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Meister der Plot-Twists: 10 Highlights von Starregisseur David Fincher

David Fincher und Kevin Spacey am Set der Netflix-Serie House of Cards
Der Mann hinter den Kulissen: David Fincher (im Hintergrund) setzt Kevin Spacey für die Netflix-Serie "House of Cards" in Szene.

David Fincher drehte Musikvideos für Madonna und die Rolling Stones, dann schrieb er mit kontroversen Filmen wie "Fight Club" und "The Social Network" Hollywood-Geschichte. Zweimal war Fincher sogar schon für einen Regie-Oscar nominiert. Allerhöchste Zeit, einen genauen Blick auf die Highlights in seiner Filmografie zu werfen.

Anmerkung: Die folgende Liste berücksichtigt ausschließlich Regiearbeiten von David Fincher. Produktionen, an denen er lediglich als Produzent oder Schauspieler mitwirkte, sind nicht aufgeführt. Darunter fällt beispielsweise das Fantasy-Drama "The Fall", bei dem Fincher als Co-Produzent fungierte.

"Sieben"

Sein Regiedebüt "Alien 3" (1992) war für David Fincher ein Fiasko. Kreative Differenzen mit dem Filmstudio 20th Century Fox sorgten dafür, dass er dem Projekt vor dem finalen Filmschnitt den Rücken kehrte. Jahre später sagte Fincher laut IMDb gar: "Bis zu diesem Tag hasst niemand diesen Film mehr als ich."

Umso mehr Herzblut steckte der Regisseur in seinen zweiten Spielfilm "Sieben" – und das zahlte sich aus: Der düstere Thriller über einen Serienkiller, der nach dem Schema der sieben Todsünden mordet, wurde für einen Oscar nominiert. Zudem erhielt er mehreren MTV Movie Awards und Saturn Awards. Besonders die Leistung der Hauptdarsteller Morgan Freeman und Kevin Spacey erntete viel Lob.

Erscheinungsjahr: 1995

"The Game"

David Fincher ist ein Meister der Plot-Twists. Seine Filme enthalten meist mindestens eine, wenn nicht mehrere unerwartete Wendungen. Auch in "The Game" ist nichts so, wie es zunächst scheint.

In dem spannenden Thriller gibt Michael Douglas einen steinreichen, aber gefühlskalten Geschäftsmann. Der Investmentbanker bekommt von seinem Bruder ein Geburtstagsgeschenk der besonderen Art: die Teilnahme an einem mysteriösen Spiel, das an den jeweiligen Teilnehmer individuell angepasst ist. Aus dem Spiel wird jedoch schnell gefährlicher Ernst.

Erscheinungsjahr: 1997

"Fight Club"

"Die erste Regel lautet: Ihr verliert kein Wort über den Fight Club", verkündet Tyler Durden (Brad Pitt) in David Finchers legendärer Gewaltsatire über die dunkle, primitive Seite des modernen Menschen. Weshalb wir an dieser Stelle gar nicht weiter auf die Handlung eingehen. Stattdessen blicken wir auf den Cast des Klassikers aus den 1990er-Jahren: "Fight Club" schlägt mit dem wuchtigen Dreiergespann Brad Pitt, Edward Norton und Helena Bonham Carter auf – das Ergebnis kann sich sehen lassen!

Erscheinungsjahr: 1999

"Panic Room"

Nachdem David Fincher in den 1990er-Jahren zum gefeierten Kultregisseur avancierte, spaltete sein erster Film nach der Jahrtausendwende die Gemüter. Ein Zuschauer-Score von 63 Prozent auf dem Bewertungsportal Rotten Tomatoes zeichnet ein eher durchschnittliches Bild. Dennoch ist der Home-Invasion-Thriller "Panic Room" allein aufgrund seines starken Casts sehenswert: Jodie Foster, Forest Whitaker, Jared Leto und die damals noch junge Kristen Stewart liefern sich auf engstem Raum eine spannende Hetzjagd.

Erscheinungsjahr: 2002

"Zodiac – Die Spur des Killers"

Ende der 1960er-Jahre trieb ein Serienmörder in San Francisco sein Unwesen. Unter dem Namen Zodiac schrieb der Killer verschlüsselte Briefe an Tageszeitungen, in denen er mit seinen Taten prahlte und weitere Morde ankündigte. Auf Grundlage dieses realen Falls inszeniert David Fincher ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel, in dem Robert Downey Jr., Mark Ruffalo und Jake Gyllenhaal ihr ganzes Können zeigen können.

