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Good Bye Lenin, hello Hollywood! 12 Filme mit Daniel Brühl

Daniel Brühl Die Einkreisung
Er hat den Sprung geschafft: Daniel Brühl ist in Hollywood gern gesehen.

Daniel Brühl hat es geschafft: Als einer der wenigen deutschen Schauspieler ist ihm der Sprung nach Hollywood geglückt und er spielte bereits an der Seite der ganz Großen. Er spricht fließend Deutsch, Spanisch, Englisch, Französisch und Italienisch, weshalb er ein gefragter Darsteller in internationalen Produktionen ist. Wir haben aus seinen inzwischen über 70 Film- und Fernsehtiteln zwölf Highlights ausgewählt.

"Schule" (2000)

Das Abitur steht vor der Tür, doch eine Gruppe von Freunden zieht es lieber vor, noch einmal kräftig zu feiern, statt zu lernen. Immerhin wird bald jeder seiner Wege gehen. Dabei haben alle mit ihren ganz persönlichen Problemen zu kämpfen: Beziehungskrisen, Prüfungsstress, der erste Sex und Drogenkonsum sind nur einige der Hürden, denen sich die Clique stellen muss.

Zwar ist "Schule" von Marco Petry nicht der erste Spielfilm mit Daniel Brühl, allerdings wird der damals 22-Jährige durch die Komödie einem größeren Publikum bekannt. Im Anschluss geht seine Karriere steil bergauf.

"Das weiße Rauschen" (2001)

Direkt nach seinem Abitur zieht Lukas (Daniel Brühl) zu seiner Schwester nach Köln, um sich dort an der Uni einzuschreiben. Doch statt Vorlesungen zu besuchen, genießt er das wilde Partyleben. Eines Tages nimmt er Mushrooms, danach hört er plötzlich Stimmen und leidet unter Wahnvorstellungen. Er wird in die Psychiatrie eingewiesen und erhält dort die Diagnose: paranoide Schizophrenie. Damit nimmt sein Leben eine unvorhergesehene Wendung mit wiederkehrenden Höhen und Tiefen ...

Schon früh stellt Daniel Brühl seine Vielseitigkeit sowie sein Können unter Beweis. Für sein Schauspiel in dem bewegenden Drama von Hans Weingartner ("Die Summe meiner einzelnen Teile") erhält er den Bayerischen und Deutschen Filmpreis sowie den Preis der deutschen Filmkritik. Der Film selbst wird von der Deutschen Film- und Medienbewertung FBW mit dem Prädikat "besonders wertvoll" ausgezeichnet.

"Good Bye Lenin!" (2003)

Alex (Daniel Brühl) steht 1990 vor einer schweren Aufgabe. Seine DDR-treue Mutter ist vor dem Mauerfall infolge eines Herzinfarktes ins Koma gefallen und hat das geschichtsträchtige Ereignis "verschlafen". Nun ist sie wieder aufgewacht, darf sich jedoch keinesfalls aufregen, da sonst ein weiterer Infarkt droht – der tödlich enden kann. Doch die Tatsache, dass es die DDR nicht mehr gibt, dürfte sie schwer treffen. Also richtet Alex mit seiner Schwester alles so her wie vor dem Mauerfall und tut so, als würde Honecker noch immer das Land regieren. Er will seine Mutter langsam und schrittweise auf den Untergang der Republik vorbereiten.

Für "Good Bye Lenin" regnet es nationale und internationale Filmpreise ohne Ende. Darunter der Deutsche Filmpreis, Bambi, Jupiter, César (Frankreich) und Goya (Spanien). Außerdem gibt es Nominierungen für den Golden Globe und die BAFTA Awards.

"Krabat" (2008)

Der Dreißigjährige Krieg neigt sich 1646 dem Ende, als der verwaiste Krabat (David Kross) zum Gesellen in einer Wassermühle wird. Seinen Meister bewundert er, denn der beherrscht die Künste der Schwarzen Magie und unterrichtet darin auch seine Gesellen. Doch Tonda (Daniel Brühl), ein Altgeselle, mit dem sich Krabat anfreundet, warnt ihn vor dem Meister – bis er eines Tages tot aufgefunden wird. Wie Krabat herausfindet, wird jedes Jahr einer der Gesellen dem "Gevatter" geopfert, damit der Meister am Leben bleibt ...

"Krabat" ist der erste Film, bei dem Daniel Brühl nach eigener Aussage zugesagt haben soll, ohne zu wissen, wie das Drehbuch aussieht oder welcher Regisseur mit an Bord ist.

