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In diesen 12 Filmen zeigt Christoph Waltz, warum er zwei Oscars hat

Inglourious Basterds Christoph Waltz
Quentin Tarantino besetzte Christoph Waltz in "Inglourious Basterds" als Hans Landa – und öffnete ihm damit die Tore nach Hollywood.

Im deutschsprachigen Raum ist Christoph Waltz schon lange ein bekannter Name. Dass den gebürtigen Wiener inzwischen ganz Hollywood kennt, hat er vor allem Kultregisseur Quentin Tarantino zu verdanken. Der hatte ihn 2009 für "Inglourious Basterds" als SS-Standartenführer Hans Landa gecastet. Seitdem hat Christoph Waltz unter anderem in den folgenden zwölf Hollywood-Filmen mitgespielt.

"Inglourious Basterds" (2009)

"That's a Bingo!", freut sich Christoph Waltz als Hans Landa in "Inglourious Basterds". Für den Österreicher sollte die Besetzung tatsächlich ein absoluter Volltreffer werden, denn er erhielt für seine herausragende Darstellung des SS-Manns Hans Landa einen Oscar als bester Nebendarsteller.

In dem Film von Quentin Tarantino geht er im Nazi-besetzten Frankreich während des Zweiten Weltkriegs auf die Jagd nach Juden. Unter anderem löscht er beinahe die gesamte Familie Dreyfuß aus – nur die kleine Shoshanna kann fliehen. Da man sich immer zweimal im Leben trifft, erfährt die inzwischen erwachsen gewordene Shoshanna (Mélanie Laurent), dass Landa in ihrem Kino im Zuge einer SS-Großveranstaltung zu Gast sein wird – und fasst einen tödlichen Plan.

"Wasser für die Elefanten" (2011)

Christoph Waltz scheint nicht gerne Sympathieträger zu spielen, denn auch in "Wasser für die Elefanten" verkörpert er ein richtiges Ekel. In der Öffentlichkeit gibt sich August Rosenbluth (Christoph Waltz) als freundlicher Zirkusdirektor, hinter den Kulissen neigt er allerdings zu Gewalttaten. Er schreckt auch nicht davor zurück, Mitarbeiter aus dem fahrenden Zug zu werfen, falls diese ein falsches Verhalten an den Tag legen.

Die Situation eskaliert, nachdem er Jacob Jankowski (Robert Pattinson) einstellt und dieser eine Affäre mit Rosenbluths Frau Marlena (Reese Witherspoon) anfängt.

"Der Gott des Gemetzels" (2011)

Ein Film mit Christoph Waltz, der ebenfalls 2011 in die Kinos kam, ist eine schwarze Komödie von Roman Polanski, die auf dem gleichnamigen Theaterstück von Yasmina Reza basiert. "Der Gott des Gemetzels" spielt die meiste Zeit in nur einem Raum, in dem sich die beiden Ehepaare Nancy und Alan Cowan (Kate Winslet und Christoph Waltz) sowie Penelope und Michael Longstreet (Jodie Foster und John C. Reilly) über eine Auseinandersetzung ihrer Söhne unterhalten wollen.

Doch die zunächst harmlose Unterhaltung artet schnell aus und eskaliert in gegenseitigen Beleidigungen, die jeder gegen jeden austeilt. Die anfängliche Höflichkeit weicht schnell zynischen Kommentaren, Vorwürfen und Klugscheißereien und die vermeintlich Erwachsenen zeigen, dass sie sich nicht besser als ihre Kinder verhalten.

"Django Unchained" (2012)

Auch in "Django Unchained" setzt Quentin Tarantino auf Christoph Waltz – und dem Österreicher bringt seine Darbietung den zweiten Oscar als bester Nebendarsteller ein. Dieses Mal gibt Waltz den Kopfgeldjäger Dr. King Schultz, der Django (Jamie Foxx) aus der Sklaverei befreit und mit ihm die als Brittle Brothers bekannten Sklavenhalter töten will. Ist der Auftrag erfolgreich, möchte Schultz Django die endgültige Freiheit schenken. So kann der seine Frau Brunhilde (Kerry Washington) aus der Sklaverei retten. Sklaventreiber Calvin Candie (Leonardo DiCaprio) will dies allerdings um jeden Preis verhindern.

"The Zero Theorem" (2013)

Auf die Suche nach dem Sinn des Lebens begibt sich Christoph Waltz in dem Fantasy-Drama "The Zero Theorem". Computergenie Qohen Leth arbeitet an der Erforschung einer mathematischen Formel, die eine Antwort auf den Sinn des Lebens geben soll. Das tut er für eine anonyme Firma, deren Vorstand nur als "Management" (Matt Damon) bekannt ist. Management spioniert seine Mitarbeiter mit installierten Kameras in ihren Wohnungen aus. Leth schmiedet einen Plan, mit der faszinierenden und zugleich geheimnisvollen Bainsley (Mélanie Thierry) auf eine einsame Insel zu flüchten.

