sich gerächt: Das zweite Mal, dass "Freitag der 13." aufhören sollte, markiert einen Tiefpunkt der Serie. Der neunte Teil erklärt, dass Jason Voorhees ein Dämon ist, der deshalb immer wiederkommt, weil er die Körper wechseln kann. Wir folgen hier also dem bösen Killergeist, wie er auf einem Roadtrip zurück nach Crystal Lake ist. Das Ganze ist dumpf ausgeleuchtet – und schlichtweg langweilig. Auf IMDb gibt es dafür nur 4,3 von zehn Punkten, auf Rotten Tomatoes blutleere 24 Prozent. Ein Reinfall.

5. "Freitag der 13. Teil VII – Jason im Blutrausch" (1988)

Blutrausch? Klingt gut, schließlich erwarten das Slasher-Filmfans. Allerdings ist der Titel irreführend, denn die saftigsten Schlachtereien fielen in "Freitag der 13. Teil VII" der amerikanischen Zensurschere zum Opfer. Und die übrig gebliebenen Kills sind schlicht und einfach langweilig, selbst ohne (Film)Schnitte. Während Teil sechs noch ordentlich Tempo machte, lahmt der Nachfolger und macht klar, dass die Serie sich Ende der 80er-Jahre in einer Krise befand. Das Konzept, das erst als Duell zwischen Carrie, Satans Tochter, und Jason gedacht war, konnte nicht umgesetzt werden. So musste eine "Tina" herhalten, die Jason von den Toten erweckt. Die Zuschauer aber können getrost liegen bleiben, nur 30 Prozent ergatterte der Film auf Rotten Tomatoes, 5,3 von 10 Sternen auf IMDb. Schnarch.

4. "Und wieder ist Freitag der 13." (1982)

Ja, schon in den 80ern gab es 3D-Filme! Allerdings in etwas, sagen wir mal, schlichterer Technik als heutzutage: Bunte Papierbrillen mussten aufgesetzt werden, um eine dezente Ahnung von einer gewissen Tiefenwirkung zu bekommen. Mit dem Effekt kam auch "Und wieder ist Freitag der 13." in die Kinos, und nicht nur das: Hier bekommt Jason erstmals seine Hockey-Maske, die zum Markenzeichen der Serie wurde. Trotz der ganzen Pionierleistung landet der Film bei den Fans aber meist nur im unteren Mittelfeld. Die Morde sind uninspiriert, die Charaktere ziemlich egal. Die Filmlänge wird zudem mit ein paar unsinnigen Storykniffen unnötig gestreckt. Schade drum, besonders die Kritiker fanden an dem Pionierfilm wenig Gutes: nur zwölf Prozent bei Rotten Tomatoes sprechen Bände.

3. "Freitag der 13." (2009)

2009 gab es den bisher letzten Versuch, der Filmserie mit einem Remake frischen Wind zu geben. Und der ist auch recht geglückt. Dank der besseren Tricktechnik sehen die Kills des Remakes ziemlich gut aus, insofern man hier eben von "gut" sprechen kann. Jedenfalls splattert es ordentlich. Jason ist agiler und beweglicher als früher, gibt ordentlich Gas bei seinem blutigen Treiben. Auch die Teenager sind, im Vergleich zum Rest der Serie, gut gespielt und sorgen für kurzweilige Unterhaltung. Kritiker zuckten dennoch mit den Achseln, 25 Prozent gab es auf Rotten Tomatoes. Nichtsdestotrotz zählt das Remake zu einem der unterhaltsamsten Teile der "Freitag der 13."-Serie.

2. "Freitag der 13. – Das letzte Kapitel" (1984)

Es werden sich die Geister scheiden, ob Jasons vermeintlich "letztes Kapitel" wirklich einer der besten Filme der "Freitag der 13."-Reihe ist, aber es gibt gute Argumente dafür. Im Sinne der Slasher-Fans: Hier sind die Morde einfach unglaublich grausam und steigern sich von einem zum nächsten. In Deutschland ist der Film daher immer noch indiziert, erst im Januar 2017 wurde die Beschlagnahmung aufgehoben. Es gibt also ordentlich Splatter. Zudem sind die Opfer meist sympathisch und die Kulissen geben ausnahmsweise auch ein bisschen was her. Es wird eine tolle, gruselige Stimmung erschaffen. Außerdem bekommt Jason hier endlich mal etwas kompetente Gegenwehr, in Form von Tommy Jarvis, der den Killer zur Strecke bringen will.  Daher ist der Teil im Sinne dessen, was die Reihe will, eines der besten Destillate aller Stärken der Serie – mit immerhin 5,9 Punkten auf IMDb.

1. "Freitag der 13. Teil VI – Jason lebt" (1986)

Warum dieser Film ein Highlight der Serie ist? Weil er auf Story einen feuchten Kehricht gibt. "Freitag der 13. Teil VI – Jason lebt" ist einfach eine stumpf-stupide Slasher-Party, ein blutiger (Alb)Traum. Hier ist Jason ein vom Blitz reanimierter Zombiekrieger, der sich einfach durch Gruppen irrelevanter Opfer metzelt. Diese Opfer sind gerne mal überzeichnete Klischees, aber gut inszenierte Klischees und unterhaltsam. Ihr brutales Ableben ist entsprechend ansehnlich und abwechslungsreich. Und auch deshalb hat "Jason lebt" einen Vorteil, der den meisten anderen Teilen einfach abgeht: Humor. Alles wird hier mit ein bisschen Augenzwinkern vollzogen. 1986 war die Serie so weit fortgeschritten, dass sie ein bisschen Metaebene und Selbstironie entwickeln konnte, und das tut Jason merklich gut.

Neueste Artikel zum Thema

close
Bitte Suchbegriff eingeben