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Gute Gründe? 8 Filmbösewichte mit ziemlich sinnlosen Motiven

Poison Ivys Motiv in "Batman & Robin" hat uns nicht überzeugt.
Poison Ivys Motiv in "Batman & Robin" hat uns nicht überzeugt. (©picture alliance/United Archives 2017)

Filmbösewichte haben oftmals die Angewohnheit, ihre Motivation im entscheidenden Showdown-Moment ausführlich zu erläutern. Immerhin soll ja jeder wissen, welch gute Gründe sie für ihre üblen Taten haben. Doch was, wenn die Gründe einfach nur an den Haaren herbeigezogen erscheinen? Acht Filmbösewichte, die böse Dinge aus ziemlich sinnlosen Gründen getan haben, findest Du hier.

Achtung Spoiler!
Wenn es um die Beweggründe von Filmbösewichtern geht, kommen wir um Spoiler zu den jeweiligen Filmen kaum herum. Du liest also auf eigene Gefahr weiter.

1. Brigadegeneral Francis Hummel in "The Rock – Fels der Entscheidung" (1996)

General Francis Hummel (Ed Harris, "Mother!") weiß genau, was er tut. Er übernimmt mit einem Marine-Kommando die Gefängnisinsel Alcatraz, verschanzt sich dort mit den anwesenden 81 Touristen – und droht, die mitgebrachten Giftgasraketen auf San Francisco abzufeuern. Seine Forderung: Die Regierung soll innerhalb von 40 Stunden 100 Millionen US-Dollar zahlen.

  • Sein Motiv: Das Geld will Hummel nicht etwa für sich allein haben, sondern je 1 Million Dollar an die Familien seiner 83 gefallenen Soldaten auszahlen. Ihnen wurden offizielle Begräbnisse und Renten nämlich von der Militärführung versagt.
  • Unsinnig, weil: Francis Hummel kämpft für faire Renten – ein nobler Anlass. Aber muss man sich dafür gleich auf Alcatraz verschanzen, Touristen kidnappen und mit einem Giftgasanschlag auf eine Millionenstadt drohen?

2. Howard Payne in "Speed" (1994)

Howard Payne (Dennis Hopper, "Blue Velvet") hält die Polizei von Atlanta ziemlich auf Trab. Zuerst platziert der frühere Profi-Bombenentschärfer eine Bombe an einem Fahrstuhl, um 3,7 Millionen Dollar von der Regierung zu erpressen. Als dieser Plan vereitelt wird, sprengt er einen Linienbus in die Luft und macht einen Zweiten zur rollenden Bombe – mit allen Insassen als Geiseln.

  • Sein Motiv: Der schnöde Mammon. Aber er steht wenigstens offen dazu: Im Gespräch mit Filmheld Jack (Keanu Reeves) sagt Payne, er wünschte, er hätte erhabenere Ziele. Aber am Ende sei es nur Geld. Vielleicht ist den Drehbuchautoren von "Speed" auch einfach nichts besseres eingefallen?
  • Unsinnig, weil: Payne war früher selbst aufseiten der Polizei, verlor im Rahmen seiner Tätigkeit als Bombenexperte aber einen Daumen. Seine Verbitterung ist nachvollziehbar – aber plant man deshalb komplexe Erpressungsszenarien mit Bomben auf Bussen?

3. Maleficent in "Dornröschen" (1959)

König Stefan und seine Frau feiern in diesem Disney-Klassiker die Taufe ihrer ersten und einzigen Tochter Aurora. Alle Welt ist eingeladen – nur Maleficent, eine der mächtigsten Feen des Reiches, bekommt keine Einladung. Ein Umstand, der in der Folge zur Verfluchung der Prinzessin und einigen fiesen Winkelzügen der dunklen Zauberin führt.

  • Ihr Motiv: Sie wurde nicht zur Party eingeladen!
  • Unsinnig, weil: Muss man wegen einer verpassten Party gleich ein Baby samt zugehörigem Königreich verfluchen?

4. Poison Ivy in "Batman & Robin" (1997)

Pamela Isley (Uma Thurman, "Kill Bill") hat genug! Die Botanikerin experimentiert mit Kreuzungen aus Tier und Pflanze, um Mutter Natur endlich eine wirkungsvolle Waffe gegen die menschliche Gedankenlosigkeit im Umgang mit ihr zu ermöglichen.

