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Geniestreich von Ramin Djawadi: Alles zum "Game of Thrones"-Soundtrack

Game of Thrones
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Keine Frage: Ohne den passenden Soundtrack wäre "Game of Thrones" weit weniger emotional und fesselnd! Vor allem die Titelmelodie kennt wohl jeder – selbst viele, die die Erfolgsserie noch nie gesehen haben.  Doch wer steckt eigentlich hinter den epischen Klängen? Das und viele weitere wissenswerte Fakten zur "Game of Thrones"-Musik liest Du hier.

Wer hat den "Game of Thrones"-Soundtrack geschrieben?

Verantwortlich für die Musik von "Game of Thrones" zeichnet der Komponist Ramin Djawadi. Obwohl er schon viele Soundtracks geschrieben hat (darunter "Iron Man", "Prison Break" und "Westworld"), ist dem gebürtigen Duisburger mit "Game of Thrones" wohl sein bekanntestes Werk gelungen.

In einem Special über die Entstehung der Musik zur Serie erklärte er, wie er sich jedem Musikstück nähert. Dazu geht er am liebsten ans Set, beobachtet die Schauspieler beim Dreh und lässt das ganze Geschehen auf sich wirken. Später sieht er sich die entsprechenden Szenen komplett ohne Ton an – und in seinem Kopf beginnen sich aus einzelnen Tönen bestimmte Kombinationen zusammenzusetzen.

Dabei ist es Ramin Djawadi wichtig, die "Game of Thrones"-Fans in jeder Staffel mit etwas Neuem zu überraschen. So hat er das Klavier in Staffel 6 zum allerersten Mal eingesetzt –als überraschende neue Klangfarbe. Vor jeder neuen Season überlegt sich der Komponist, welches Instrument er bisher noch nicht verwendet hat und versucht es dann in seinen akustischen Kreationen unterzubringen.

Die Entstehung der "Game of Thrones"-Titelmelodie

Das "Game of Thrones"-Thema hat einen unglaublich hohen Wiedererkennungswert. Das liegt vor allem am Cello, das das zentrale Instrument in dem Stück ist. In einem Interview mit BR-Klassik sagte Ramin Djawadi 2016: "Ich habe das Cello gewählt, weil 'Game of Thrones' im Großen und Ganzen eine sehr düstere und dunkle Geschichte ist. Dadurch fand ich, dass das Cello sehr passend war. Der Klang des Cellos kann sehr dunkel sein, aber auch sehr hell. Mit diesem Instrument habe ich genug Spielraum, um ganz unterschiedliche Klangbereiche abzusetzen."

Wie lange der Komponist gebraucht hat, um das Thema zu schreiben, kann er inzwischen nicht mehr sagen. Es entstand aber zusammen mit der Musik zur ersten Staffel, an der er rund drei bis vier Monate arbeitete. "Das ist immer ungefähr die Zeit, die ich für jede Staffel Zeit habe."

Wohldosierter "Game of Thrones"-Soundtrack

Dass sich Ramin Djawadi dem "Game of Thrones"-Soundtrack annehmen durfte, war zum Teil glückliche Fügung. Ursprünglich war nämlich der Oscar-prämierte Komponist Stephen Warbeck ("Shakespeare in Love") dafür vorgesehen. Er stieg allerdings nach der Pilot-Folge aus. Daraufhin wurde Djawadi vorgeschlagen, der auch Interesse bekundete. Allerdings lehnte er wegen zu wenig Zeit aber erst einmal dankend ab.

Doch David Benioff und D.B. Weiss, die Showrunner von "Game of Thrones", gaben nicht auf und schickten Djawadi die ersten zwei Episoden der Serie. Der Komponist war davon so beeindruckt, dass er sich mit den beiden traf und über das weitere Vorgehen sprach.

Jetzt, zum Start von Staffel 8, sind Benioff, Weiss und Djawadi ein eingespieltes Team. Gegen Ende der Dreharbeiten bekommt der Komponist die ersten Episoden zugeschickt und macht sich direkt ans Werk. Außerdem sieht er sich die jeweiligen Folgen zusammen mit den beiden Showrunnern an und bespricht, wann es Musik zu hören geben soll und wann nicht. "Was ich an 'Game of Thrones' liebe, ist, dass die Positionierung der Musik so gut gemacht ist. Sie ist wohldosiert", erklärte Ramin Djawadi 2016 im Interview mit The Huffington Post.

Music is coming: "Game of Thrones" auf Tour

Die Musik aus "Game of Thrones" ist so beliebt, dass sie sogar auf Welttournee ging. Zwischen dem 10. Februar 2017 und dem 14. Oktober 2018 reiste Ramin Djawadi mit einem 80-köpfigen Orchester um die Welt und spielte insgesamt 72 Konzerte. An fünf Terminen machte die "Game of Thrones – Live Concert Experience" auch in Deutschland Halt.

Das sagt Christin:
Ich persönlich bin großer Fan von Ramin Djawadi und seinen Kompositionen. Auch wenn der "Westworld"-Soundtrack mehr als gelungen ist, mit "Game of Thrones" hat er alles andere von ihm in den Schatten gestellt.
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