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Magisch bis morbide: 8 schaurig-schöne Tim-Burton-Filme

Auch in "Alice im Wunderland" beschwört Tim Burton seine ganz eigene Fantasiewelt herauf.
Auch in "Alice im Wunderland" beschwört Tim Burton seine ganz eigene Fantasiewelt herauf. (©Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved. 2018)

Tim-Burton-Filme können Zuschauer oft auf den ersten Blick erkennen. Der amerikanische Filmemacher hat nicht nur eine Vorliebe für schräge bis morbide Geschichten, er inszeniert sie auch in einer ganz eigenen Bildsprache, die düstere Settings scheinbar mühelos mit schrillen Elementen paart. Dabei kommt auch nie der Humor zu kurz. Diese acht Filme des amerikanischen Filmemachers haben es uns besonders angetan.

1. "Beetlejuice" (1988)

Einem größeren Publikum bekannt wurde Tim Burton mit der Horrorkomödie "Beetlejuice". Im Mittelpunkt steht das junge Ehepaar Adam (Alec Baldwin) und Barbara (Geena Davis), das kurz nach dem Bezug ihres neuen Hauses ums Leben kommt und fortan in diesem herumgeistert. Als die Familie Deetz samt Tochter Lydia (Winona Ryder) in ihr Refugium zieht, wollen sie diese so schnell wie möglich loswerden – und rufen dafür den grausamen Poltergeist Beetlejuice (Michael Keaton) zu Hilfe. 

  • Schaurig-schön: Viele Spezialeffekte wie die Sandwürmer wurden durch den Einsatz der Stop-Motion-Technik umgesetzt. "Beetlejuice 2" ist offenbar in Planung.

2. "Batman" (1989)

Nach dem großen Erfolg von "Beetlejuice" konnte Burton sich den Regieposten für "Batman" sichern und besetzte wieder Michael Keaton in der Hauptrolle. Er inszenierte Gotham als trostlose und hässliche Metropole, die vom wahnsinnigen Gangster Joker (Jack Nicholson) heimgesucht wird, der durch ein Bad in einem Säuretank entstellt wurde. Nur der Millionär Bruce Wayne (Keaton), der nachts zum Superhelden Batman wird, kann ihn noch aufhalten.

  • Schaurig-schön: Aufgrund des großen Erfolgs des Films gab es viele Fortsetzungen. Tim Burton setzte jedoch nur noch 1992 "Batmans Rückkehr" um. An weiteren Fortsetzungen waren weder Burton noch Keaton beteiligt.

3. "Edward mit den Scherenhänden" (1990)

Eine schon Jahre währende fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Tim Burton und Johnny Depp nahm mit "Edward mit den Scherenhänden" ihren Anfang. In dem märchenhaften Fantasy-Setting bleibt der künstlich geschaffene Mensch Edward (Johnny Depp) nach dem Tod seines Erfinders unvollendet zurück: Er besitzt statt Händen Scheren. Als die Kosmetik-Vertreterin Peggy die einsame Kreatur entdeckt, wird Edward in die Welt der Menschen eingeführt. Hier verliebt er sich unglücklich in Pegs Tochter Kim (Winona Ryder).

  • Schaurig-schön: Die Idee zum Film basiert auf einer Zeichnung Burtons, der sich als Teenager oft sehr einsam fühlte. Außerdem ließ er sich von "Frankenstein", "Der Glöckner von Notre-Dame" und "das Phantom der Oper" inspirieren.

4. "Sleepy Hollow" (1999)

Die Legende vom kopflosen Reiter spukt schon seit Hunderten von Jahren durch die Lande. Washington Irvings Version der Sage setzte Burton 1999 mit "Sleepy Hollow" um. Im gleichnamigen Ort versetzt 1799 eine Mordserie, bei dem den Opfern die Köpfe abgeschlagen werden, die Bevölkerung in Angst und Schrecken. Aus der Stadt wird der furchtsame Constable Ichabod Crane (Johnny Depp) geschickt, um der Sache auf den Grund zu gehen. Doch sein Verstand wird unvorstellbaren Schrecken ausgesetzt.

