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Martial-Arts-Filme: 8 Kung-Fu-Klassiker mit Kultcharakter

Die Filme der "Ip Man"-Reihe zählen aktuell zu den besonders beliebten Martial-Arts-Filmen.
Die Filme der "Ip Man"-Reihe zählen aktuell zu den besonders beliebten Martial-Arts-Filmen. (©picture alliance/Everett Collection 2017)

Martial-Arts-Filme gibt es viele, doch welche haben echten Kultcharakter? Damit ein Film sich dieses Label verpassen darf, müssen immerhin nicht nur die Kampfszenen furios choreografiert sein, auch die Story darf nicht zu kurz kommen. Wir haben acht besonders kultige Genrevertreter für Dich zusammengestellt.

1. "Hero" (2002)

Im dritten Jahrhundert vor Christus setzt der König von Qin alles daran, China zum Großreich zu vereinen. Doch seine außergewöhnlich harte Vorgehensweise führt dazu, dass mehrere Mordanschläge auf ihn verübt werden. Vor allem die Attentäter Weiter Himmel, Zerbrochenes Schwert und Fliegender Schnee haben es auf den Herrscher abgesehen. Als nun der Namenlose am Hof des Königs erscheint, um ihm die Waffen der angeblich von ihm besiegten Kämpfer zu überbringen, entspinnt sich eine mehr als unerwartete Handlung.

  • Kultig: Regisseur Zhang Yimou wurde von zahlreichen Kritikern für Inhalt und Umsetzung von "Hero" gelobt. Der Wuxia-Film selbst wird gemeinhin als ein Höhepunkt des Martial-Arts-Genres angesehen.

2. "Ip Man" (1-3) (2008, 2010, 2015)

Lange Jahre hat sich der große Kampfkünstler Ip Man (Donnie Yen) geweigert, Schüler zu unterrichten. Doch als die Japaner China besetzen, ändert sich das Leben des einstmals wohlhabenden Mannes und aller seiner Mitmenschen drastisch. Meister Ip muss nun nicht nur um das Überleben seiner Familie kämpfen, sondern auch für das Leben und die Ehre seiner Landsleute.

  • Kultig: Die einzelnen Teile der "Ip Man"-Reihe basieren auf dem Leben des realen Großmeisters Ip Man, des Lehrmeisters von Martial-Arts-Legende Bruce Lee. Mit 84-, 92- und 78-Prozent-Fresh-Bewertung zählt die "Ip Man"-Reihe zu den besten Martial-Arts-Filmen laut Rotten Tomatoes.

3. "Tiger and Dragon" (2000)

1779, der berühmte Martial-Arts-Meister Li Mu Bai (Chow Yun-Fat) möchte seinem bisherigen Leben den Rücken kehren. Daher bittet er seine Freundin Yu Xiu Lian (Michelle Yeoh), sein wertvolles Grünes Schwert der Unterwelt zum Hohen Rat Tie (Lang Xiong) zu bringen. Doch schon kurz darauf wird das Schwert gestohlen. Als sich herausstellt, dass Mörderin Jadefuchs im Hintergrund die Fäden zieht, sieht sich Li Mu Bai erneut zur Aktion genötigt – immerhin hat sie auch seinen Meister auf dem Gewissen.

  • Kultig: Bei den Oscars im Jahr 2001 wurde "Tiger and Dragon" gleich viermal ausgezeichnet. Der Martial-Arts-Film erhielt den Oscar als bester fremdsprachlicher Film sowie in den Kategorien bestes Szenenbild, beste Titelmelodie und beste Kamera.

4. "Drunken Master – Sie nannten ihn Knochenbrecher" (1978)

Der junge Wong Fei-hung (Jackie Chan) hat nur Flausen im Kopf und schliddert von einem Ärger in den Nächsten. Bis sein Vater endgültig genug von den Eskapaden des Sohnemanns hat und ihn zum Training bei dem berüchtigten Einsiedler So Hai verdonnert. Anfangs versucht Fei-hung, seinem Schicksal zu entgehen, fügt sich durch einige Verwicklungen am Ende aber doch in die ungewöhnlichen Trainingsmethoden. So Hai bringt ihm daraufhin die Technik des Drunken Boxing bei, ein Stil, der nur in Kombination mit exzessivem Alkoholkonsum seine volle Wirkung entfaltet.

  • Kultig: "Drunken Master" gilt als ein frühes Beispiel für Jackie Chans unverwechselbaren Kung-Fu-Komödien-Stil, der den Schauspieler berühmt machte.

