"Hulk"-Filme: Jeder Kino-"Smash!" des grünen Wüterichs im Überblick

Hulk wütend! Ein neuer Solofilm für den grünen Hünen ist in naher Zukunft nicht geplant.
Hulk wütend! Ein neuer Solofilm für den grünen Hünen ist in naher Zukunft nicht geplant. (©Marvel Studios 2018)
Jutta Peters Wartet noch immer auf ihren Brief aus Hogwarts. Erwägt alternativ eine Laufbahn bei den Avengers.

In den letzten Jahren wurde der Schrei der Marvel-Fans nach einem neuen Solo-Ableger für den Hulk immer lauter. Dass dies schlicht in naher Zukunft nicht möglich ist, da die Filmrechte an der Figur noch immer bei Universal liegen, brachte die Anhänger beinahe zum Ausrasten. Gut, dass es genügend Team-Blockbuster gibt, in denen Banners Alter Ego mitmischen durfte. Im Folgenden findest Du alle "Hulk"-Filme auf einen Schlag.

Vorweg ein Rückblick: Bevor er auf die große Leinwand durfte, schlug sich Bruce Banner alias der Hulk bereits jahrelang im Fernsehen durch. Die Serie "Der unglaubliche Hulk" von 1978 mit Lou Ferrigno in der Hauptrolle hatte zwar mehrere TV-Filme zur Folge, die Kinos "smashte" der mutierte Haudrauf allerdings erst, als der Hulk per CGI zum Leben erweckt werden konnte – zum Glück.

1. "Hulk" (2003)

Denn auch wenn der "Hulk"-Film von 2003 wahrlich kein Meisterwerk ist, können sich doch zumindest die Effekte angesichts der damaligen Möglichkeiten sehen lassen. Ein weiterer Pluspunkt: Auch wenn mit Eric Bana ein neuer Schauspieler per Computer zum Hulk mutierte, durfte der TV-Koloss Lou Ferrigno doch einen kleinen Cameo-Auftritt absolvieren. Zusammen mit Marvel-Urgestein Stan Lee verkörpert er das Duo zweier Sicherheitsbeamter.

Überzeugen konnte das Action-Drama die Kritiker dennoch nicht. Und das sollte dem Hulk zum Verhängnis werden: Eigentlich hatte Produzent Avi Arad bereits ein Sequel für 2005 geplant, doch zur Umsetzung kam es nie ...

  • Hulk-Darsteller: Eric Bana
  • Fun-Fact: Edward Norton wurde schon für diesen Film der Part des Hulk angeboten, er mochte allerdings das Skript nicht und lehnte ab.

2. "Der unglaubliche Hulk" (2008)

... stattdessen folgte der "Hulk"-Film von 2008, der bereits offiziell zum zusammenhängenden Marvel Cinematic Universe (MCU) gehört und in dem die Titelrolle mit Edward Norton neu besetzt wurde. Eigentlich wollte Regisseur Louis Leterrier die Rolle des Bruce Banner Mark Ruffalo geben, doch Marvel Studios plädierte für Norton. Ironischerweise schlüpfte wiederum vier Jahre später ausgerechnet Ruffalo in die ausgefransten Shorts des unglaublichen Hulks – diesmal mit dem Segen des Comicgiganten.

  • Hulk-Darsteller: Edward Norton
  • Fun-Fact: Damit der "Hulk"-Film in Deutschland mit einer "Ab 12 Jahren"-Freigabe starten konnte, wurde er noch einmal zugeschnitten. Die Cuts wurden jedoch laut IMDb so grob und ungeschickt umgesetzt, dass sich zahlreiche Kinogänger beschwerten und die Kinobetreiber Freikarten herausgeben mussten, um die aufgebrachten Fans zu beruhigen.

3. "Marvel's The Avengers" (2012)

Auf einzelne "Hulk"-Filme im Marvel Cinematic Universe (MCU) dürfen Fans zwar aktuell nicht mehr hoffen, Team-Ableger mit dem kampflustigen Rächer gibt es dafür aber umso mehr. Zum ersten Mal schloss sich Bruce Banner alias Hulk in "The Avengers" einer größeren Gruppe an – und wurde trotz seines wortkargen Wesens prompt zum Garanten für legendäre Punchlines. Wir sagen nur: "Das ist mein Geheimnis, Captain. Ich bin immer wütend" oder aber "Mickriger Gott".

