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"Indiana Jones"-Reihenfolge: Die Chronologie der Abenteuer-Saga

Viermal hat sich Indiana Jones schon in spektakuläre Abenteuer gestürzt – doch welches war das erste?
Viermal hat sich Indiana Jones schon in spektakuläre Abenteuer gestürzt – doch welches war das erste? (©picture alliance 2018)

Die chronologische Reihenfolge der "Indiana Jones"-Filme entspricht nicht zwingend auch der Reihenfolge, wie die einzelnen Teile im Kino veröffentlicht wurden. Dadurch ist es gar nicht so einfach, einen Überblick über die Abenteuer des Archäologen mit Fedora-Filzhut, Peitsche und lockerem Mundwerk zu bewahren. Wir helfen Dir zum Glück weiter.

1. "Indiana Jones und der Tempel des Todes" (1984)

Die Reihenfolge der "Indiana Jones"-Filme ist trotz der überschaubaren Menge von vier Teilen nicht ganz linear: Denn der zweite "Indiana Jones"-Film ist ein Prequel und spielt 1935, also zeitlich ein Jahr vor dem ersten Teil "Jäger des verlorenen Schatzes".

Worum geht’s? In "Indiana Jones und der Tempel des Todes" ist der Archäologe ein zunächst eher düsterer Charakter, der in Shanghai einen Deal mit einem zwielichtigen Gangsterboss macht. Dass er aber sein Herz am rechten Fleck hat, beweist Indiana Jones, als er mit seinen Gefährten – der Nachtclubsängerin Willie und dem chinesischen Straßenjungen Shorty – in einem indischen Dorf notlandet.

Der Ort wird von einem religiösen Opferkult tyrannisiert. Um die Dorfbewohner zu retten, muss der heilige Sankara-Stein gefunden werden. Für den Archäologen und sein Team beginnt eine abenteuerliche Suche nach dem magischen Kristall.

Fun Fact: Laut "IMDb" war die indische Regierung von der Darstellung ihres Landes – im Film präsentiert als ärmliches, von Hexerei geprägtes Land – so unzufrieden, dass sie Steven Spielberg keine Drehgenehmigung erteilten und die Außenszenen, die in Indien spielen, im benachbarten Sri Lanka gedreht werden mussten.

Weiterer Fun Fact: Jahre später zeigte sich Steven Spielberg im Vergleich zu den anderen Teilen eher unzufrieden mit "Indiana Jones und der Tempel des Todes". Den einzig positiven Aspekt, den der Regisseur heute noch erwähnt, ist, dass er am Set seine spätere Ehefrau Kate Capshaw kennengelernt hat.

2. "Jäger des Verlorenen Schatzes" (1981)

"Jäger des Verlorenen Schatzes", der erste Film in der "Indiana Jones"-Reihenfolge, ist eigentlich das zweite große Abenteuer des Archäologen. Der Streifen spielt 1936, also kurz vor dem Zweiten Weltkrieg.

Worum geht’s? Ein Jahr nach den Geschehnissen von "Indiana Jones und der Tempel des Todes“ ist Indy alias Dr. Henry Jones Junior Professor am US-amerikanischen Marshall College. Er sorgt dafür, dass die kostbaren Artefakte, die er selbst als peitschenschwingender Abenteurer aus gefährlichen Tempeln birgt, in Museen landen.

Kaum aus seinem letzten Abenteuer zurück, wendet sich der Militär-Geheimdienst an Indy und bittet ihn, die Bundeslade zu finden. Darin transportierte Moses laut Bibel die Zehn Gebote. Die Nazis sind ebenfalls auf der Suche danach – und angeblich soll jede Armee, die die Bundeslade mit sich trägt, unbesiegbar sein. Zusammen mit seiner Ex-Freundin, der taffen Barbesitzerin Marion Ravenwood, prügelt sich Indy von Nepal bis nach Ägypten, stets gejagt von seinem Konkurrenten René Belloq, der einen Pakt mit den Nazis eingegangen ist.

