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Jeder macht mal Fehler: 7 schlechte Filme berühmter Schauspieler

Ja, auch einem berühmten Schauspieler wie Brad Pitt unterlaufen mal filmische Fehltritte.
Ja, auch einem berühmten Schauspieler wie Brad Pitt unterlaufen mal filmische Fehltritte. (©picture alliance / kpa 2016)

Es ist noch kein Meistermime vom Himmel gefallen. Und der Weg zum Hollywoodruhm ist kein leichter. Aber was ist da los, wenn etablierte berühmte Schauspieler richtig schlechte Filme machen? Irgendwas stimmt doch da nicht. Wir haben sieben richtig gute Schauspieler in richtig schlechten Filmen ausfindig gemacht.

1. Michael Fassbender in "Assassin's Creed" (2016)

Der in Heidelberg geborene Deutsch-Ire Michael Fassbender hat es geschafft. Über hochkarätige Indiedramen wie "Hunger" und "Shame" hat er sich einen Ruf als exzellenter Darsteller erspielt. Dadurch sahnte er auch die Rolle des "X-Men"-Schurken schlechthin ab: Magneto. Später brillierte er als Apple-Chef in "Steve Jobs" und in einer neuen Verfilmung von "Macbeth". Alles sehenswert – doch dann kam die Videospielverfilmung "Assassin's Creed". Der krampfig auf cool gebürstete Streifen verwirrt mit eigenartigem Plot und übertrieben stylisher Inszenierung. Selbst Fans der Spiele wurden bitter enttäuscht. Man merkt Fassbender hier förmlich an, wie unangenehm die Rolle des unsympathischen Assassinen gewesen sein muss. Dann lieber die Spiele zocken und andere Fassbender-Filme schauen.

2. Brad Pitt in "Troja" (2004)

Berühmte Schauspieler wie Brad Pitt müssen doch auch mal ins filmische Fettnäpfchen getreten sein, oder? Spontan fällt einem tatsächlich keine wirklich schlechte Rolle ein, mit der Brad Pitt seinen Ruf besudelt haben könnte – von ein paar vergessenen Jugendsünden abgesehen. Die Welt kennt und liebt ihn dank "Sieben", "Babel", "Interview mit einem Vampir", "Fight Club" und so weiter. Aber auch bei Pitt ist nicht alles Gold, was glänzt. Da gab es zum Beispiel "Troja", den neu aufgemotzten Historienschinken des deutschen Regisseurs Wolfgang Petersen. Das Schlachtspektakel blieb flach und fiel bei den Kritikern durch. Die Rolle hätte sich Brad Pitt sparen können.

3. Meryl Streep in "Die Teufelin" (1989)

Die große Meryl Streep duelliert sich mit der Sitcom-Heldin Roseanne Barr. Das allein müsste doch unterhaltsam sein, oder? War es vielleicht auch Ende der 80er, als "Die Teufelin" im TV ständig wiederholt wurde. Aber die Komödie ist unglaublich schlecht gealtert. Und sieht man Meryl Streep heute als verruchte Romanautorin mit Riesenbrille, fragt man sich schon, was sie damals geritten hat, diese Rolle anzunehmen.

4. Morgan Freeman in "Transcendence" (2014)

Hand aufs Herz: An Filmgurken hat Morgan Freeman einiges zu bieten. Er ist ein Paradebeispiel dafür, dass berühmte Schauspieler auch mal schlechte Filme machen. Sei es zuletzt die seelenlose Geschichtsstunde "Ben-Hur" oder der gnadenlos gefloppte "Last Knights – Die Ritter des 7. Ordens" – Freeman war gefühlt einfach zu präsent auf der Leinwand. Masse statt Klasse, da konnte nicht alles glattgehen. Auch die banale Wissenschaftlerrolle in dem Johnny-Depp-Flop "Transcendence" muss man ihm trotzdem verzeihen. Schließlich hat er fast genauso viele filmische Hits gelandet.

5. Scarlett Johansson in "The Spirit" (2008)

Die blonde New Yorkerin Scarlett Johansson landete in den vergangenen Jahren einen Hit nach dem anderen. Ob als Black Widow in den "Captain America"-Filmen, als verführerische Computerstimme in "Her" oder als stummer Alien im verstörenden Artfilm "Under The Skin" – Kritiker und Publikum lieben die 32-Jährige. Das gilt allerdings nicht für ihren Part als Silken Floss in "The Spirit" von 2008, den kann man getrost vergessen. In seiner weiteren Comicverfilmung nach "Sin City" verließ sich Regisseur Frank Miller abermals (zu) sehr auf einen coolen Look, worunter alles andere zu leiden hatte. Die Kritiken fielen verheerend schlecht aus, Johansson würde diese Rolle sicher gern aus ihrer Vita streichen.

6. Sandra Bullock in "Miss Undercover 2 – Fabelhaft und bewaffnet" (2005)

Ihren Weltruhm durch "Speed" in den 90ern konnte sich Sandra Bullock größtenteils ins neue Jahrhundert hinüberretten, lieferte aber auch einige Flops ab. Bevor sie als Astronautin in "Gravity" wieder einen neuen Karriereschub bekam, gab es auf dem Steckbrief der Schauspielerin auch schlechte Filme wie die verunglückte Komödie "Verrückt nach Steve" an der Seite von Bradley Cooper. Oder das zu prätentiöse Mysterydrama "Die Vorahnung". Und dass die Fortsetzung "Miss Undercover 2 – Fabelhaft und bewaffnet" nicht funktionieren konnte, lässt schon der dämliche Titel erahnen. Fünf Jahre später tröstete sie immerhin der Oscar als beste Hauptdarstellerin für ihren Part in "Blind Side – Die große Chance".

7. Leonardo DiCaprio in "The Beach" (2000)

Ja, selbst Leonardo DiCaprio hat ein Kapitel in der Geschichte "Berühmte Schauspieler, schlechte Rollen" verdient. Selten hat die Filmwelt jemandem so sehr den Oscar gegönnt wie ihm. Mit dem grandiosen Survivaldrama "The Revenant" klappte es 2015 endlich. Für "The Beach" von 2000 hätte es eher eine Goldene Himbeere geben sollen, den Antipreis. Die schönen Bilder konnten nicht über die schlampig inszenierte Romanverfilmung hinwegtäuschen. Schwamm drüber, Leo, den Oscar nimmt dir zu Recht keiner mehr weg.

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