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Hier ist Jacky! 15 Filme mit Jack Nicholson für Deine Watchlist

Jack Nicholson in Shining
Legendär: Diese Szene kennen sogar Filmfans, die "Shining" nie gesehen haben.

Mit seinem breiten, diabolischen Grinsen wurde er zur waschechten Hollywoodlegende: Jack Nicholson. Bis heute ist der Amerikaner der männliche Schauspieler mit den meisten Oscarnominierungen – ganze zwölfmal hatte er die Chance auf einen Goldjungen. Nur seine Kollegin Meryl Streep übertrifft ihn (21 Nominierungen). Gute Jack-Nicholson-Filme gibt es dementsprechend viele, umso schwerer fiel die Auswahl für die folgende Liste.

"Easy Rider"

Erscheinungsjahr: 1969

Von dem Erfolg des kultigen Roadmovie über zwei Drogen schmuggelnde Motorradfahrer profitierte wohl niemand so sehr wie Jack Nicholson: Nach einem Jahrzehnt als Darsteller in Low-Budget-Produktionen feierte der Schauspieler als alkoholsüchtiger Anwalt George Hanson seinen Durchbruch in Hollywood. Obwohl seine Rolle vergleichsweise klein ausfiel, erntete Nicholson für seine Performance prompt seine allererste Oscarnominierung.

"Five Easy Pieces – Ein Mann sucht sich selbst"

Erscheinungsjahr: 1970

Die erste Oscarnominierung in der Kategorie "Bester Hauptdarsteller" folgte nur ein Jahr später. In der gefeierten Charakterstudie verkörpert Jack Nicholson den unzufriedenen Außenseiter Robert Dupea, der sein musikalisches Talent stets ungenutzt ließ und nicht so recht weiß, welchen Weg er im Leben einschlagen soll. Dabei gibt Nicholson zum ersten Mal einen der Wutausbrüche zum Besten, die zur Paradedisziplin des Hollywoodstars werden sollten.

"Das letzte Kommando"

Erscheinungsjahr: 1973

Um in Hal Ashbys Tragikomödie mitzuspielen, lehnte Jack Nicholson sogar eine Nebenrolle in der Gaunerkomödie "Der Clou" ab, die später satte sieben Oscars abräumte. Der Schauspieler brilliert in der Rolle des zynischen Billy Buddusky, einem von zwei Marinesoldaten, die einen Kameraden ins Militärgefängnis überführen sollen. Weil die Strafe den beiden Navy-Angehörigen völlig überzogen erscheint, legen sie reichlich Zwischenstopps ein, um dem Verurteilten etwas Gutes zu tun. Gemeinsam streift das Trio durch das triste Amerika der Post-Vietnamkriegs-Ära.

"Chinatown"

Erscheinungsjahr: 1974

In Roman Polanskis oscarprämiertem Neo-Noir-Klassiker spielt Jack Nicholson den lässigen Privatdetektiv Jake Gittes im Los Angeles der 1930er-Jahre. Der Schnüffler soll einen möglicherweise untreuen Ehemann observieren. Als dieser jedoch wenig später tot aufgefunden wird, kommt Gittes einer viel größeren Verschwörung auf die Spur – zahlreiche Wendungen inklusive.

1990 wechselte Nicholson für das "Chinatown"-Sequel "Die Spur führt zurück – The Two Jakes" hinter die Kamera: Diesmal führte der Hollywoodstar selbst die Regie. Die düstere Fortsetzung reichte jedoch nicht an den Erfolg von "Chinatown" heran.

"Einer flog über das Kuckucksnest"

Erscheinungsjahr: 1975

Bis heute bekam Jack Nicholson drei Oscars – den ersten Academy Award gab es für Miloš Formans Filmklassiker "Einer flog über das Kuckucksnest". In dem Drama täuscht ein Krimineller eine psychische Erkrankung vor, um dem Gefängnis zu entgehen und stattdessen in eine Nervenheilanstalt gebracht zu werden. Bald schon droht ihn das strenge System, in dem Patienten mit Medikamenten ruhiggestellt werden und ein immer gleicher Tagesablauf vorgegeben ist, jedoch wirklich in den Wahnsinn zu treiben. Der rebellische Insasse zettelt eine Revolte an.