5. "House of Flying Daggers" (2004)

Die Polizisten Jin (Takeshi Kaneshiro) und Leo (Andy Lau) erhalten im Jahre 859 den Auftrag, den neuen Anführer der Rebellengruppe "Haus der Fliegenden Messer" aufzuspüren und zu töten. Von der blinden Tänzerin Mei (Zhang Ziyi), die sie für eine Angehörige der Gruppe halten, erhoffen sich die beiden wertvolle Hinweise. Sie legen sich einen Plan zurecht, der zunächst auch aufzugehen scheint, doch dann läuft plötzlich alles anders ...

  • Kultig: Regisseur Zhang Yimou vereint in "House of Flying Daggers" einmal mehr Wuxia-Elemente mit ausgefeilter Bildsprache und spektakulären Martial-Arts-Kämpfen. Auf Rotten Tomatoes schafft es der Film auf eine 88-Prozent-Fresh-Wertung.

6. "Fearless" (2006)

Der berühmte Martial-Arts-Meister Huo Yuanjia (Jet Li) ist stolz und bildet sich viel auf seine hervorragenden Kampffähigkeiten ein. Er schart Schüler um sich, ohne allerdings deren Würdigkeit zu prüfen. Als einer von ihnen von Meister Qin Lei (Chen Zhihui) besiegt wird, fühlt sich Huo beleidigt und fügt Qin im darauffolgenden Kampf tödliche Verletzungen zu. Ein tragischer Fehler, denn einer von Qins Anhängern tötet daraufhin Huos Frau und Tochter.

Huo Yuanjia flieht, von Schuldgefühlen gepeinigt, aus seiner Heimatstadt Tianjin und zieht sich vollkommen zurück. Als er Jahre später zurückkehrt, ist er ein anderer Mensch – und sieht sich plötzlich seiner bisher vielleicht größten Herausforderung gegenüber.

  • Kultig: "Fearless" beruht auf dem Leben des realen Martial-Arts-Meisters Huo Yuanjia, weicht aber an vielen Stellen von den wahren Geschehnissen ab. Unabhängig davon wird der Hongkong-Blockbuster von vielen als kultiger Martial-Arts-Film gefeiert.

7. "Tai Chi" (1993)

Dong Tian-bao (Chin Siu Ho) und Zhang Jun-bao (Jet Li) sind zwei überaus ungleiche Freunde. Was die beiden Shaolin-Schüler aber verbindet, ist ihre Liebe zur Kampfkunst. Doch während sich Jun-bao durch ein sanftes Wesen auszeichnet, will Tian-bao Erfolg und Macht um jeden Preis. Das führt am Ende sogar dazu, dass beide aus dem Kloster verwiesen werden – und sich in der ihnen völlig fremden Normalgesellschaft durchschlagen müssen. Durch einige Verwicklungen trennen sich die Wege der Freunde und am Ende finden sie sich auf gegnerischen Seiten eines tödlichen Konflikts wieder ...

  • Kultig: Einige besonders kultige Martial-Arts-Filme versuchen, die Entstehungsgeschichte bekannter Kampfstile zu zeigen. So auch "Tai Chi", der den Ursprung der gleichnamigen Kampfkunst thematisiert, wenn auch völlig fiktiv.

8. "Enter the Dragon – Der Mann mit der Todeskralle" (1973)

Lee (Bruce Lee) ist Shaolin-Mönch und ein meisterhafter Martial-Arts-Kämpfer. Als der britische Agent Braithwaite (Geoffrey Weeks) ihn um Hilfe für seine Ermittlungen im Fall des ehemaligen Mit-Mönchs Han (Shih Kien) bittet, reist Lee zum Martial-Arts-Turnier auf der privaten Insel des inzwischen zum wohlhabenden Verbrecher aufgestiegenen Ex-Mönchs. Schnell muss der Kämpfer allerdings feststellen, dass es auf der Insel nicht nur während des offiziellen Turniers um Leben und Tod geht ...

  • Kultig: "Enter the Dragon – Der Mann mit der Todeskralle" war der erste Martial-Arts-Film, der in chinesisch-amerikanischer Zusammenarbeit gedreht wurde. Gleichzeitig war es Bruce Lees letzter vollständiger Film, nur drei Wochen vor dem offiziellen Kinorelease verstarb die Kampfsport-Ikone unerwartet. Bei Rotten Tomatoes schafft es der Film auf ein unglaubliches 95-Prozent-Fresh-Rating.

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