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Gothams Rächer im Wandel: Alle Batman-Filme in zeitlicher Reihenfolge

Batman flattert schon seit Jahrzehnten immer wieder in die Kinos.
Batman flattert schon seit Jahrzehnten immer wieder in die Kinos. (©Courtesy of Warner Bros. Pictures 2017)

Batman ist einer von DCs beliebtesten Comichelden – und sorgt auch auf der großen Leinwand schon seit 1966 für Recht und Ordnung. Seitdem sind natürlich einige Filme zusammengekommen. Für alle, die deshalb den Überblick verloren haben, haben wir hier die ultimative Batman-Reihenfolge zusammengestellt. Na dann, Bat-Signal an!

1. "Batman hält die Welt in Atem" (1966)

Eigentlich konnten Kinogänger den Mann im Fledermauskostüm schon 1943 und 1949 im Großformat bewundern – damals wurden allerdings lediglich mehrere Einzelsequenzen zusammengestellt. Der erste offizielle Spielfilm und damit der Startpunkt unserer Reihenfolge der Batman-Filme erschien erst 1966 mit "Batman hält die Welt in Atem", welcher auf der "Batman"-TV-Show beruhte. Darin trat Adam West als Meisterdetektiv gleich gegen mehrere Kult-Schurken aus dem DC-Universum an: Catwoman, Joker, Riddler und Pinguin hatten allesamt keine Chance.

  • Batman-Darsteller: Adam West
  • Regisseur: Leslie H. Martinson
  • Fun-Fact: Gegen Ende des Films schlägt einer der Delegierten im Weltsicherheitsrat mit seinem Schuh auf den Tisch. Das Ganze ist eine Parodie auf den sowjetischen Politiker Nikita Chruschtschow, der mit dieser Aktion einst bei einer Versammlung der Vereinten Nationen für Aufsehen sorgte.

2. "Batman" (1989)

Anschließend dauerte es über zwei Jahrzehnte, bis sich Bruce Wayne wieder in Schale schmiss – doch dieser Auftritt sollte sich auszahlen. Nicht nur erhielt das Werk vom Meister des düster-schrägen Kinos, Tim Burton, 1990 einen Oscar für das beste Szenenbild. Die Comicverfilmung wurde auch finanziell einer der bis dato erfolgreichsten Filme aller Zeiten. Das ist auch der perfekten Besetzung zu verdanken: Vor allem Jack Nicholsons psychopathischer Joker ist bis heute legendär.

  • Batman-Darsteller: Michael Keaton
  • Regisseur: Tim Burton
  • Fun-Fact: Laut IMDb hielt Jack Nicholson später fest, der Joker sei eine seiner Lieblingsrollen gewesen. Vor allem an dessen "komplett geschmacklosem Sinn für Humor" habe er Gefallen gefunden.

3. "Batmans Rückkehr" (1992)

Aufgrund des großen Erfolgs drehte Tim Burton 1992 einen weiteren DC-Ableger – und verpflichtete mit Danny DeVito als Pinguin erneut eine Hollywoodgröße für die Schurkenrolle. Diesmal gab es gleich zwei Nominierungen für die Academy Awards, unter anderem für das beste Make-up, letztlich ging das Sequel jedoch leer aus.

  • Batman-Darsteller: Michael Keaton
  • Regisseur: Tim Burton
  • Fun-Fact: Danny DeVito musste laut Batman News täglich vier Stunden in der Maske sitzen und zehn Kilo Silikon am Körper tragen, um sich in den Pinguin zu verwandeln.

4. "Batman Forever" (1995)

Für den dritten Teil dieser Batman-Reihe wurde das Zepter weitergereicht: Auf dem Regiestuhl nahm Joel Schumacher ("Flatliners – Heute ist ein schöner Tag zum Sterben") Platz, während Tim Burton nur noch als Produzent beteiligt war. Prompt fiel der Film trotz Action-Feuerwerk wesentlich familienfreundlicher und klamaukiger aus – wohl auch aufgrund der Tatsache, dass Jim Carrey den Riddler gab.

  • Batman-Darsteller: Val Kilmer
  • Regisseur: Joel Schumacher
  • Fun-Fact: "Star Wars"-Ikone Mark Hamill soll ebenfalls kurzzeitig für die Rolle des Riddlers in Betracht gezogen worden sein.

5. "Batman & Robin" (1997)

Er ist wohl einer der größten Flops in dieser Liste der Batman-Filme: Mit "Batman & Robin" lieferte Joel Schumacher wahrlich keinen glorreichen Abschluss für Tim Burtons Batman-Filme. Es hagelte schlechte Kritiken und auch an den Kinokassen blieb die Fortsetzung hinter den Erwartungen der Filmemacher zurück. Und als wäre das alles nicht genug, erntete "Batman & Robin" 1998 satte elf Nominierungen für Hollywoods Spottpreis, die Goldene Himbeere.

  • Batman-Darsteller: George Clooney
  • Regisseur: Joel Schumacher
  • Fun-Fact: Aufgrund des enormen Aufwands und der Zeit, die nötig waren, um George Clooney aus seinem Batsuit zu befreien, soll der Hollywoodstar laut IMDb mindestens einmal in seinen Anzug uriniert haben. Shit happens.

