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Guillermo del Toro: Die 8 wichtigsten Filme des Horror-Visionärs

Zeitlos gut: Guillermo del Toros Fantasydrama "Pans Labyrinth" aus dem Jahr 2006 gilt schon jetzt als moderner Klassiker.
Zeitlos gut: Guillermo del Toros Fantasydrama "Pans Labyrinth" aus dem Jahr 2006 gilt schon jetzt als moderner Klassiker. (©dpa 2017)

Mit dem großen Geheimtipp "The Shape of Water" meldet sich der mexikanische Regiemeister und "Death Stranding"-Costar Guillermo del Toro Anfang 2018 auf der großen Kinoleinwand zurück. Für uns Grund genug, einmal auf die Filmografie des visionären Fantasy- und Horror-Experten zurückzublicken – und Dir die acht Highlights genauer vorzustellen.

1. "The Shape of Water: Das Flüstern des Wassers" (2017)

Amerika zur Zeit des Kalten Kriegs: Labormitarbeiterin Elisa (Sally Hawkins, "Happy-Go-Lucky") führt als stumme Mitarbeiterin eines geheimen Labors der US-Regierung  ein Leben in der Isolation – bis sie eines Tages auf das lebende Ergebnis eines Bio-Experiments trifft ...

  • Fun Fact: "The Shape of Water" spielt während eines wichtigen Ereignisses der Weltgeschichte, das tatsächlich stattgefunden hat, mischt der Story aber magische Elemente unter. Genau so verfuhr Guillermo del Toro auch bei seinem wohl immer noch beliebtesten Film "Pans Labyrinth".
  • Wissenswertes: Bereits kurz nach den ersten Festival-Screenings wurde das Fantasy-Abenteuer im "BioShock"-Look als Guillermo del Toros möglicherweise bester Film betitelt. In Deutschland müssen wir uns noch bis zum 15. Februar 2018 gedulden, um herauszufinden, ob dem wirklich so ist. Dann startet "The Shape of Water" auch hierzulande in den Kinos.

2. "Cronos" (1993)

Mitte der 1990er, nach ersten Gehversuchen mit Kurzfilmen, fiel für Guillermo del Toro mit "Cronos" der Startschuss für seine Spielfilmkarriere. Sein erster Horrorfilm dreht sich um das ewige Leben und um ein mysteriöses Gerät, welches das Umfeld eines Mannes in Schutt und Asche legt.

  • Fun Fact: Universal wollte aus "Cronos" mit bekannteren Hollywoodstars ein Remake fertigen. Del Toro schmetterte die Idee ab mit den Worten: "Wer will schon Jack Lemmon Blut vom Badezimmerfußboden lecken sehen?"
  • Wissenswertes: Bereits in seinem Erstlingswerk arbeitete Guillermo del Toro mit Schauspieler Ron Perlman zusammen. Viele weitere gemeinsame Produktionen sollten folgen.

3. "Pans Labyrinth" (2006)

Im Jahr 1944 herrscht nach dem Bürgerkrieg das faschistische Regime Francos in Spanien. Die junge Ophelia kann das Leben zusammen mit ihrem Stiefvater, einem sadistischen Hauptmann aus Francos Reihen, nicht mehr ertragen. Sie flüchtet sich in die Welt ihrer geliebten Bücher – die bald erstaunlich weit in die Wirklichkeit hineinreicht ...

  • Fun Fact: Wenn man der Trivia-Seite zu "Pans Labyrinth" auf IMDb Glauben schenken darf, klatschten die Zuschauer beim Filmfestival in Cannes nach dem Screening ganze 22 Minuten lang.
  • Wissenswertes: "Pans Labyrinth" gilt als Geniesteich del Toros, wurde bei den Oscars 2007 mit drei Trophäen ausgezeichnet und wird mittlerweile unter vielen Filmfreunden als moderner Klassiker bezeichnet.

4. "Mimic – Angriff der Killerinsekten" (1997)

Wunderbar kitschige 1990er-Horroraction zauberte Guillermo del Toro mit seinem ersten großen Hollywoodfilm "Mimic". Mira Sorvino ("The Replacement Killers") nimmt es hier als schöne Gentechnikerin mit Rieseninsekten auf, die von New Yorks U-Bahn-Schächten aus die Welt überrennen möchten ...

