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Magisches Multitalent: 13 Filme und Fernsehsendungen mit Maggie Smith

Maggie Smiths Schauspieltalent grenzt schon fast an Hexerei.
Maggie Smiths Schauspieltalent grenzt schon fast an Hexerei. Bild: © Warner Bros. Entertainment Inc. 2018

Spitzer Hut und strenger Blick: In den "Harry Potter"-Filmen überzeugte Maggie Smith als Professorin Minerva McGonagall. Doch die Britin steht schon viel länger vor der Kamera. Von 1963 bis 2019, von Kinofilm bis Fernsehserie: In diesen 13 Produktionen war Maggie Smith zu sehen.

Von Marie Eidtmann

Übrigens: 1990 wurde Maggie Smith von Königin Elisabeth II. in den Ritterstand erhoben. Korrekt lautet ihr Name seither Dame Maggie Smith.

"Hotel International" (1963)

Ihre erste große Kino-Rolle ergattert Maggie Smith 1963 in dem Drama "Hotel International". Gestrandet am Flughafen London Heathrow wird eine Gruppe von Passagieren in besagtem Hotel untergebracht. Maggie Smith spielt die Sekretärin Miss Mead, die zusammen mit ihrem Boss Les Mangrum (Rod Taylor) reist. Damit wird sie gleich zu Beginn ihrer Karriere Teil eines hochkarätigen Casts, zu dem auch die Hollywoodgrößen Elizabeth Taylor und Richard Burton gehören.

"Othello" (1965)

Nachdem Maggie Smith ihre Karriere in den 1950er-Jahren als Theaterschauspielerin begonnen hatte, verbindet sie Bühnen- und Filmerfahrung 1965 in "Othello". Es handelt sich um eine Verfilmung des gleichnamigen Stücks von William Shakespeare. Smith wird für die Rolle der Desdemona gecastet. Der Film basiert auf der Inszenierung der National Theatre Company, in der Smith ebenfalls Desdemona verkörperte. "Othello" bringt der Schauspielerin eine Oscar-Nominierung ein. Dennoch ist die Verfilmung kritisch zu betrachten: Der weiße Hauptdarsteller Laurence Olivier spielt Othello mit sogenanntem Blackface: Die dunkle Hautfarbe wurde in der Maske geschminkt.

Interessant für Potter-Heads: Michael Gambon, der ab dem dritten "Harry Potter"-Film die Rolle des Schulleiters Albus Dumbledore übernimmt, feiert in der Othello-Verfilmung an der Seite von Maggie Smith sein Schauspieldebüt.

"Cassidy, der Rebell" (1965)

Diese Filmbiografie erzählt das Leben des irischen Dramatikers und Freiheitskämpfers Seán O'Casey (Cassidy), gespielt von Rod Taylor. Maggie Smith übernimmt in diesem Film die Rolle der Nora, einer Angestellten in einer Buchhandlung, die Cassidy beim Schreiben unterstützt. 1966 wird Smith für ihre schauspielerische Leistung für den BAFTA-Award in der Kategorie "Beste britische Darstellerin" nominiert.

"Die besten Jahre der Miss Jean Brodie" (1969)

Das herausragende schauspielerische Talent von Maggie Smith wird 1969 mit dem größten Preis der Filmbranche gewürdigt: Für die Rolle der Jean Brodie wird Maggie Smith mit dem Oscar in der Kategorie "Beste Hauptdarstellerin" ausgezeichnet.

Brodie unterrichtet an einer Mädchenschule in Edinburgh nach ihren ganz eigenen Methoden und nimmt auf diese Weise erheblichen Einfluss auf ihre Schülerinnen. Statt langweiligem Schulstoff vermittelt sie den Mädchen ihre wenig konventionellen Ansichten zu den Themen Liebe, Politik und Kunst.

"Reisen mit meiner Tante" (1972)

Dass Maggie Smith exzentrisch kann, demonstriert sie einem breiten Publikum in der Komödie "Reisen mit meiner Tante", die 1972 die Kinoleinwände erobert. Bei der Beerdigung seiner Mutter trifft der verstockte Henry Pulling auf seine flippige Tante Augusta. Gemeinsam machen sie sich zunächst auf die Reise nach Paris, um am Ende in eine Welt voller Abenteuer und zwielichtiger Machenschaften einzutauchen. Für ihre Darstellung wird Smith 1973 erneut für einen Oscar nominiert.

"Zimmer mit Aussicht" (1985)

Nicht nur für die Gilmore Girls ist dieser Spielfilm ein Klassiker: Als Anstandsdame begleitet Charlotte Bartlett (Maggie Smith) die junge Engländerin Lucy Honeychurch nach Florenz. Ihre Hotelzimmer haben nicht die versprochene Aussicht, sodass die Hotelgäste Mr. Emerson und sein Sohn George den beiden ihre besser gelegenen Zimmer anbieten. Im Laufe des Films kommen sich Lucy und George unerlaubter Weise näher.

Für ihre schauspielerische Leistung in "Zimmer mit Aussicht" wird Maggie Smith 1987 mit dem Golden Globe Award für die beste Nebendarstellerin ausgezeichnet. Der Film gewinnt im selben Jahr gleich mehrere Oscars, unter anderem für das beste Szenenbild.