6. "Batman Begins" (2005)

Nach dem desaströsen Ende der Burton-Schumacher-Saga wagte sich 2005 ein weiterer Filmemacher an den Stoff rund um Gothams nächtlichen Ritter: Christopher Nolan. Als Darsteller für den "neuen" Batman kamen neben Christian Bale, der sich später das Cape umwerfen durfte, sieben weitere Schauspieler infrage – darunter auch Henry Cavill, der 2013 zum "Man of Steel" alias Superman wurde. Im weiteren Verlauf der Batman-Filme trifft Cavills Kal-El sogar auf den Rächer Gothams ...

  • Batman-Darsteller: Christian Bale
  • Regisseur: Christopher Nolan
  • Fun-Fact: Berichten zufolge bekam Christian Bale am Set zwei Mitarbeiter zugeteilt, die eigens dafür zuständig waren, sein Cape faltenfrei zu halten.

7. "The Dark Knight" (2008)

Der zweite Teil von Nolans Batman-Trilogie bildet zugleich auch die Geburtsstunde des wohl legendärsten Kino-Jokers. Für seine Darbietung als Gothams Clownprinz des Verbrechens erhielt Heath Ledger sogar den Oscar als bester Nebendarsteller. Der Schauspieler selbst erlebte die Auszeichnung allerdings nicht mehr: Kurz nach dem Ende der Dreharbeiten starb er.

  • Batman-Darsteller: Christian Bale
  • Regisseur: Christopher Nolan
  • Fun-Fact: Aus Gründen der Geheimhaltung durfte der Cast das Drehbuch nur unter Aufsicht lesen. Im Fall von Rachel-Darstellerin Maggie Gyllenhaal musste deshalb ein Warner-Mitarbeiter 20 Stunden in ihrer Auffahrt Wache halten.

8. "The Dark Knight Rises" (2012)

Nachdem der Held in "Batman Begins" gegen Ra's al Ghul und Scarecrow antrat und es im Sequel mit dem Joker und Two-Face zu tun bekam, trumpfte auch der Abschluss der Trilogie mit zwei Gegnern auf: Talia al Ghul und Bane. Auch thematisch war die Reihe eine runde Sache: Laut Nolan (via MTV News) war das Thema des ersten Films "Angst", das Motto des zweiten "Chaos" und Teil Drei handelte von "Schmerz".

  • Batman-Darsteller: Christian Bale
  • Regisseur: Christopher Nolan
  • Fun-Fact: Tom Hardy akzeptierte den Part des Schurken Bane angeblich, ohne vorher auch nur eine Seite des Skripts gelesen zu haben.

9. "Batman v Superman: Dawn of Justice" (2016)

Seinen ersten Auftritt im offiziellen DC Extended Universe hatte der "Caped Crusader" erst 2016 in Form von Ben Affleck. Und Letzterer durfte gleich noch einen Meilenstein setzen: "Batman v Superman" ist die erste Realverfilmung, in der die beiden DC-Zugpferde aufeinander treffen. Noch im selben Jahr folgte ein Cameo-Auftritt in dem Antihelden-Film "Suicide Squad".

  • Batman-Darsteller: Ben Affleck
  • Regisseur: Zack Snyder
  • Fun-Fact: Superman ist eher der wortkarge Typ: Obwohl der Film mit einer Laufzeit von satten drei Stunden aufwartet, hatte der letzte Sohn Kryptons im Skript gerade einmal 42 Zeilen Dialog. Die meiste Screentime wurde der krachenden Action gewidmet.

10. "Justice League" (2017)

Seinen bislang letzten Auftritt hatte Batman nach chronologischer Reihenfolge Ende 2017 im Team-Film "Justice League". Darin vereinte Bruce Wayne seine Helden-Kollegen Superman, Wonder Woman, The Flash, Aquaman und Cyborg zur Gerechtigkeitsliga. Ob hingegen das Urteil über den Film gerecht ausfiel, darüber lässt sich streiten: Laut Box Office Mojo spielte der DC-Ableger "nur" 657 Millionen US-Dollar weltweit ein. Bei einem von Experten geschätzten Budget von 300 Millionen Dollar zuzüglich Marketing-Kosten kein gutes Geschäft für Filmstudio Warner Bros.

Dennoch ist mit "The Batman" noch immer ein weiterer Solofilm für die Fledermaus von Gotham geplant – auch wenn der auf sich warten lässt.

  • Batman-Darsteller: Ben Affleck
  • Regisseur: Zack Snyder / Joss Whedon
  • Fun-Fact: Da sich der Nachdreh für "Justice League" mit Cavills Arbeiten an "Mission: Impossible – Fallout" überschnitt, musste Warner bezüglich des "M:I"-Schnurrbarts des Superman-Darstellers improvisieren. Die Gesichtsbehaarung musste aufwendig digital entfernt werden – ein Umstand, der im finalen Cut leider hin und wieder deutlich zu erkennen ist. #mustachegate wurde zum geflügelten Wort in den sozialen Medien.
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