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Freunde für immer? Das machen die Stars aus "Friends" heute

Die Chemie stimmt einfach beim "Friends"-Cast (v.l.n.r.): Lisa Kudrow, Matthew Perry, Jennifer Aniston, David Schwimmer, Courteney Cox und Matt Le Blanc.
Die Chemie stimmt einfach beim "Friends"-Cast (v.l.n.r.): Lisa Kudrow, Matthew Perry, Jennifer Aniston, David Schwimmer, Courteney Cox und Matt Le Blanc. (©Warner Bros. Television 2016)

Durch eine Serie wurden sie zu Weltstars und Millionären: die "Friends" Matt LeBlanc, Jennifer Aniston, Lisa Kudrow, Matthew Perry, Courteney Cox und David Schwimmer. Doch nicht jedem der Sitcom-Helden ist der Erfolg gut bekommen. Darum die berechtigte Frage: Was macht die Besetzung der Kultserie um die New Yorker WG eigentlich heute? Wir haben mal nachgesehen.

1. Jennifer Aniston (Rachel Green)

Sie konnte einem zwischenzeitlich fast leidtun: Für Jennifer Aniston alias Rachel Green wurde das "Friends"-Aus zum Startschuss für eine Tour durch die Klatschpresse. Lange war sie durch ihre Scheidung von Superstar Brad Pitt nur als die ewige Zweitwahl bekannt, es folgten Techtelmechtel mit Kollege Vince Vaughn und Schnulzenbarde John Mayer – aber nichts von Dauer. Es musste erst Justin Theroux auf der Bildfläche erscheinen, mit dem sie seit 2015 verheiratet ist, um das private Hickhack zu beenden. Sie hatten sich beim Dreh der Kinokomödie "Wanderlust" kennengelernt.

Beruflich läuft es derweil anhaltend gut für die mittlerweile 47-Jährige. 2012 bekam Jennifer Aniston sogar einen Stern auf dem legendären Walk of Fame. Im Kino ist sie regelmäßig mit Komödien präsent. Sogar kleine Theaterauftritte absolvierte sie seit dem Ende von "Friends". Dieser Tage ist Jennifer Aniston mit der Firmenweihnachtsfeier "Office Christmas Party" auf der großen Leinwand zu sehen, Jennifer Aniston hat sich also zweifellos von ihrer alten Rolle freigespielt. Auch, wenn man keine tiefgehenden Dramen mit der Frau erwarten kann, deren Serienfrisur als "The Rachel" in die Annalen der Friseurlehrbücher einging.

2. Courteney Cox (Monica Geller)

Auch Courteny Cox gelang es, – wie einigen ihrer Kollegen – ihre Karriere mit einer weiteren Sitcom fortzusetzen: Cox machte als reife Verführerin in "Cougar Town" die Männerwelt unsicher. Die Serie endete nach satten sechs Staffeln im Jahr 2015. Auch an anderen Rollen sowie Gastauftritten mangelte es bei Cox nicht, zu den bekanntesten gehört wohl die als Journalistin in Wes Cravens "Scream"-Reihe. Courteney Cox' letztes Projekt war der TV-Film "Charity Case", in dem sie als reiche Erbin Gutes tun will und merkt, dass das auch als Superreiche nicht so einfach ist wie gedacht.

Von Schauspielkollege David Arquette, den sie am Set des ersten "Scream"-Teils kennenlernte, ließ sich Cox derweil 2013 scheiden. Danach datete sie den irischen Musiker Johnny McDaid. Eine geplante Hochzeit wurde 2015 aber abgeblasen. Ob die beiden noch ein Paar sind: unbekannt.

3. Lisa Kudrow (Phoebe Buffay)

Lisa Kudrow blieb ihrer schrägen "Friends"-Figur Phoebe Buffay irgendwie immer treu: In einigen ihrer Projekte nach "Friends" erinnert die fröhliche Blondine immer noch häufig an ihre Serienfigur. Gelegentlich wirkte sie in Filmen mit, etwa in der Romanze und Romanverfilmung "P.S. Ich liebe dich" 2007 neben Emma Stone oder in beiden Teilen der Komödie "Bad Neighbors" (2014, 2016).

Ihren verrückten Ruf baute Kudrow in einer Internetserie namens "Web Therapy" aus, in der sie bekannte Stars per Skype zur Psychotherapiesitzung lädt. Einer der Gaststars: Matthew Perry, der bei der Gelegenheit auch sein Alkoholproblem auf die Schippe nimmt.

4. Matt LeBlanc (Joey Tribbiani)

"Na, wie geht's denn so?" Schon sein Markenzeichenspruch, immer mit einem Checkergrinsen vorgetragen, verriet: Joey Tribbiani ist nicht die hellste Kerze auf dem Kuchen, aber dennoch der Aufschneider der Runde. Laut dem Independent soll Matt LeBlanc nur noch elf Dollar in der Tasche gehabt haben, als er damals zum Casting für die Rolle erschien. Das sollte sich ab diesem Zeitpunkt schlagartig ändern.