"Inglourious Basterds" (2009)

Wenn Quentin Tarantino ruft, stehen die Hollywoodstars Spalier – auch Daniel Brühl. Im Film mimt er den Scharfschützen Frederick Zoller, der mit der Kinobesitzerin Emmanuelle Mimieux (Mélanie Laurent) anbandelt. Sie erfährt von ihm, dass er von Feinden umzingelt aus einem Glockenturm heraus 250 Soldaten erschossen hat – und seine herausragende Leistung nun im Propagandafilm "Stolz der Nation" zum Besten gegeben werden soll. Zoller gelingt es, Goebbels (Sylvester Groth) zu überreden, die Premiere in Emmanuelles Kino zu feiern. Die getarnte Jüdin wittert ihre Chance, sich an den hochrangigen Nazis für die Ermordung ihrer gesamten Familie zu rächen ...

Während des Castings hat Daniel Brühl Quentin Tarantino ziemlich hinters Licht geführt. Zwar spricht der Deutsche mehrere Sprachen, allerdings war sein Französisch während seines Vorsprechens nicht ganz so flüssig. In der Hoffnung, Tarantino würde es nicht merken, mixte er die französischen Dialoge mit spanischen Wörtern. Und er behielt recht: Dem Kultregisseur fiel die Mischung nicht auf, er gab Daniel Brühl die Rolle und der konnte bis zum Drehstart sein Französisch perfektionieren.

"Der ganz große Traum" (2011)

Wie wurde Fußball eigentlich zum Volkssport in Deutschland? Dieses Phänomen haben wir Konrad Koch (Daniel Brühl) zu verdanken. Der Englischlehrer verbrachte mehrere Jahre in England und lernte dort den beliebten Ballsport kennen. Als er 1874 seine neue Stelle an einer Schule in Braunschweig annimmt, bringt er seinen Schülern die Regeln der neuen Sportart bei. Während die Kids restlos begeistert sind, stößt er bei den konservativen Eltern und Kollegen auf Widerstand.

Leider basiert der Film nur sehr vage auf den wahren Ereignissen, wie der Fußball nach Deutschland kam. Zum Beispiel verbrachte Koch nicht mehrere Jahre in England und war auch kein Englisch-, sondern ein Deutschlehrer. Auch wird mit keinem Wort Kochs Kollege August Hermann erwähnt, der mit dafür verantwortlich war, die neue Sportart zu etablieren.

"Rush: Alles für den Sieg" (2013)

Die Formel 1 ist in den 1970er-Jahren von der Rivalität zwischen dem britischen Fahrer James Hunt (Chris Hemsworth) und seinem österreichischen Konkurrenten Niki Lauda (Daniel Brühl) geprägt. Basierend auf wahren Ereignissen zeichnet der Film von Ron Howard das Leben der beiden auf und abseits der Strecke nach und arbeitet auf den unausweichlichen Höhepunkt hin: die Weltmeisterschaft 1976, die jeder der beiden für sich entscheiden will.

Vor allem Daniel Brühl wird für seine Performance als Niki Lauda in den höchsten Tönen gelobt. Er erhält zudem im Jahr 2014 Nominierungen bei den Golden Globes, BAFTAs, Critics' Choice Movie Awards sowie Screen Actors Guild Awards als bester Nebendarsteller.

"Inside WikiLeaks – Die fünfte Gewalt" (2013)

Bevor Whistleblower Julian Assange (Benedict Cumberbatch) und Daniel Domscheit-Berg (Daniel Brühl) getrennte Wege gingen, haben sie gemeinsam WikiLeaks gegründet – und machten dort unter anderem wichtige Dokumente des US-Militärs publik. Der Film zeichnet den Weg von WikiLeaks nach: vom ersten Zusammentreffen zwischen Assange und Domscheit-Berg bis zur Abschaltung der Enthüllungsplattform im Jahr 2010.

Regie führt bei dem Film, der sich vor allem auf die Sichtweise von Domscheit-Berg fokussiert, Bill Condon. Allein wegen des Zusammenspiels von Cumberbatch und Brühl ist "Inside WikiLeaks" sehenswert. Wer jedoch mehr an einer differenzierteren Auseinandersetzung mit dem Thema interessiert ist, dem sei Alex Gibneys Dokumentation "We Steal Secrets: Die WikiLeaks Geschichte" ans Herz gelegt.

"Colonia Dignidad – Es gibt kein Zurück" (2015)

Chile, 1973: Flugbegleiterin Lena (Emma Watson) besucht ihren Freund Daniel (Daniel Brühl) in Santiago de Chile. Doch der Zeitpunkt ist ein äußerst ungünstiger, denn die Stadt wird kurz darauf von einem Militärputsch heimgesucht. Die beiden werden auf ihrer Flucht vom Militär gefangen genommen und ins Nationalstadion gebracht. Sie werden voneinander getrennt und Daniel in das Folterlager der Colonia Dignidad gebracht, wie Lena herausfindet. Sie macht sich auf den Weg, um sich selbst in die als Sekte bekannte Siedlung einzuschleusen und Daniel aus den Fängen des Anführers Paul Schäfer (Mikael Nyqvist) zu retten.

