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Nicht nur "Es": 6 Horror-Remakes, die besser sind als das Original

Das "Es"-Remake ist nicht die einzige gute Horror-Neuauflage.
Das "Es"-Remake ist nicht die einzige gute Horror-Neuauflage. (©Warner Bros. Pictures and New Line Cinema 2017)

Mit Remakes ist das so eine Sache. Wie jede Kopie laufen sie unweigerlich Gefahr, hinter dem Original zurückzubleiben. Und besonders im Horror-Genre, das für seine Remakefreudigkeit bekannt ist, helfen bessere Spezialeffekte und ein (vielleicht) höheres Budget nicht immer. Dass es im besten Fall aber auch richtig gut laufen kann, hat zuletzt das Remake zu Stephen Kings "Es" bewiesen. Grund genug, für Dich eine Liste mit richtig guten Horror-Remakes zusammenzustellen.

1. "Evil Dead" (2013)

Kann man einen Klassiker noch besser machen? Das könnten sich Horror-Fans mit Blick auf "Evil Dead" im Voraus tatsächlich fragen. Immerhin gilt schon das Original "Tanz der Teufel" ("The Evil Dead") aus dem Jahr 1981 als absoluter Kultfilm und hält bis heute ein Rating von 95 Prozent auf Rotten Tomatoes.

Vielleicht hat Regisseur Fede Alvarez genau deshalb seine ganz eigene Version von "Evil Dead" vorgelegt. Mit jeder Menge Blut, Gewalt und einem extrem düsteren Ton. Sicher nicht jedermanns Sache, aber ein von den Kritikern durchaus gefeierter Ansatz.

2. "Es" (2017)

Wohl kaum ein Horror-Remake hat in der letzten Zeit für derart viel Furore gesorgt, wie Andy Muschiettis Neuauflage zu "Es". Zwar muss man dem Original aus dem Jahr 1990 zugutehalten, dass es als TV-Produktion kein besonders großes Budget im Rücken hatte. Doch unabhängig davon kann sich alleine die Darbietung von Pennywise-Darsteller Tim Curry nicht mit der seines Rollen-Nachfolgers Bill Skarsgård messen.

Während Curry bei aller Mühe wie ein durchgedrehter Clown rüber kommt, kauft man Skarsgård jedes dämonische Grinsen sofort ab. Kombiniert mit einem großartigen Make-up könnte der fiese Horrorclown wohl kaum näher an dem liegen, was sich Autor Stephen King in seinem Roman einst vorgestellt hat.

3. "Ring" (2002)

Mit "Ring", dem US-Remake des japanischen Horrorfilms "Ringu" (1998), schwappte der J-Horror erstmals aus Asien in den Westen. Während das durchaus auch sehr kultige Original durch seine typisch japanische Schauspielweise und Inszenierung für westliche Zuschauer eher ungewöhnlich anmutet, legte Regisseur Gore Verbinski mit seinem Remake den wohl gruseligsten FSK-16-Film aller Zeiten vor.

"Ring" besticht durch eine sich stetig steigernde Handlung voller nervenaufreibender Spannung – und Samara sorgt dafür, dass wir uns den Film bis heute nicht alleine ansehen können.

4. "Silent House" (2011)

Dafür, dass "La Casa Muda" ("The Silent House") 2010 mit einem Budget von nur 6.000 US-Dollar und einem Cast von durchweg unbekannten Schauspielern gedreht wurde, kann sich der Horrorfilm tatsächlich sehen lassen. Mit dem nur ein Jahr später erschienenen Remake kann das Original allerdings trotz aller Respekt-Punkte nicht mithalten.

Hauptdarstellerin Elizabeth Olsen bringt den wachsenden Schrecken ihrer Figur in dem als One-Shot gedrehten Horrorfilm extrem überzeugend rüber. Die Zeitsprünge sorgen nicht nur bei ihrer Figur für Verwirrung und die gesamte Inszenierung läuft auf ein verstörendes Ende hinaus. Nicht der beste Horrorfilm aller Zeiten, aber im Vergleich zum Original auf jeden Fall eine deutliche Steigerung.

5. "The Crazies – Fürchte Deinen Nächsten" (2010)

Eigentlich ist Horror-Großmeister George A. Romero vor allem für seine Zombiefilme bekannt. Doch 1973 versuchte er sich mit "The Crazies" auch an (noch) nicht ganz so toten Killerhorden – was bei den Kinozuschauern nicht besonders gut ankam. Das Remake von Regisseur Breck Eisner wiederum war ein echter Überraschungserfolg.

Das liegt zum einen an Timothy Olyphants Darstellung des Kleinstadtsheriffs, zum anderen an der wohl orchestrierten Inszenierung der Neuauflage. Und auch die sozialkritischen Anspielungen, die zwischen der ganzen Gewalt immer wieder durchscheinen, schaden der Qualität des Remakes absolut nicht.

6. "Let Me In" (2010)

Fans skandinavischer (Horror-)Filme werden vielleicht bereits von "Let the Right One In" (2008) gehört haben. Der Film war ein großer Erfolg bei Kritikern und Publikum und hält bis heute ein Rating von 98 Prozent auf Rotten Tomatoes.

Das amerikanische Remake aus dem Jahr 2010 ändert kaum etwas an der Vorlage, schafft es aber, seine ganz eigenen Spannungspunkte zu erzeugen. Und wurde dafür ebenfalls von der Kritik gefeiert. Star-Autor Stephen King lobte "Let Me In" seinerzeit als den "besten amerikanischen Horrorfilm der letzten 20 Jahre". Auch John Ajvide Lindqvist, der Autor der schwedischen Romanvorlage, äußerte sich extrem begeistert über das Remake.

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