Mit den Gagen aus "Friends" hätte sich LeBlanc zwar getrost zur Ruhe setzen können. Aber er hing so sehr an seiner Rolle des Joey Tribbiani, dass er sich 2004 zu einer eigenen Serie für die Figur überreden ließ, schlicht "Joey" betitelt. Allerdings schaffte die es nicht, mit guten Quoten zu überzeugen: Nach zwei Staffeln war 2006 schon wieder Schluss – sogar noch vor Ausstrahlung der letzten acht Folgen. Zu Gastauftritten der anderen "Friends"-Darsteller kam es daher erst gar nicht, mit einer Ausnahme hinter der Kamera: David Schwimmer alias Ross Geller führte bei zwei "Joey"-Episoden Regie. Danach lief es bei Matt LeBlanc wieder besser: In der Sitcom "Episodes", erdacht von den "Friends"-Schöpfern David Crane und Jeffrey Klarik, spielte er sich quasi selbst und bekam dafür 2012 einen Golden Globe. Nebenbei versuchte sich LeBlanc auch als Produzent und Moderator, absolvierte einige TV-Gastauftritte.

Heute geht Matt LeBlanc stramm auf die 50 zu, im Juli 2017 feiert er den runden Geburtstag. Vielleicht gibt es dann endlich eine neue TV-Show mit dem smarten US-Amerikaner? Schon vor fast einem Jahr kündigte das US-Network CBS an, dass man an einer Show mit ihm arbeite. Vielsagender Titel: "I'm Not Your Friend". Hier soll Matt LeBlanc einen Vater verkörpern, der mit den Kindern überfordert ist, weil seine Frau wieder zur Arbeit geht. Noch ist aber kein Startdatum bekannt, denn LeBlanc arbeitet auch an neuen Folgen für "Episodes". Fans wird es freuen, dass er zumindest weiter im Geschäft ist. Und die Damenwelt nimmt zur Kenntnis, dass er weiterhin Single ist. 2014 trennte er sich von "Joey"-Co-Star Andrea Anders.

5. Matthew Perry (Chandler Bing)

Matthew Perry hatte viel Glück mit seiner Rolle des etwas unsicheren Spaßvogels Chandler Bing. Zuerst war nämlich Jon Cryer für den Part vorgesehen, der später an der Seite von Charlie Sheen und Ashton Kutcher in "Two and a Half Men" Erfolge feierte. Für Perry hatte der "Friends"-Ruhm aber nicht nur positive Folgen: Er litt unter dem immensen Druck und verfiel sogar in eine Tablettensucht – die Pillen spülte er zudem gerne mit Alkohol herunter. In Interviews gab er zu, sich teilweise nicht mal mehr an die Dreharbeiten einiger Staffeln zu erinnern.

Zuletzt hat sich Matthew Perry aber anscheinend wieder gefangen. Auch, wenn seine Karriere verglichen mit der von Jennifer Aniston und Matt LeBlanc eher zögerlich vorangeht. Perry übernahm Theaterrollen in London und trat in Gastrollen im TV auf. Seit 2014 hat er auch wieder eine tragende Sitcomrolle in "Odd Couple" mit Thomas Lennon. Die Hommage an den Filmklassiker "Ein seltsames Paar" läuft in den USA bereits in der dritten Staffel. Die zweite Staffel läuft in Deutschland ab dem 7. Januar 2017 auf ProSieben.

6. David Schwimmer (Ross Geller)

Warum wir von David Schwimmer so wenig in TV und Kino sehen? Er hat das Fach gewechselt, bleibt Hollywood aber treu: Als Regisseur verschiedener Serienfolgen steht der ehemalige "Friends"-Darsteller öfter hinter der Kamera als davor. Dennoch übernimmt er gerne mal Gastauftritte, so etwa in Matt LeBlancs erwähntem Serienerfolg "Episodes" oder in "Lass es,  Larry" neben Larry David. Auch auf der Theaterbühne ist David Schwimmer hin und wieder zu sehen. Sein Regiedebüt "Run, Fatboy, Run" mit dem britischen Kultdarsteller Simon Pegg erntete 2007 aber nur mittelmäßige Kritiken.

Erfolgreicher war einer seiner selten gewordenen TV-Auftritte. In der Fernsehserie "American Crime Story" mimte er den 2003 verstorbenen Anwalt Robert Kardashian, der den kontroversen Footballstar O.J. Simpson 1995 in dessen Strafverfahren verteidigte. Robert Kardashian war übrigens auch der Vater von Kourtney, Kim, Khloé und Rob Kardashian, die die die TV-Welt seit Jahren als Reality-Stars unsicher machten. Für diese Rolle bekam Schwimmer einen Emmy, den Oscar der Fernsehwelt. Seine darauffolgende Schauspielrolle war allerdings wieder ein Flop: Die Krimiserie "Feed The Beast" wurde von AMC nach nur einer Staffel abgesetzt – wegen schlechter Quoten.

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