5. "Blade II" (2002)

Anfang der 2000er-Jahre war Guillermo del Toro sehr produktiv. Nach dem spanischsprachigen Schulgrusler "Das Rückgrat des Teufels" wurde ihm 2002 die Fortsetzung des ersten echten Marvelfilms "Blade" (1998) anvertraut. Aus dem eher dünnen Drehbuch machte del Toro einen stylishen Actionfilm in seinem typischen Gothiclook. Einmal mehr zwirbelt sich der immer coole Wesley Snipes hier durch fiese Vampirhorden.

  • Fun Fact: Obwohl der erste "Blade" allgemein als bester Teil der Reihe gilt, favorisiert Hauptdarsteller Wesley Snipes diesen Fortsetzungsfilm von Guillermo del Toro.
  • Wissenswertes: In del Toros Filmografie ist "Blade II" bis heute (Stand 2017) der einzige Film, bei dem er nicht am Drehbuch mitgearbeitet hat.

6. "Hellboy" & "Hellboy 2" (2004, 2008)

Mit "Blade II" hatte  Guillermo del Toro anscheinend der Comicfilm-Wurm gebissen. Prompt inszenierte der mexikanische Effektexperte die nächste Kinoumsetzung eines beliebten Comics. Hellboy (Ron Perlman) ist ein Dämon, der einst von den Nazis beschworen wurde, sich heute aber den Mächten der Finsternis entgegenstellt.

Die Fortsetzung aus dem Jahr 2008, die del Toro nach "Pans Labyrinth" realisierte, gilt unter vielen Fans als noch gelungener als der Erstling aus 2004. Ein "Hellboy"-Reboot mit "Stranger Things"-Star David Harbour in der Titelrolle ist aktuell in Produktion – Guillermo del Toro wird hier aber nicht involviert sein.

  • Fun Fact: Um sich auf die Rolle als Hellboy vorzubereiten, las Ron Perlman alle Comics. Fünf bis sieben Tage die Woche trainierte der Star zudem jeweils gut drei Stunden lang – auch noch während der Dreharbeiten.
  • Wissenswertes: Die Figuren Baby Hellboy, Ivan the Corpse, Train Driver und Kroenen wurden allesamt von Guillermo del Toro synchronisiert.

7. "Crimson Peak" (2015)

Eher ein Kritiker- als ein Zuschauerhit gelang Guillermo del Toro 2015 mit dem romantischen Gothic-Märchen "Crimson Peak". Mia Wasikowska ("Alice im Wunderland") spielt die junge Buchautorin Edith Cushing, die zwischen zwei Männern hin- und hergerissen ist. Was Ediths Leben nicht unbedingt einfacher macht, ist ihr Wohnort: ein gruseliges altes Haus, in dem sich Geister und Monster nachts die Klinke in die Hand geben.

  • Fun Fact: Eigentlich sollte Benedict "Sherlock" Cumberbatch die Rolle von Ediths Verführer Thomas Sharpe spielen – er schied dann jedoch aus dem Projekt aus. Einem Setbericht von Collider zufolge setzte Tom Hiddleston nicht einmal 72 Stunden später seine Unterschrift unter den Vertrag.
  • Wissenswertes: Guillermo del Toro ist bekannt für sein großartiges Setdesign und die besondere Atmosphäre seiner Filme. In "Crimson Peak" übertraf er sich aber selbst. Von keinem Set war del Toro selbst so begeistert wie von jenem des Spukhauses in diesem Film. Für seinen Hauptdarsteller Tom Hiddleston gilt übrigens das Gleiche.

8. "Pacific Rim" (2013)

2013 wurde der Traum vieler Monsterfilm-Fans wahr: Statt mit (charmanten) Puppen und Low-Budget-Pappstädten inszenierte Guillermo del Toro ein "Kaiju"-B-Movie im ganz großen Stil. Für geschätzte 190 Millionen US-Dollar boxen sich in "Pacific Rim" Riesenroboter und fiese Aliens durch verschiedene Großstädte. Als Waffen kommen hier schon mal komplette Frachtschiffe zum Einsatz. Ein Riesenspaß – buchstäblich.

  • Fun Fact: Drehbuchautor Travis Beacham ("Kampf der Titanen") kam auf die Idee zu "Pacific Rim", als er an einem nebligen Morgen an der Küste Kaliforniens entlang spazierte. Die Form des Piers im Nebel erinnerte ihn an ein Monster, das aus dem Wasser aufsteigt. Er stellte sich einen Riesenroboter dazu vor, der sich an der Küste für den Kampf bereitmacht.
  • Wissenswertes: An der Fortsetzung "Pacific Rim 2: Uprising"– mit  Guillermo del Toro als Produzent – wird aktuell fleißig gewerkelt.

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