"Shining"

Erscheinungsjahr: 1980

Stanley Kubrick verfilmte Stephen Kings gleichnamigen Bestseller, erschuf damit ein echtes Meisterwerk und bescherte Jack Nicholson die Rolle seines Lebens. Nicholson verkörpert Jack Torrance, einen erfolglosen Autor und Familienvater, der mit Frau und Kind einen Winter lang das abgelegene Overlook-Hotel hüten soll. Was der Charakter von Jack Nicholson im Film nicht ahnt: Das Hotel raubt seinen Bewohnern langsam, aber sicher den Verstand.

Der Schocker gilt bis heute als wegweisend für das Horror-Genre. Szenen wie die legendäre Tür-Sequenz ("Hier ist Jacky!"), die Geister-Zwillinge oder das Blut, das aus dem Fahrstuhl strömt, wurden in zahlreichen Filmen und Serien immer wieder aufgegriffen, beispielsweise in "Die Simpsons" und "Ready Player One".

"Zeit der Zärtlichkeit"

Erscheinungsjahr: 1983

"Bester Film", "Beste Regie", "Bestes adaptiertes Drehbuch", "Bester Hauptdarsteller" und "Beste Hauptdarstellerin": Ganze fünf Oscars heimste die vielschichtige Tragikomödie von Regisseur James L. Brooks ein – einer davon ging an Jack Nicholson. Dabei steht der Schauspieler ausnahmsweise mal nicht im Vordergrund.

Stattdessen konzentriert sich die 30 Jahre umspannende Geschichte auf die Beziehung der besitzergreifenden Mutter Aurora (Shirley MacLaine) und ihrer Tochter Emma (Debra Winger). Letztere sieht in ihrer Hochzeit die Chance zur Flucht – und ergreift sie. Erst als Emma krank wird, nähern sich Mutter und Tochter wieder an.

"Batman"

Erscheinungsjahr: 1989

Als bekannt wurde, dass Regisseur Tim Burton seinen neuen Batman (Michael Keaton) gegen den Harlekin des Hasses antreten lassen will, kursierten prompt die wildesten Gerüchte rund um die Besetzung. Die Spekulationen reichten von Willem Dafoe bis David Bowie. Tatsächlich hatten es die Filmemacher jedoch auf Jack Nicholson als Joker abgesehen. Als der Schauspieler zögerte, boten die Produzenten Robin Williams die Rolle an. Dessen Interesse an der Rolle köderte wiederum Nicholson, der prompt unterschrieb – sehr zum Verdruss von Williams.

"Eine Frage der Ehre"

Erscheinungsjahr: 1992

In dem Gerichtsdrama heißt es: Tom Cruise ("Mission: Impossible – Fallout") gegen Jack Nicholson! Als junger Militäranwalt soll Cruise zwei Soldaten verteidigen, die einen Kameraden im Rahmen einer "Disziplinierungsmaßnahme" zu Tode folterten. Allerdings ist der Mordfall nicht so eindeutig, wie es zunächst scheint. Entschlossen, den wahren Schuldigen zu finden, gerät der Verteidiger mit dem angesehenen Colonel Nathan Jessup (Nicholson) aneinander.

"Besser geht's nicht"

Erscheinungsjahr: 1997

Melvin (Nicholson) ist ein neurotischer Miesepeter, keiner seiner Mitmenschen ist vor seinen verbalen Ausbrüchen sicher. Meist verschanzt sich der Zyniker in seinem Apartment in New York, doch sein schwuler Nachbar Simon (Greg Kinnear) und die alleinerziehende Kellnerin Carol (Helen Hunt) locken den Griesgram aus seinem Schneckenhaus. Kurzum: Skurrile Charaktere und witzig-bösartige Dialoge machen "Besser geht's nicht" zu einem der unterhaltsamsten Jack-Nicholson-Filme.

