Topliste

Japanische Horrorfilme: 6 Gruselhits aus dem Land des Lächelns

(Gute) Japanische Horrorfilme setzen regelmäßig vor allem auf psychologischen Schrecken.
(Gute) Japanische Horrorfilme setzen regelmäßig vor allem auf psychologischen Schrecken. (©picture alliance/Mary Evans Picture Library 2017)

Japanische Horrorfilme sind vielen Gruselfreunden spätestens seit Anfang der 2000er-Jahre ein Begriff. Damals sorgte das amerikanische Remake "The Ring" dafür, dass die J-Horror-Welle endgültig auch auf den Westen überschwappte. Doch welche Filme gibt es eigentlich und noch viel wichtiger: Welche sind sehenswert? Wir haben sechs gute japanische Horrorfilme für Dich zusammengestellt.

1. "Ju-on: The Grudge" (2002)

Mit "Ju-on: The Grudge" erreichte die J-Horror-Welle Anfang der 2000er endgültig den Westen. Als die junge Sozialarbeiterin Rika Nishina ihre neue Stelle im Haus der alten Frau Tokunaga antritt, denkt sie sich bei dem verwirrten Verhalten ihres neuen Pfleglings nichts Böses. Doch schnell beginnen sich die unerklärlichen Ereignisse zu häufen, und als Rika eines Nachts von einer unheimlichen Frau und einem kleinen Kind in ihrem Schlafzimmer überrascht wird, beginnt sie, Nachforschungen anzustellen.

Doch was sie findet, ist alles andere als beruhigend. So stehen gleich mehrere Tode mit dem Haus in Verbindung, angefangen bei Kayako Saeki und ihrem Sohn Toshio, die vom eifersüchtigen Ehemann ermordet wurden. Seitdem liegt ein Fluch auch dem Haus und: Er ist ansteckend!

Fazit: Mit Kayako produzierte das "Ju-on"-Franchise einen der beliebtesten und tödlichsten Geister des jüngeren J-Horror-Genres. Insgesamt gibt es mittlerweile neun japanische und drei amerikanische Horrorfilme, die sich um den tödlichen Fluch drehen.

2. "Ringu" (1998), US-Titel: "Ring"

Als die Journalistin Reiko Asakawa (Nanako Matsushima) vom mysteriösen Tod ihrer Nichte erfährt, macht sie sich auf eigene Faust an die Ermittlungen. Sie findet Informationen über ein geheimnisvolles Video, das einen tödlichen Fluch auf jeden übertragen soll, der es ansieht. Voller Skepsis reist Reiko zum letzten Aufenthaltsort ihrer Nichte, findet dort eine unbeschriftete Videokassette – und zieht den Fluch auf sich.

Als sie mit Schrecken erkennt, dass ihr tatsächlich nur noch sieben Tage zu leben bleiben, bittet die Reporterin ihren Ex-Mann Ryuji Takayama (Hiroyuki Sanada, "Wolverine: Weg des Kriegers") um Hilfe. Doch auch er und selbst der gemeinsame Sohn Yiochi geraten in die Fänge des Fluches.

Fazit: Im Jahr 2002 erhielt der japanische Horrorfilm "Ringu" mit "The Ring" ein amerikanisches Remake. Das sorgte dafür, dass der Geist von Sadako auch im Westen zu gruseligem Kultstatus gelangte.

3. "Kuchisake-onna" (2007), US-Titel: "Carved: The Slit-Mouthed Woman"

"Bin ich schön?" mit dieser Frage ist in "Kuchisake-onna" ein ziemlicher Schrecken verbunden. Der Grund: Es ist die Frage, die Lehrer Noboru Matsuzaki jedes Mal zu hören glaub, wenn andernorts die Kuchisake-onna (gespielt von Miki Mizuno) erscheint. Die Frau mit dem aufgeschnittenen Mund hat es dabei scheinbar vor allem auf kleine Kinder abgesehen.

Schließlich versucht Noboru zusammen mit seiner Kollegin Kyoko Yamashita, den Hintergründen der schrecklichen Zwischenfälle auf die Spur zu kommen. Doch dabei nähern sie sich nicht nur dem Geheimnis der dämonischen Geisterfrau an, sondern befördern auch ein dunkles Kapitel aus Noborus eigener Vergangenheit zutage, dass den Lehrer auf fatale Weise mit der Kuchisake-onna verbindet.