Fun Fact: Harrison Ford war "IMDb" zufolge stets Steven Spielbergs erste Wahl für die Rolle von Indiana Jones. Produzent George Lucas war dagegen und zog stattdessen Schauspieler wie Steve Martin, Nick Nolte, Bill Murray, Chevy Chase, Jack Nicholson, Jeff Bridges und Sam Neill für die Hauptrolle in Betracht.

3. "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" (1989)

Der dritte Teil in der Reihenfolge der "Indiana Jones"-Filme ist auch zeitgleich sein drittes Abenteuer. Er galt lange als der letzte Film. Die Haupthandlung spielt 1938. Es gibt aber auch einen Prolog, der uns zeigt, wie der 12-jährige Indiana Jones 1912 sein erstes Artefakt findet und an seine berühmte Peitsche kommt.

Worum geht’s? Dieses Mal ist Indiana Jones auf der Suche nach dem Heiligen Gral, dem Kelch, den Jesus Christus beim Letzten Abendmahl herumreichte und der angeblich ewiges Leben verspricht. Der größte Gralsexperte, den Indy kennt, ist niemand Geringeres als Dr. Henry Jones Senior, sein eigener Vater, den er allerdings erst mal aus den Fängen der Nazis befreien muss.

Gemeinsam beginnen Vater und Sohn die Suche nach dem Heiligen Gral, die sie quer über den Globus führt. Dabei finden sie aber vor allem eines: wieder zueinander. Vom düsteren Charakter, den Harrison Ford noch in "Indiana Jones und der Tempel des Todes" verkörperte, ist nichts mehr übrig.

Fun Fact: Indiana Jones‘ Vater Dr. Henry Jones Senior wird im Film von Sir Sean Connery gespielt. Im wahren Leben ist Connery gerade einmal zwölf Jahre älter als sein Schauspielkollege Harrison Ford.

Weiterer Fun Fact: In diesem Film erfahren wir endlich, wie der Abenteurer-Archäologe zu seinem Spitznamen Indiana kam: Es war der Name eines Hundes, den er als Kind hatte. Tatsächlich geht der Name auf den Hund von George Lucas zurück. Der zottelige Vierbeiner war laut "IMDb" auch die Inspiration für den "Star Wars"-Charakter Chewbacca.

4. "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" (2008)

2008 überraschte Steven Spielberg, als er erneut Harrison Ford als Indiana Jones an den Start schickte. Aufgrund von Fords vorangeschrittenem Alter ist der vierte Film auch der vierte in der "Indiana Jones"-Reihenfolge. Man entschloss sich dazu, innerhalb der Filmreihe knapp zwanzig Jahre verstreichen zu lassen und Indy so ins Jahr 1957 zu katapultieren.

Worum geht’s? In "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" geraten Indy und sein Kumpel Mac in die Fänge der Sowjets, die in der Area 51 auf der Suche nach den Überresten eines nichtmenschlichen Wesens sind. Weil Mac ein Doppelagent ist, wird auch Indy verdächtigt, mit der Sowjetunion zu kollaborieren.

Der Archäologe begibt sich auf der Suche nach dem Kristallschädel, dem Schlüssel zur sagenumwobenen Stadt Eldorado. Auf dem Weg dorthin findet er nicht nur seine Jugendliebe Marion aus "Jäger des verlorenen Schatzes" wieder, sondern auch deren Sohn Henry "Mutt" Williams, von dessen Existenz Indiana Jones bisher nichts wusste.

Fun Fact: Lange, bevor "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" das vierte offizielle Abenteuer des coolsten Archäologen der Welt wurde, galt unter Fans das Point-and-Click-Adventure "Indiana Jones and the Fate of Atlantis" von 1992 als inoffizieller vierter Teil der Reihe. Darin liefert sich Indy 1939 ein Wettrennen mit den Nazis um die versunkene Stadt Atlantis.

Weiterer Fun Fact: Am Ende weht Indys berühmter Fedora-Hut zu Füßen von Mutt. Als er ihn aufheben will, um das Erbe des Archäologen anzutreten, nimmt Indiana Jones ihm den Hut jedoch weg und setzt ihn sich selbst auf. Ein klares Statement von Steven Spielberg, dass es – zumindest im Moment noch – nur einen Indiana Jones gibt: Harrison Ford!

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