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Keiner hat's gemerkt: Diese 8 Filme erhielten eine TV-Serie

Ja, auch den Kult-Tanzfilm "Dirty Dancing" gibt's als Fernsehserie. Sonderlich lang ist sie allerdings nicht...
Ja, auch den Kult-Tanzfilm "Dirty Dancing" gibt's als Fernsehserie. Sonderlich lang ist sie allerdings nicht... (©Facebook/OfficialDirtyDancing 2016)

"Hannibal", "Fargo", "Westworld": Fernsehserien, die auf Filmen basieren, sind gerade wieder voll im Trend. Nicht immer war die Adaption als TV-Serie aber auch so erfolgreich. Oder wusstest Du, dass diese acht bekannten Filme mal als Fernsehserien neu aufgelegt wurden?

1. "Casablanca"

Michael Curtiz' Melodrama "Casablanca" von 1942 ist einer der ganz großen Klassiker des Kinos, der mit vielen Zitaten – von "Spiel's noch einmal, Sam!" bis "Ich glaube, das ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft" – sogar in den Sprachgebrauch eingegangen ist. In den 1950er- und 1980er-Jahren wurde der Film gleich zweimal als Fernsehserie adaptiert. Beide Serien waren als Prequels zur Filmhandlung gedacht und beiden blieb der große Erfolg verwehrt. Die 1983 ausgestrahlte Adaption kam sogar nur auf fünf Folgen, bevor sie wieder eingestellt wurde.

2. "Ferris macht blau"

Als Matthew Broderick 1986 als Schüler Ferris Bueller in "Ferris macht blau" spektakulär die Highschool schwänzte, waren Kinogänger und Kritiker gleichermaßen angetan von der kultverdächtigen Komödie. Als vier Jahre später die Sitcom "Ferris Bueller" startete, reagierten beide Seiten recht verschnupft. Auf lediglich 13 Folgen brachte es die Serie, in der unter anderem Jennifer Aniston eine ihrer ersten Rollen spielte. Dann wurde sie wegen schwacher Einschaltquoten und noch schwächerer Kritiken wieder eingestellt. John Hughes, der Regisseur der Filmvorlage, war nicht nur nicht an der Adaption beteiligt, sondern verbot dem Filmstudio sogar, ihn damit zu Werbezwecken in Verbindung zu bringen.

3. "Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft"

Mit dem liebenswerten Sci-Fi-Familienfilm "Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft" landete Disney Ende der 1980er-Jahre einen Überraschungshit an den Kinokassen. Mit zwei Sequels ließ sich der Erfolg leider nicht wiederholen, also wurde die Geschichte um einen exzentrischen Wissenschaftler, dessen verrückte Experimente spektakulär schiefgehen, 1997 fürs Fernsehen adaptiert. Keiner der Original-Hauptdarsteller kehrte zurück, trotzdem erzielte die Sitcom zwei Staffeln lang gute Einschaltquoten. Nach einer mäßigen dritten Staffel war dann die Luft raus und das Format wurde 2000 eingestellt.

4. "The Crow"

Der Comic "The Crow" von Autor James O'Barr schaffte den Sprung auf die Leinwand 1994 mit einer gelungenen Verfilmung, die durch den Tod ihres Hauptdarstellers Brandon Lee bei den Dreharbeiten traurige Berühmtheit erlangte. 1998 kam eine auf dem Film basierende Serie ins Fernsehen, in der Mark Dacascos die Hauptrolle des wiederauferstandenen Rockstars Eric Draven übernahm. Obwohl die Serie bei Kritikern und Publikum gut ankam, wurde sie nach nur einer Staffel mit 22 Folgen eingestellt, weil das verantwortliche Filmstudio Polygram den Besitzer wechselte. Besonders ärgerlich: Das Staffelfinale endete mit einem Cliffhanger, der nie aufgelöst wurde.

5. "10 Dinge, die ich an Dir hasse"

Gil Jungers Teenie-Romanze mit Shakespeare-Vorbild war 1999 ein Kassenschlager und ein Durchbruchsfilm für Jungstars wie Heath Ledger, Joseph Gordon-Levitt und Julia Stiles. Zehn Jahre später legte der Fernsehsender ABC die Highschool-Story im Sitcom-Format neu auf: 20 Folgen wurden ausgestrahlt und hinterließen immerhin mit geistreichen Dialogen ein wenig Eindruck bei Kritikern. Dann wurde die Serie wegen geringer Einschaltquoten aber schon wieder eingestellt. Ungewöhnlich: Serienautor Carter Covington veröffentlichte im Anschluss an die Absetzung einen Blogpost beim Magazin Entertainment Weekly, in dem er schilderte, was in Staffel zwei passiert wäre, wenn es Staffel zwei gegeben hätte. Ein Service, von dem Fans der "The Crow"-Serie nur träumen können...

6. "Police Academy"

Mit sieben Filmen war die "Police Academy"-Filmreihe fast schon selbst eine Art Serie, deren Qualität und Zuschauerzahlen mit jeder Fortsetzung allerdings weiter dahinschmolzen. Die bekannten Klamauk-Filme um eine Polizeiakademie voller tölpeliger Kadetten wurden aber tatsächlich gleich zweimal fürs Fernsehen adaptiert. Zuerst 1988 als Zeichentrickserie für Kinder, die 65 Folgen in zwei Staffeln erreichte. 1997 dann noch einmal als Comedy-Realserie, deren Erfolg allerdings sehr überschaubar blieb: Nach nur einer Staffel mit 26 Folgen war schon wieder Schluss.

7. "Dirty Dancing"

Der Tanzfilm-Klassiker von 1987 mit Jennifer Grey und Patrick Swayze in den Hauptrollen bekam ein Jahr nach seinem durchschlagenden Erfolg an den Kinokassen eine Adaption als TV-Serie. Der Cast wechselte komplett, die Story blieb dafür weitgehend die gleiche – mit dem Unterschied, dass sie nun nicht mehr über einen 100-minütigen Film, sondern elf halbstündige Episoden erzählt wurde. Das funktionierte eher mäßig gut, sodass Staffel 2 erst gar nicht mehr gedreht wurde.

8. "Planet der Affen"

Pierre Boulles Roman "Der Planet der Affen" von 1963 ist schon oft verfilmt worden – zuletzt lief 2014 "Planet der Affen: Revolution" in den Kinos. Erstmals nahm sich 1968 Franklin J. Schaffner des gesellschaftskritischen Stoffes an. Auf diesem Film baute auch die 1974 produzierte gleichnamige Fernsehserie auf, der allerdings kein großer Erfolg beschieden war: 14 Folgen wurden ausgestrahlt, dann wurde das Unterfangen wegen mangelnder Einschaltquoten abgebrochen. Dafür erwiesen sich die Macher als gewiefte Zweitverwerter: Für den Kinofilm "Notlandung auf dem Planet der Affen" wurden einfach zwei Folgen des TV-Misserfolgs neu zusammengeschnitten.

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