  • Schaurig-schön: Als Hommage an Disneys Version von "Sleepy Hollow"  in "Die Abenteuer von Ichabod und Taddäus Kröte" von 1949 kopierte Burton einige Szenen aus dem Zeichentrickfilm.

5. "Corpse Bride – Hochzeit mit einer Leiche" (2005)

Mit "Corpse Bride" wagte sich Burton an einen Puppentrickfilm, der durch das Stop-Motion-Verfahren verwirklicht wurde. Zwar hatte er schon 1993 bei "Nightmare Before Christmas" seine Hände als Drehbuchautor und Produzent im Spiel, bei "Corpse Bride" übernahm er jedoch auch die Regie. Darin wird der junge Victor (Stimme: Johnny Depp) durch unglückliche Umstände mit einer Geisterbraut (Helena Bonham Carter) verheiratet, die ihn in die Unterwelt entführt. Victor versucht alles, um ihr zu entkommen und seine Verlobte Victoria wiederzusehen.

  • Schaurig-schön: Der Plot beruht auf einer russischen Sage aus dem 19. Jahrhundert namens "Die Leichenbraut", die Burton bei seiner Arbeit an "Nightmare Before Christmas" kennenlernte.

6. "Sweeney Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street" (2007)

Ungewohnt blutig für Burtons Verhältnisse geht es in "Sweeney Todd" zu. Hier nimmt sich der Filmemacher des gleichnamigen Broadway-Musicals an. Mit an Bord sind wieder seine Stammschauspieler Johnny Depp und seine damalige Partnerin Helena Bonham Carter. Barbier Benjamin Barker (Depp) wird übel mitgespielt. Aufgrund falscher Anschuldigungen von Richter Turpin wird er zur Zwangsarbeit nach Australien verbannt und muss seine Frau und seine Tochter verlassen. Als er 15 Jahre später nach London zurückkehrt, sinnt er auf Rache ...

  • Schaurig-schön: Burton bestand auf eine besonders blutige Version des Musicals. "Alles ist so innerlich aufgestaut bei Sweeney, dass [das Blut] wie eine emotionale Befreiung ist", wird er unter anderem von Vashtie zitiert.

7. "Alice im Wunderland" (2010)

Der Bewohner des Wunderlands nahm sich Tim Burton schließlich 2010 an und schuf eine ganz eigene farbenfrohe Welt nach seiner Handschrift. Er schickt seine Hauptdarstellerin Mia Wasikowska als Alice vom viktorianischen England durch den Kaninchenbau ins groteske bis märchenhafte Wunderland. Hier muss sich die junge Frau gegen die bösartige Herzkönigin (Helena Bonham Carter) behaupten – denn sonst heißt es "Kopf ab!" Wie gut, dass ihr unter anderem der verrückte Hutmacher (Johnny Depp) und andere Bewohner des Wunderlandes zur Seite stehen.

  • Schaurig-schön: Bevor Burton als Regisseur an Bord war, wurde Anne Hathaway die Rolle der Alice angeboten. Stattdessen wurde sie später als weiße Königin gecastet. Bei der Fortsetzung "Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln" war Burton nur noch als Produzent mit an Bord.

8. "Die Insel der besonderen Kinder" (2016)

Ein aktueller Film von Tim Burton lässt derzeit auf sich warten. Als Nächstes bekommen wir wohl den Disney-Realfilm "Dumbo" unter seiner Regie zu sehen. Zuletzt war jedoch seine Fantasy-Verfilmung des Kinderbuches "Miss Peregrine's Home for Peculiar Children" von Ransom Riggs in den Kinos zu sehen. Darin entdeckt der junge Jacob (Asa Butterfield) eine geheimnisvolle Insel, auf der Kinder mit außergewöhnlichen Fähigkeiten unter dem Schutz von Miss Peregrine (Eva Green) leben. Doch sie schweben in Gefahr vor schrecklichen, unsichtbaren Mostern – und nur Jacob kann sie sehen.

  • Schaurig-schön: Tim Burton hat einen Cameo-Auftritt als ein Mann, der in einem Freizeitpark in einem Karussell fährt.
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