  • Hulk-Darsteller: Mark Ruffalo
  • Fun-Fact: Tatsächlich ist das Hulk-Zitat "Mickriger Gott" (im Original: "Puny god") eine Anspielung auf einen häufig genutzten Catchphrase des Wüterichs aus den Comics, "Mickrige Menschen" ("Puny humans").

4. "Avengers: Age of Ultron" (2015)

Drei Jahre später ließ "The Avengers"-Regisseur Joss Whedon den Hulk erneut los. In "Age of Ultron" bahnte sich eine Romanze mit Black Widow an – doch Bruce Banner machte einen Rückzieher von wahrlich kosmischen Ausmaßen und entschwand ins All. "Der Hulk fürchtet Banner, ebenso wie Banner den Hulk fürchtet", erklärte Darsteller Mark Ruffalo das Verhalten seines Charakters. Wohin der Hulk verschwand, sollten die Fans erst zwei Jahre später erfahren ...

  • Hulk-Darsteller: Mark Ruffalo
  • Fun-Fact: Veronica, die künstliche Intelligenz, die den Hulkbuster entsendet, ist nach einer der zentralen Frauenfiguren aus den "Archie"-Comics benannt. Die zweite heißt Betty – genau wie Banners Freundin aus dem "Hulk"-Film von 2008, Betty Ross.

5. "Thor: Tag der Entscheidung" (2017)

... und zwar im dritten "Thor"-Solofilm. Der Marvel-Donnergott landete unfreiwillig auf dem Planeten Sakaar – und traf ausgerechnet dort auf seinen alten Avengers-Mitstreiter, den Hulk, der sich mittlerweile zum Champion des Grandmasters gemausert hat.

Was sowohl Thor als auch dem Zuschauer dabei sofort auffiel: Der Hulk zeigte sich plötzlich richtig gesprächig. Der sprechende Hulk verdeutliche, dass der grüne Wüterich sich zwei Jahre lang ohne Banner weiterentwickelt hat, erklärte Regisseur Taika Waititi im Interview mit CBR. Die Hulk-Persönlichkeit habe sich noch stärker ausgeprägt und kämpfe fortan mit Banner um die Kontrolle des gemeinsamen Körpers.

  • Hulk-Darsteller: Mark Ruffalo
  • Fun-Fact: Jeff Goldblum, der in "Thor: Tag der Entscheidung" den exzentrischen Grandmaster gibt, war 2003 für die Hauptrolle in "Hulk" im Gespräch. In Anspielung auf diesen Fakt verkündet der Grandmaster in "Thor 3", er fühle eine besondere Verbindung zu seinem Champion, woraufhin der grüne Koloss in bester Hulk-Manier die Arena auf Sakaar stürmt.

6. "Avengers: Infinity War" (2018)

Überraschend wenig Hulk bekamen die Kinogänger in "Avengers: Infinity War" zu sehen. Nachdem der "stärkste Avenger" von Thanos problemlos geschlagen wird, weigert sich der Hüne nämlich schlichtweg hervorzukommen, selbst wenn sein menschliches Alter Ego Banner in Gefahr ist.

Die meisten Fans vermuten, dass der sonst so furchtlose Gigant Angst vor dem übermächtigen Weltraum-Titan hat und sich deshalb hinter seiner menschlichen Fassade verkriecht. Eine andere populäre Fantheorie besagt hingegen, Hulk weigere sich schlichtweg, die Welt zu beschützen, da er noch immer der Meinung ist, die Menschen würden ihn hassen – eine Meinung, die der Wüterich bereits in "Thor 3" kundgetan hatte. Gestützt wird diese Spekulation vom Timing des Hulk-Rückzugs: Erst als Heimdall den Grünling auf die Erde entsendet, überlässt der Hulk die Kontrolle Banner und taucht anschließend nicht mehr auf.

  • Hulk-Darsteller: Mark Ruffalo
  • Fun-Fact: Der Kreis schließt sich! Loki verkündet am Anfang des Films im Gespräch mit Thanos: "Wir haben einen Hulk." Das Gleiche sagte schon Tony Stark alias Iron Man 2012 in "Marvel's The Avengers" zu Loki.

Das nächste Wiedersehen mit dem Hulk gibt es (vermutlich) ab dem 25. April 2019, wenn "Avengers 4" in den deutschen Kinos startet – und voraussichtlich einmal mehr die Kinokassen smasht.

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