Der deutsche Regisseur erzählt zwar eine fiktive Geschichte, allerdings vor einem realen Hintergrund, denn die Colonia Dignidad gab es wirklich. Sie existiert sogar noch heute. Der Film selbst wird gemischt aufgenommen: Bei den Kritikern fällt er weitestgehend durch, das Kinopublikum findet jedoch Gefallen am Film, wie die unterschiedlichen Bewertungen auf Rotten Tomatoes und IMDb zeigen.

"Ich und Kaminski" (2015)

Kunstkritiker Sebastian Zöllner (Daniel Brühl) ist sich sicher: Sein nächstes Buch wird eine Biografie über den blinden Künstler Manuel Kaminski (Jesper Christensen) – und ein Bestseller. Da er vermutet, dass Kaminski seine Blindheit nur vortäuscht, reist Zöllner zu ihm in die Schweiz, um seine Theorie zu überprüfen. Doch die Tochter des Künstlers beobachtet den Kritiker mit Argusaugen, da sie ihm nicht über den Weg traut. Um sie loszuwerden und Zeit mit Kaminski alleine zu haben, überredet Zöllner den Maler zu einem Road Trip, auf dem jedoch alles schief geht, was nur schiefgehen kann.

"Ich und Kaminski" ist die Verfilmung des Romans von Daniel Kehlmann. Die Deutsche Film- und Medienbewertung zeichnet die Komödie mit dem Prädikat "besonders wertvoll" aus und lobt die "sehenswerte Literaturverfilmung" von Regisseur Wolfgang Becker ("Good Bye Lenin!").

"The First Avenger: Civil War" (2016)

Der Einsatz der Avengers in Sokovia gegen Ultron hat ungeahnte Folgen: Da zahlreiche unschuldige Menschen bei dem Kampf ums Leben kamen, wird die Forderung laut, dass die Superhelden künftig der UN unterstellt sein sollen und nicht mehr eigenmächtig entscheiden dürfen. Das führt zur Spaltung der Rächer, denn während Iron Man diesen Vertrag unterstützt, ist Captain America strikt dagegen. Als wären die Differenzen innerhalb der Gruppe nicht schon groß genug, mischt sich der rachsüchtige Helmut Zemo (Daniel Brühl) ins Geschehen ein.

Daniel Brühl hat zwar schon seit einer ganzen Weile in Hollywood Fuß gefasst, mit seiner Rolle in der Comicverfilmung erreicht er allerdings einen neuen Meilenstein: "Civil War" wird mit einem Einspielergebnis von 1,1 Milliarden US-Dollar zum erfolgreichsten Film des Jahres 2016!

"Die Einkreisung" (2018)

Mehrere brutale Morde an jungen, männlichen Prostituierten sorgen Ende des 19. Jahrhunderts in New York City für Aufsehen. Um die Bewohner nicht noch mehr zu verunsichern, will der neue Polizeichef Theodore Roosevelt den Ermittlungen im kleinen Kreis nachgehen und engagiert den Kriminalpsychologen Dr. Laszlo Kreizler (Daniel Brühl). Zusammen mit Illustrator John Moore (Luke Evans) und seiner toughen Sekretärin Sara Howard (Dakota Fanning) macht sich der Ermittler an die Arbeit. Dabei nutzt das Trio die neuen, aber wenig erprobten Methoden der Forensik und Psychologie zur Aufklärung.

Die auf dem Roman von Caleb Carr basierte Serie gibt's seit 2018 auf Netflix zu sehen. Optisch ein echtes Highlight, fehlt es der Handlung manchmal etwas an Tempo. Und trotzdem: Eine zweite Staffel, dieses Mal unter dem Titel "The Angel of Darkness" ist bereits in Arbeit. Wieder mit dabei: Daniel Brühl, Luke Evans und Dakota Fanning.

Neue Serien und Filme mit Daniel Brühl

  • "The King's Man" (Actionkomödie, 17. September 2020)
  • "The Falcon and the Winter Soldier" (Marvel-Serie, 2020)
  • "The Angel of Darkness" (Sequel-Serie zu "Die Einkreisung", 2020)
  • "All Quiet on the Western Front" (Kriegsdrama, tba)
  • "Next Door" (Daniel Brühls Regiedebüt, tba)

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