Übrigens: Die Rolle der Lucy Honeychurch übernimmt die noch sehr junge und bis dahin eher unbekannte Helena Bonham Carter, später bekannt als Bellatrix Lestrange in den "Harry Potter"-Verfilmungen.

"Hook" (1991)

Endlich Fantasy: Im Steven-Spielberg-Erfolgsfilm "Hook", einer Fortsetzung der Geschichte um Peter Pan, übernimmt Maggie Smith 1991 die Nebenrolle der alten Wendy. Aus Peter, gespielt von Robin Williams, ist mittlerweile ein fantasieloser, verheirateter Anwalt geworden. Doch Captain Hook sinnt auf Rache und entführt Peters Kinder nach Nimmerland. Gezwungener Maßen folgt ihm der Anwalt in eine Geschichte voller Abenteuer und Fantasie.

"Sister Act – Eine himmlische Karriere" (1992)

Musik, bitte! 1992 begeistert "Sister Act" mit Whoopi Goldberg in der Rolle der Sängerin Deloris ein breites Publikum. Als verfolgte Zeugin eines Mordes versteckt sie sich unter dem Namen Schwester Mary Clarins in einem katholischen Kloster, wo sie die Leitung des anfänglich eher lahmen Chores übernimmt. Maggie Smith überzeugt als strenge Mutter Oberin, die der neuen Ordensschwester zunächst nicht viel abgewinnen kann.

An der Fortsetzung "Sister Act 2 – In göttlicher Mission" (1993) wirkt Maggie Smith ebenfalls mit. Der Film schneidet in den Kritiken jedoch verhältnismäßig schlecht ab. Hättest du es gewusst? In "Sister Act 2" ist "Wetten dass ...?"-Moderator Thomas Gottschalk als Pater Wolfgang in einigen Szenen zu sehen.

"Der Club der Teufelinnen" (1996)

Drei Ehefrauen mittleren Alters, von ihren Männern für jüngere Frauen verlassen, schließen sich zusammen, um Rache an ihren untreuen Gatten zu nehmen. An der Seite von Bette Midler, Goldie Hawn und Diane Keaton spielt Maggie Smith in "Der Club der Teufelinnen" die High-Society-Dame Gunilla Garson Goldberg, die die Frauen bei ihrem Vorhaben unterstützt.

"David Copperfield" (1999)

Dieser Fernsehfilm der BBC orientiert sich am gleichnamigen Roman-Klassiker von Charles Dickens. Er erzählt die beschwerliche Lebensgeschichte des späteren Autoren David Copperfield. Vom neuen, gewalttätigen Ehemann seiner Mutter verstoßen, wird David von seiner Tante Betsey Trotwood (Maggie Smith) aufgenommen. Für ihre Darbietung im BBC-Fernsehzweiteiler wurde Smith im Jahr 2000 für einen Emmy nominiert.

Übrigens: Den jungen David Copperfield spielt Daniel Radcliffe, der 2001 erstmals in die Rolle des Harry Potter schlüpft. Auch Imelda Staunton (Dolores Umbridge) hat in "David Copperfield" eine Rolle ergattert.

"Harry Potter und der Stein der Weisen" (2001)

Mit den Verfilmungen der "Harry Potter"-Romane von Joanne K. Rowling wurde Maggie Smith einem Millionenpublikum bekannt – und zwar als strenge Lehrerin Minerva McGonagall. In sieben Buchbänden und acht Filmen stellen sich Harry und seine Freunde dem Kampf gegen die dunkle Macht und namentlich Lord Voldemort, um Hogwarts und die Zaubererwelt vor dem Untergang zu bewahren. Maggie Smith überzeugt als anspruchsvolle, loyale und mutige Hauslehrerin Gryffindors. Ihre strengen Blicke sind legendär.

"Downton Abbey" (2010–2015)

Zu den bekanntesten Fernsehsendungen mit Maggie Smith zählt "Downton Abbey". Die Serie verfolgt die Geschichte der Adelsfamilie Crawley und ihrer Angestellten auf dem Landsitz Downton Abbey im frühen 20. Jahrhundert. Neben Intrigen, Schicksalsschlägen und Liebesbeziehungen werden in der Serie auch reale Ereignisse wie der Untergang der Titanic und der Erste Weltkrieg thematisiert. Die sechs Staffeln umfassende Serie wurde vielfach ausgezeichnet. Maggie Smith erhielt für ihre Verkörperung der Violet Crawley den Golden Globe Award und den Emmy als beste Nebendarstellerin.

"The Lady in the Van" (2015)

2015 kann Maggie Smith erneut Ihre Vorlieben für Theater und Film vereinen: In der Verfilmung des Theaterstücks "The Lady in the Van" von Alan Bennett spielt sie Mary Sheperd, eine ältere Dame, die 15 Jahre lang mit ihrem Kleinbus in einer Einfahrt wohnt. Besonders passend: 1999 hatte Smith die Rolle der schrulligen Miss Sheperd bereits im zugrunde liegenden Theaterstück übernommen.

Der Film und das Theaterstück beruhen auf einer wahren Begebenheit, die Autor Alan Bennett in den 1970er-Jahren erlebte. Die Dreharbeiten fanden zum Teil rund um Bennetts altes Wohnhaus statt, in dessen Einfahrt die "echte" Miss Sheperd jahrelang Obdach fand.

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