"Das Versprechen"

Erscheinungsjahr: 2001

Sean Penn ("Milk") ist einer der herausragendsten Charakterdarsteller seiner Zeit – und ein genialer Regisseur. In der bitteren Dürrenmatt-Verfilmung "Das Versprechen" setzt Penn seinen Schauspielkollegen Jack Nicholson gekonnt als abgehalfterten Polizisten in Szene, dessen letzter Fall zur Besessenheit wird. Einen Tag vor seinem Ruhestand verspricht der Ermittler der Mutter eines ermordeten Mädchens, den Täter ausfindig zu machen. Ein Schwur, der Einsamkeit und tragische Wendungen nach sich zieht.

"About Schmidt"

Erscheinungsjahr: 2002

"About Schmidt" beschert Jack Nicholson eine ungewohnte Rolle: Statt als grinsender Wüterich, Außenseiter, Rebell oder Freigeist zeigt die Tragikomödie den Hollywoodstar als gealterten Spießer, der von seinem unaufgeregten Vorstadtleben frustriert ist. Als Schmidt in den Ruhestand gezwungen wird und kurz darauf seine Frau stirbt, weiß er nichts mehr mit sich anzufangen. Mit seinem Wohnmobil macht sich der Rentner deshalb auf, der Tristesse seines Lebens zu entkommen.

"Was das Herz begehrt"

Erscheinungsjahr: 2003

Keiner streitet so schön wie Jack Nicholson und Diane Keaton in "Was das Herz begehrt". Ihre witzigen Dialoge geben der klassischen Liebesgeschichte des Films den nötigen Biss. Nicholson brilliert als ewiger Junggeselle Harry, der nur an jungen Frauen interessiert ist. Keaton verkörpert die geschiedene Autorin Erica, die ein Auge auf den 63-jährigen Harry geworfen hat. Unglücklicherweise hat der nur Augen für ihre Tochter Marin – bis Harry nach einem Herzinfarkt in Ericas Obhut landet.

"Departed – Unter Feinden"

Erscheinungsjahr: 2006

Martin Scorseses Film mit Jack Nicholson, Matt Damon und Leonardo DiCaprio in den Hauptrollen spielt in South Boston, wo die Polizei und das organisierte Verbrechen sich ein Katz-und-Maus-Spiel liefern. Der irische Mafioso Frank Costello (Nicholson) hat mit Colin Sullivan (Damon) einen Maulwurf bei der Polizei, die mit dem Kadetten Billy Costigan (DiCaprio) wiederum einen Spitzel in den Reihen der Mafia hat. Beide Parteien ahnen, dass sie unterwandert wurden, und beauftragen jeweils einen Mitstreiter, die "Ratte" zu finden. Es kommt, wie es kommen muss: Die Wahl fällt ausgerechnet jeweils auf Sullivan und Costigan.

Das US-Remake des Hongkonger Gangsterthrillers "Infernal Affairs" wurde bei den Oscars 2007 mit vier Trophäen ausgezeichnet, unter anderem als bester Film.

"Das Beste kommt zum Schluss"

Erscheinungsjahr: 2007

Allein wegen seines Titels muss dieser Film mit Jack Nicholson und Morgan Freeman der letzte Eintrag auf unserer Liste sein. Zwar kehrte Nicholson drei Jahre später noch ein letztes Mal für "Woher weißt du, dass es Liebe ist?" vor die Kamera zurück. Doch an die inspirierende Tragikomödie rund um zwei schwer kranke Männer, die ihre "Löffellisten" abarbeiten, reicht "Woher weißt du, dass es Liebe ist?" nicht heran. Manchmal kommt das Beste eben doch nicht zum Schluss.

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