Fazit: Gute japanische Horrorfilme leben nicht nur vom psychologischen Schrecken, sondern auch von überraschenden Wendungen. Beides bietet "Kuchisake-onna", dessen Geschichte auf eine bekannte japanische Urban Legend aus der Edo-Zeit (1603 - 1868) zurückgeht.

4. "Noroi" (2005), US-Titel: "The Curse"

"Noroi" ist nicht einfach ein geradliniger Film, sondern besteht aus zu einer Art "Dokumentation" zusammengeschnittenen Filmausschnitten, Interviews und den vermeintlich authentischen Aufnahmen von Masafumi Kobayashi. Der will als paranormaler Ermittler Licht in die seltsamen Ereignisse in einer japanischen Kleinstadt bringen. Doch was er aufdeckt, übersteigt seine schlimmsten Befürchtungen, denn offensichtlich hat er es nicht nur mit einem "einfachen" Geist zu tun, sondern mit einem ausgewachsenen Dämon. Was noch schlimmer ist: Kobayashi wird immer tiefer in die Ereignisse hineingezogen, die nach und nach auch auf sein persönliches Umfeld übergreifen.

Fazit: Die Mischung aus Found-Footage-Material, Interviews und einer für das Genre stolzen Filmlänge von 115 Minuten macht den Film zu einem eher ungewöhnlichen Vertreter des J-Horror-Genres.

5. "Honogurai Mizu no soko kara" (2002), US-Titel: "Dark Water"

Yoshimi Matsubara hat es gerade nicht leicht: Sie steckt mitten in der Scheidung, muss sich aufgrund früherer psychischer Probleme als geeignete Sorgeberechtigte für ihre Tochter Ikuko beweisen und dafür unter anderem einen Job und eine Wohnung finden. Doch das neue Apartment stellt sich schnell als Problemfall heraus und die seltsamen Ereignisse beginnen, sich zu häufen.

Als Yoshimi herausfindet, dass ein Jahr zuvor die Kleine Mitsuko Kawai im selben Gebäude verschwunden ist, ist es schon fast zu spät. Der wütende Geist des Mädchens hat es auf Ikuko abgesehen und auch mit Yoshimi seine ganz eigenen Pläne ...

Fazit: "Dark Water" demonstriert einmal mehr, wie Furcht einflößend ein kleines Kind in einem japanischen Horrorfilm sein kann. 2005 erhielt auch dieser Vertreter des J-Horror-Genres ein amerikanisches Remake mit Jennifer Connelly ("Spider-Man: Homecoming") in der Hauptrolle.

6. "Tokaido Yotsuya kaidan" (1959), US-Titel: "Ghost Story of Yotsuya"

Nicht nur moderner J-Horror hat das Potenzial zum Gruseln, auch alte japanische Horrorfilme haben es ganz schön in sich. In "Tokaido Yotsuya kaidan" dreht sich alles um die Geschichte des Samurais Iemon Tamiya. Der ermordet zunächst den Vater der schönen Oiwa, um sie zur Frau nehmen zu können, und lässt die Leiche mithilfe der Dienerin Naosuke verschwinden. Doch nach einiger Zeit ist er mit dem gemeinsamen Leben nicht mehr zufrieden und wirft ein Auge auf die reiche Erbin Ume Ito. Er vergiftet seine Frau langsam und qualvoll und heiratet nach Oiwas Tod schnell die reiche Ume. Doch sein vermeintliches Glück hält nicht lange an, denn Oiwa kehrt als hasserfüllter Geist zurück und hat nur ein Ziel: Rache an Iemon und seiner neuen Frau.

Fazit: "Tokaido Yotsuya kaidan" basiert auf der Geschichte "Yotsuya Kaidan", die schon 1825 als Kabuki-Theaterstück verfasst wurde. Sie gilt als die berühmteste japanische Geistergeschichte überhaupt. Die Filmadaption aus dem Jahr 1959 stammt von Regisseur Nobuo Nakagawa und gilt als eine der besten überhaupt.

Artikel-Themen

Neueste Artikel zum Thema

close
Bitte Suchbegriff eingeben