Erscheinungsjahr: 2007

"Der seltsame Fall des Benjamin Button"

Finchers Film über Benjamin Button, der als Greis geboren wird und als Baby stirbt, kann man lieben oder hassen. Dazwischen gibt es nicht viel. Ein Blick auf Rotten Tomatoes bestätigt: Die einen halten das romantische Epos mit Brad Pitt für "ein Meisterwerk", die anderen nennen es "aufgeblasen" und "gezwungen". 13 Oscar-Nominierungen und drei gewonnene Academy Awards sprechen eine eigene Sprache und bescheren diesem David-Fincher-Film einen Platz in unserer Highlight-Liste.

Erscheinungsjahr: 2008

"The Social Network"

Facebook ist die mit Abstand größte soziale Internetplattform. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis Hollywood einen Film über dieses Phänomen dreht. "The Social Network" ist ein fiktiv ausgeschmücktes Porträt des Facebook-Gründers Mark Zuckerberg und seines Netzwerks. Der von Jesse Eisenberg dargestellte Zuckerberg kommt im Film nicht besonders gut weg, als klassischen "Bösen" inszeniert Fincher ihn aber auch nicht. Der Filmemacher vereinfacht nicht plump – was wiederum der Oscar-Academy gefällt, die Fincher 2011 in der Kategorie "Beste Regie" nominierte.

Erscheinungsjahr: 2010

"Verblendung"

Ob die gelungene schwedische Verfilmung der "Millennium-Trilogie" von Stieg Larsson ein US-Remake nötig hatte? Darüber lässt sich streiten. Unbestreitbar ist, dass die Neuadaption von David Fincher mit Daniel Craig als Mikael Blomkvist zahlreiche Fans hat. Auf Rotten Tomatoes bringt es das Mystery-Drama auf einstimmige 86 Prozent positive Bewertungen von Kritikern wie Publikum. Das liegt nicht zuletzt an Craigs Co-Star Rooney Mara: Die Darstellerin der Lisbeth Salander wurde für ihre Performance für einen Oscar nominiert. Eine Fortsetzung wie bei den Originalfilmen aus Skandinavien gab es dennoch nicht.

Erscheinungsjahr: 2011

"Gone Girl – Das perfekte Opfer"

"Gone Girl" ist wieder einer dieser David-Fincher-Filme wie "Fight Club" und "The Game". Einer jener Thriller, die den Zuschauer ebenso im Dunkeln tappen lassen wie den Protagonisten. Immer, wenn man den Plot zu durchschauen glaubt, trumpft die Story mit einer unerwarteten Wendung auf. In dem Film mit Ben Affleck erzählt Fincher die Geschichte eines ehemaligen Journalisten. Der wird des Mordes beschuldigt, da seine Frau spurlos verschwunden ist. Nach und nach kommen immer mehr dunkle Details über die scheinbar so perfekte Ehe des Paars ans Licht.

Erscheinungsjahr: 2014

"Mindhunter"

David Fincher arbeitete in den vergangenen Jahren mehrfach mit Netflix zusammen. 2013 inszenierte der Regisseur die ersten zwei Folgen des Politdramas "House of Cards" für den Streamingriesen. Zudem gehen vier Folgen von Staffel 1 sowie drei Folgen von Staffel 2 der Serie "Mindhunter" auf das Regiekonto des US-Amerikaners. Die Crime-Show handelt von den Anfängen des Profiling: Zwei FBI-Analytiker befragen Serienmörder, um ihre Denkweise zu verstehen und ungeklärte Mordfälle zu lösen.

Erscheinungsjahr: 2017 und 2019

Ausblick: "Mank"

Nach "Gone Girl" drehte David Fincher fünf Jahre lang keinen Film, aber nun naht ein neues Werk des Kultregisseurs! Laut The Hollywood Reporter arbeitet Fincher für Netflix an einem Biopic über Herman Mankiewicz, Co-Autor des legendären Filmklassikers "Citizen Kane". Die Hauptrolle übernimmt Oscar-Preisträger Gary Oldman ("Die dunkelste Stunde"). Wann Fincher-Fans den Film hierzulande zu sehen bekommen, ist noch unklar. IMDb rechnet für 2020 mit einem Netflix-Release in den USA.

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