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Miese Filme: 7 Schauspieler, die ihren Kritikern zustimmen

Im Nachhinein betrachtet, ist Jennifer Lawrence mit "Passengers" nicht sonderlich zufrieden.
Im Nachhinein betrachtet, ist Jennifer Lawrence mit "Passengers" nicht sonderlich zufrieden. (©Sony Pictures Releasing GmbH 2017)

Hin und wieder greift auch der beste Schauspieler daneben. Die folgenden sieben Filme sind so mies, dass die Stars ihren Kritikern schweren Herzens beipflichten müssen.

1. Hugh Jackman in "X-Men Origins: Wolverine"

"Wolverine" wird neben "Der letzte Widerstand" als einer der schlechtesten Filme der "X-Men"-Reihe gehandelt. Weder der lieblose Plot noch die farblosen Charaktere bleiben nachhaltig in Erinnerung – da halfen nicht einmal die Performances von Sympathieträger Hugh Jackman und Liev Schreiber als Victor Creed.

Rotten Tomatoes-Wertung: 38%

Das sagt Jackman: Im Interview mit Entertainment Weekly gab Hugh Jackman zu, dass der Film nicht gerade als sein bestes Werk in die Geschichte eingehen wird: "Ich musste etwas beweisen und wir hätten das besser machen können. Irgendwie sah der erste 'Wolverine' letztendlich aus, wie der vierte 'X-Men'-Film – nur mit anderen Figuren. Ich war mir am Ende nicht sicher, ob wir es geschafft haben, dass die Leute meinen Charakter verstehen."

2. Bill Murray in "Garfield: Der Film"

Der Fanbase des lasagneliebenden Katers schwante Böses, als eine Kinoversion der Kult-Comics von Jim Davis angekündigt wurde – und fand ihre schlimmsten Befürchtungen schließlich bestätigt. Der Charme des Originals blieb völlig auf der Strecke. Noch schlimmer als die Originalversion mit Bill Murray in der Hauptrolle war nur noch die deutsche Synchro mit Thomas Gottschalk als Stimme von Garfield.

Rotten Tomatoes-Wertung: 15%

Das sagt Murray: In "Zombieland" erklärt Bill Murray, dass seine Beteiligung an "Garfield" das Einzige ist, was er im Leben bereut. Wie sich herausstellt, ist diese Szene gar nicht so weit von der Wahrheit entfernt. In einer Reddit-Fragerunde verriet er, dass die Realfilm-Szenen abgedreht wurden, bevor er seine Parts eingesprochen hat. Für Improvisationen, die das miese Drehbuch hätten retten können, war es damit zu spät.

3. Sarah Jessica Parker in "Sex and the City 2"

Schon die bloße Notwendigkeit des ersten "Sex and the City"-Films wurde nach dem stimmigen Serienfinale von Fans und Kritikern infrage gestellt. Mit dem zweiten Teil war der Bogen dann endgültig überspannt. Zudem haperte es an der Umsetzung: Die Story konnte nicht überzeugen, vielmehr wurde der Chick-Flick weithin als Plattform für wenig subtiles Product Placement wahrgenommen und verärgerte die Zuschauer auch noch mit seiner klischeehaften Darstellung des Islam.

Rotten Tomatoes-Wertung: 16%

Das sagt Parker: Auf Nachfrage von Entertainment Weekly gab Sarah Jessica Parker zu, dass sie die Kritik nachvollziehbar findet. "Ich kann sehen, wo wir bei dem Film versagt haben und ich gebe das gern öffentlich zu." Sie gab allerdings auch zu bedenken, dass "Sex and the City 2" "verdammt viel Geld" eingespielt hat.

4. Sylvester Stallone in "Stop! Oder meine Mami schießt!"

Schon der Titel dieser Perle aus dem Jahr 1992 lässt erahnen, dass es sich dabei nicht um das stärkste Werk von Actionikone Sylvester Stallone handelt. Worum geht's? Die überfürsorgliche Mutter eines toughen Cops kommt zu Besuch und mischt sich nicht nur in sein Privatleben, sondern auch in seinen Job ein. Diese Storyline konnte nicht einmal die großartige Estelle Getty retten.

Rotten Tomatoes-Wertung: 4%

Das sagt Stallone: "Ich habe einige wirklich grauenhafte Filme gemacht. 'Stop! Oder meine Mami schießt!' war der schlimmste", erklärte er der Toronto Sun. "Wenn du willst, dass jemand einen Mord zugibt, lass ihn oder sie den Film ansehen. Sie werden nach 15 Minuten alles gestehen."

5. Shia LaBeouf in "Transformers – Die Rache"

Nach dem ziemlich gelungenen ersten "Transformers"-Film ging es mit der Reihe steil bergab. Story und Charakterbildung blieben im zweiten Teil zugunsten von Roboter-Action und übertriebenen Stunts weitestgehend auf der Strecke. Regisseur Michael Bay bezeichnete sein Werk knapp als "Mist" und schob die Schuld den Autoren in die Schuhe.

Rotten Tomatoes-Wertung: 19%

Das sagt LaBeouf: "Als ich den zweiten Film gesehen habe, war ich nicht gerade beeindruckt von dem, was wir gemacht haben", schilderte er seinen Eindruck im Gespräch mit Today. "Wir haben versucht, immer größer zu werden. Das passiert bei Fortsetzungen." Der Versuch, den Vorgänger zu übertreffen, sei das Todesurteil für den Film gewesen.

6. Jennifer Lawrence in "Passengers"

Das Sci-Fi-Abenteuer wurde vor allem für die ziemlich unangenehme Beziehung zwischen den Hauptakteuren kritisiert. Während Chris Pratt als Jim wie ein rücksichtsloser Stalker rüberkommt, der Auroras Tod in Kauf nimmt, um seine persönlichen Bedürfnisse zu befriedigen, wird Jennifer Lawrence in ihrer Rolle zum bloßen Objekt degradiert. Entsprechend verhalten fielen die Urteile der Kritiker aus.

Rotten Tomatoes Wertung: 30%

Das sagt Lawrence: "Ich bin enttäuscht, dass mir es mir nicht aufgefallen ist. Ich fand das Drehbuch wunderschön – es war diese verdorbene, komplizierte Liebesgeschichte", erklärte sich Jennifer Lawrence im Interview mit Vogue. Bereuen tue sie "Passengers" trotzdem nicht. "Es gab nur einigen Kram, den ich mir genauer hätte ansehen sollen, bevor ich an Bord gesprungen bin."

7. Halle Berry in "Catwoman"

Bei der Flut an Comicbuchverfilmungen überrascht es nicht, dass hier und da eine Niete dabei ist. Eine davon war zweifellos "Catwoman". Die lieblose Umsetzung wird im Netz treffend als "schmerzhaft" beschrieben und hatte so gut wie nichts mehr mit der Vorlage gemein. Zu Halle Berrys Verteidigung bleibt zu sagen, dass Tim Burton ursprünglich das Drehbuch schreiben sollte und die ganze Produktion als Sequel zu "Batmans Rückkehr" mit Michael Keaton angelegt war.

Rotten Tomatoes Wertung: 9%

Das sagt Berry: Nach ihrem Oscar für "Monster's Ball" wurde Halle Berry für diese Latex-Katastrophe mit einer Goldenen Himbeere ausgezeichnet. Als einer von wenigen Preisträgern holte sie sich ihren Razzie persönlich ab. In ihrer denkwürdigen Rede dankte sie Warner Bros. für diesen "gotterbärmlichen" Film. "Das war genau das, was meine Karriere brauchte."

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