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Heiligenschein? 6 Darsteller, die (fast) immer die Guten spielen

Auf der Seite der Guten fühlt sich auch Hollywood-Star Will Smith wohl.
Auf der Seite der Guten fühlt sich auch Hollywood-Star Will Smith wohl. (©Netflix / Pedro Saad 2018)

Siehst Du einen Film mit – sagen wir mal – Tom Hanks, kannst Du mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass der Oscarpreisträger einen Guten, wenn nicht sogar den Helden der Story spielt. Manche Schauspieler sind tatsächlich so klar auf die gute Seite festgelegt, als hätten sie einen Vertrag mit dem Engelchen auf ihrer Schulter geschlossen.

Diese sechs Darsteller haben es sich auf der guten Seite von Hollywoods Geschichten wahrlich gemütlich gemacht – jedoch mit mindestens einer Ausnahme.

1. Reese Witherspoon

Schon rein optisch erfüllt Reese Witherspoon das Klischee des guten Mädchens. (© 2010 Andrew Cooper / Columbia TriStar Marketing Group, Inc. All Rights Reserved.)

Seit ihrem Durchbruch als Unschuld vom Lande in "Eiskalte Engel" hat sich ihr Ruf tatsächlich einzementiert. Reese Witherspoon ist einfach America's Darling. Sie mag – wie in "Natürlich blond" – überzogen und manchmal sogar zickig rüberkommen, aber eines ist sie nie: böse. So spielte sie in ihrer Karriere bereits einen liebreizenden Geist in "Solange Du da bist", eine überforderte, aber nette Polizistin ("Miss Bodyguard") und eine sympathische Countrysängerin ("Walk the Line"). Und in "A Wrinkle in Time" wird sie demnächst sogar eine Art übernatürliche Fee mimen.

  • Die Gute in: "Ernst sein ist alles", "Sweet Home Alabama" "Eiskalte Engel", "Natürlich Blond"-Reihe, "Solange Du da bist", "Penelope", "Miss Bodyguard", "A Wrinkle in Time" uvm.
  • Ausnahme: "Election", in der schwarzen Highschool-Komödie spielt Witherspoon eine Musterschülerin, die durch ihren Ehrgeiz eine Gefahr für ihre Umwelt ist.

2. Leonardo DiCaprio

Er richtet seine Waffe nur auf die Bösen: Leonardo DiCaprio. (© 2015 Twentieth Century Fox)

Auch wenn Leonardo DiCaprio oft Charaktere spielt, die sich mit ihren eigenen Dämonen herumschlagen müssen, können seine Rollen doch meist allesamt in die Kategorie der "good guys" eingeordnet werden. Dabei zeigt DiCaprio insbesondere seit seiner wiederholten Zusammenarbeit mit Mentor und Regisseur Martin Scorsese große Vielseitigkeit. Vom jugendlichen Teenie-Idol ("Titanic", "William Shakespeares Romeo & Julia") wandelte er sich dank "Aviator", "Departed – Unter Feinden" und auch "Inception" zum waschechten Helden mit vielen Facetten.

  • Der Gute in: "The Beach", "Titanic", "William Shakespeares Romeo & Julia", "Inception", "Aviator", "The Revenant" uvm.
  • Ausnahme: "Django Unchained", in dem DiCaprio den sadistischen Plantagenbesitzer Candy verkörpert, und "The Wolf of Wall Street", in dem er als Börsenmakler Kunden um Millionen prellt

3. Sandra Bullock

Ein Kätzchen auf dem Schoss bedeutet nicht immer, dass man es mit einem Bösewicht zu tun hat. (© 2013 Gemma LaMana / / TM & © 2013 Twentieth Century Fox Film Corporation. All Rights Reserved.)

Keine Skandale, keine Affären, keine schmutzige Wäsche: Sandra Bullock ist die Sauberfrau von Hollywood. Und das führt sie auch in ihren Filmen fort. Bullock spielt meist das nette Mädchen von nebenan, das vielleicht zu Beginn zickig ("Selbst ist die Braut"), spießig ("Taffe Mädels") oder versnobt ("Blind Side") rüberkommt – tief im Inneren sind ihre Rollen aber stets herzensgut. Und wenn wir ganz ehrlich sind, möchten wir es doch auch gar nicht anders haben, oder? Immerhin darf sie bald in "Ocean's Eight" ihre räuberische Ader ausleben.

  • Die Gute in: "Taffe Mädels", "Blind Side", "Selbst ist die Braut", "Eine zweite Chance", "Verrückt nach Steve", "Miss Undercover" uvm.
  • Ausnahme: In dem Animationsfilm "Minions" leiht sie Scarlet Overkill (der Hauptgegnerin der Minions) ihre Stimme. Aber mal ganz im Ernst: Das zählt doch eigentlich gar nicht, oder?