Doch natürlich kommt es anders. Pamela wird selbst Opfer ihrer Experimente und versehentlich ein Teil ihrer Schöpfung. Fortan macht sich als Poison Ivy zusammen mit Mr. Freeze (Arnold Schwarzenegger, "Terminator: Genisys") daran, die Welt zur menschenfreien Zone umzumodellieren.

  • Ihr Motiv: Die ultimative Naturschützerin glaubt, dass eine Welt ohne Menschen für ihre Pflänzchen doch viiiel besser sei.
  • Unsinnig, weil: Umweltschutz schön und gut, aber das geht dann doch etwas zu weit ...

5. Obadiah "Obi" Stane in "Iron Man" (2008)

Jahrelang hat Obadiah Stane (Jeff Bridges, "Hell or High Water") Stark Industries nach dem Tod von Tony Starks Vater geleitet. Nun erwachsen, übernimmt der Junior nicht nur die Firma, sondern beschließt am Ende sogar, die Waffenproduktion einzustellen.

Das gefällt Stane mal überhaupt nicht. Er setzt die Terrororganisation der Zehn Ringe auf Tony Stark (Robert Downey Jr., "Spider-Man: Homecoming") an. Als das keinen Erfolg hat, konstruiert er seine eigene Iron-Man-Rüstung, um so wieder an die Macht zu kommen.

  • Sein Motiv: Schlechte Jobaussichten. Stane sieht sein Lebenswerk bei Stark Industries in Gefahr, als Tony Stark den Konzern übernimmt.
  • Unsinnig, weil: Wenn es jobtechnisch nicht ganz nach Plan läuft, können Menschen ins Grübeln geraten – so weit, so nachvollziehbar. Doch Stone übertreibt dann doch etwas, wenn er direkt eine Terrorgruppe auf seinen neuen Chef hetzt.

6. Dr. Evil in der "Austin Powers"-Filmreihe (1997 - 2002)

Gleich in mehreren "Austin Powers"-Filmen ist Dr. Evil (Mike Myers, "Supermensch – Wer ist Shep Gordon?") als Hauptantagonist vertreten. Der Leiter einer Verbrechensorganisation verfolgt dabei vor allem ein Ziel: Die Weltherrschaft an sich zu reißen. Dabei muss er es in immer neuen schrägen Auseinandersetzungen mit seinem ultimativen Gegner aufnehmen, dem Geheimagenten Austin Powers.

  • Sein Motiv: Eigentlich hat er gar keins, aber immerhin lautet sein Nachname Evil, was soll er also sonst machen?
  • Unsinnig, weil: Siehe "sein Motiv" ...

7. Lex Luthor in "Batman v Superman: Dawn of Justice" (2016)

In "Batman v Superman: Dawn of Justice" setzt Lex Luthor (Jesse Eisenberg, "Die Unfassbaren 2") als Hauptantagonist alles daran, den von ihm gehassten Superman (Henry Cavill, "Sand Castle") endgültig aus dem Verkehr zu ziehen. Dafür schreckt er vor den niedersten Manipulationen nicht zurück und schafft es sogar, Superman zum Kampf gegen Batman (Ben Affleck, "The Accountant") zu zwingen.

Letzteren hat der millionenschwere Filmbösewicht zuvor ebenfalls bereits entsprechend manipuliert, sodass es tatsächlich zum beinahe tödlichen Showdown zwischen den beiden Superhelden kommt.

  • Sein Motiv: Superman vernichten. Aus ... Gründen.
  • Unsinnig, weil: Lex Luthor hatte eine schwierige Kindheit und dadurch einen Hass auf Götterfiguren. Deswegen spielt er als steinreicher Firmenchef bereits in jungen Jahren ein komplexes Spiel mit zwei der ikonischsten Filmhelden. Selbst Martha Kent, Supermans menschliche Adoptivmutter, wird mit hineingezogen.

8. Laurel Hedare in "Catwoman" (2004)

Laurel Hedare (Sharon Stone, "The Disaster Artist") hat alles: Sie ist von Beruf Model, mit dem millionenschweren Besitzer einer Kosmetikfirma verheiratet und soll bald ihre eigene Hautcreme auf den Markt bringen. Doch dann ersetzt ihr Gatte sie durch eine Jüngere.

Um wenigstens ihre Hautcreme zu retten, die für Nutzerinnen ziemlich unerfreuliche Nebenwirkungen hat, und ganz nebenbei ihre Rache zu bekommen, schreckt sie auch vor Mord und Intrigen nicht zurück.

  • Ihr Motiv: Hautcreme verkaufen.
  • Unsinnig, weil: Was soll man da noch sagen ... ?
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