"Kill the Boss 2" (2014)

Im Sequel zum Film von 2011 macht Christoph Waltz den Freunden Nick (Jason Bateman), Dale (Charlie Day) und Kurt (Jason Sudeikis) als Bert Hanson, Chef eines Versandhandels, ihr Herzensprojekt zunichte. Er gibt sich als potenzieller Investor für das neu erfundene Produkt des Trios aus, nur um sie in den Ruin zu treiben und sich das Patent zu sichern. Das lassen die Freunde nicht auf sich sitzen und planen, Hansons Sohn zu entführen.

"Big Eyes" (2014)

In "Big Eyes" arbeitet Christoph Waltz erstmals mit Kultregisseur Tim Burton zusammen. Der Film orientiert sich am Leben der Malerin Margaret Keane, deren Markenzeichen es ist, Menschen mit riesigen Augen zu malen. Bekannt wurde ihr Werk in den 1960er-Jahren, als ihr Mann Walter (im Film gespielt von Christoph Waltz) vorgab, der Schöpfer der Bilder zu sein.

Als die Ehe der beiden zerbricht, verklagt Walter Margaret. Im Gericht werden beide dazu aufgefordert, ein Bild mit den großen Augen zu malen, um das endgültige Urheberrecht zu klären.

"James Bond 007: Spectre" (2015)

Welcher Schauspieler möchte nicht einmal im Laufe seiner Karriere einen waschechten Bond-Bösewicht spielen? Christoph Waltz wurde diese Ehre in Sam Mendes' "Spectre" zuteil. Darin verkörpert er Blofeld, der bereits in früheren "James Bond"-Filmen auftauchte – damals aber noch von einem anderen Schauspieler gespielt wurde. Im Laufe der Dreharbeiten zu "James Bond: Keine Zeit zu sterben" wurde bekannt, dass Christoph Waltz auch in diesem Teil seine Rolle als Blofeld wieder aufnehmen werde.

"Legend of Tarzan" (2016)

Wenn eine Geschichte schon unzählige Male adaptiert wurde, dann die von Tarzan. Dabei gehen aber nicht jedem Filmemacher die originellen Ideen aus. 2016 nahm sich "Harry Potter"-Regisseur David Yates der Thematik an und schickte Alexander Skarsgård an Lianen schwingend durch den Dschungel. Christoph Waltz wiederum spielt – wie sollte es anders sein – Captain Léon Rom, den Handlanger von König Leopold II. Dieser holt Tarzan in Folge eines Deals zurück nach London. Einige Zeit später arrangiert Rom ein Treffen in Tarzans Heimat zusammen mit dessen Frau Jane (Margot Robbie) – und lockt sie dort in einen fiesen Hinterhalt.

"Downsizing" (2017)

Was tun, wenn eine Überbevölkerung herrscht und dadurch eine Ressourcenknappheit droht? Richtig, die Menschen werden auf eine Größe von zwölf Zentimetern geschrumpft. Christoph Waltz spielt in dem Film von Regisseur Alexander Payne ("The Descendants") keine Haupt-, allerdings eine unterhaltsame Nebenrolle. Als Dušan Mirković, ein Frauen und Alkohol liebender Europäer, unterzieht er sich dem neuen Schrumpfungsverfahren und trifft auf Paul Safranek (Matt Damon). Zwar genießen sie das luxuriöse Leben in der abgeschotteten Miniaturgesellschaft namens "Leisurelands", beschließen jedoch, gemeinsam nach Norwegen zu reisen. Dort möchten sie der Ursprungskolonie der Mini-Menschen einen Besuch abzustatten. 

"Alita: Battle Angel" (2019)

Dr. Dyson Ido (Christoph Waltz) findet die Überreste eines weiblichen Cyborgs und nimmt sie mit nach Hause. Er gibt ihr den Namen "Alita". Nachdem seine Ziehtochter erwacht ist, fehlt ihr jegliche Erinnerung an ihre Vergangenheit. Plötzlich wird sie von Robo-Killern verfolgt, ohne den Grund dafür zu kennen – und entdeckt, dass sie außergewöhnliche Fähigkeiten besitzt.

"Georgetown" (2019)

Mit "Georgetown" präsentiert Christoph Waltz seine erste Regiearbeit, bei der er auch die Hauptrolle übernimmt. Der Film basiert auf wahren Begebenheiten und erzählt vom Leben des Hochstaplers Ulrich Mott (der in Wahrheit Albrecht Muth hieß). Sein größter Wunsch ist es, ein Teil der High Society zu sein. Er kommt seinem Ziel näher, als er die reiche und viel ältere Witwe Elsa Brecht (Vanessa Redgrave) heiratet und ein Leben ins Saus und Braus genießt. Obwohl Elsa ihrer 70 Jahre zum Trotz äußerst fit ist, wird sie plötzlich tot aufgefunden. Die Polizei sowie Elsas Tochter Amanda (Annette Bening) sind sich sicher: Ulrich hat die alte Dame umgebracht, um an ihr Geld zu kommen.

Ausblick

  • "James Bond 007: Keine Zeit zu sterben" (Action, Kinostart: 02.04.2020)
  • "Rifkin's Festival" (Komödie von Woody Allen, Kinostart: 2020)
  • "The French Dispatch" (Dramedy von Wes Anderson, Kinostart: 2020)
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