4. Tom Hanks

Als Robert Langdon rettete Tom Hanks wiederholt die Welt. (© 2005 Simon Mein / Columbia Pictures Industries, Inc. All Rights Reserved.)

Für viele ist Tom Hanks oder vielmehr seine Rollenwahl der Inbegriff des Gutmenschen: clever, schlau und humorvoll und natürlich absolut integer. So spielte er schon den sympathischen Trickfilm-Visionär Walt Disney ("Saving Mr. Banks"), das Kind im Manne in "Big", den romantischen Witwer in "Schlaflos in Seattle" und einen heldenhaften NASA-Astronauten auf der "Apollo 13"-Mission. Die Liste lässt sich endlos weiterführen.

Auch seine zwei Oscars durfte er bei "Philadelphia" (1994) und "Forrest Gump" (1995) für die Darstellung zweier sehr unterschiedlicher, aber dennoch herzensguter Charaktere einstreichen.

  • Der Gute in: "Forrest Gump", "Der Soldat James Ryan", "The Green Mile", "Saving Mr. Banks", Big", "Cast Away", "Captain Phillips " uvm.
  • Ausnahme: "The Circle" , in dem Hanks den Chef des gleichnamigen fiktiven Social-Media-Riesen spielt. Und natürlich streng genommen der charmante, aber erfolglose Bankräuber in dem Remake von "Ladykillers".

5. Jennifer Aniston

Sonnenschein Jennifer Aniston sorgt vor allem in Komödien für gute Stimmung. (© 2018 Sony Pictures Home Entertainment)

Als Rachel Green in der Kultserie "Friends" erlangte Jennifer Aniston internationale Bekanntheit. Auch nach dem Aus der Feel-Good-Serie blieb sie ihrem Image treu und trat vor allem als nettes Mädchen von nebenan auf – meist auf der Suche nach der großen Liebe. So verliebte sie sich in "Liebe in jeder Beziehung" unglücklich in ihren besten Freund, trifft in "... und dann kam Polly" auf einen alten Schulfreund oder betreut mit ihrem Ehemann einen jungen Hundewelpen in "Marley & ich". Und selbst bei ihren seltenen Ausflügen ins ernstere Metier wie bei "The Good Girl" spielt sie dennoch immer eines: das gute Mädchen.

  • Die Gute in:  "Wanderlust", "Liebe in jeder Beziehung", "... und dann kam Polly", "Marley & ich", "The Good Girl", "Umständlich Verliebt" uvm.
  • Ausnahme: "Kill the Boss", in dem Aniston als umtriebige Zahnärztin ihren Zahnarzthelfer in einer Tour sexuell belästigt. Das ist aber eher amüsant als wirklich böse. Auch in "Office Christmas Party" gibt sie die knallharte und kratzbürstige Chefin.

6. Will Smith

Brav: Will Smith hält sich größtenteils von bösen Buben fern. (© 2008 Frank Masi SMPSP / Columbia Pictures Industries, Inc. and GH Three LLC All Rights Reserved. **ALL IMAGES ARE PROPERTY OF SONY PICTURES ENTERT)

Auch Will Smith hat im Serienformat seinen Durchbruch gefeiert. Als "Der Prinz von Bel-Air" mischt er zwar mit seiner frechen Art die reiche Verwandtschaft in Los Angeles auf, zeigt aber keinerlei bösartige Tendenzen. Spätestens seit "Independence Day" setzt sich der Gelegenheitsrapper auch als Held durch: In dem Sci-Fi-Klassiker steht bei ihm – wie auch in "Men In Black" – nichts anderes auf der Agenda, als die Welt zu retten.

In Dramen wie "Das Streben nach Glück", "Sieben Leben" und "Verborgene Schönheit" muss sich der "good guy" wiederum mit sehr irdischen, privaten Schicksalsschlägen auseinandersetzen. Die dunkle Seite? Für den Hollywood-Star offenbar wenig interessant.

  • Der Gute in: "Hitch – Der Date Doktor", "Independence Day", "Men In Black", "Die Legende von Bagger Vance", "Das Streben nach Glück", "Sieben Leben", "Verborgene Schönheit", "I Am Legend", "Wild Wild West"
  • Ausnahme: Der Antiheldenfilm "Suicide Squad", in dem er den Profikiller Floyd Lawton aka Deadshot spielt. Doch natürlich hat der Söldner einen guten Kern.
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