Nix da! Diese 7 Filmtode sind in der Realität gar nicht möglich

Schon ziemlich nah dran, aber ist dieser Filmtod wirklich so realistisch, wie es scheint?
Schon ziemlich nah dran, aber ist dieser Filmtod wirklich so realistisch, wie es scheint? (©YouTube/Alexandru Mortimer 2018)
Daniela Li Träumt von der "Walker Stalker Cruise" – oder einem Urlaub in Hauros wandelndem Schloss.

In Hollywood gehören Filmtode zum Tagesgeschäft. Kein Actionfilm und kaum ein Horrorfilm kommt ohne sie aus und auch in den übrigen Genres geht der Sensenmann gerne mal um. Doch wie realistisch ist das eigentlich, was die Filmemacher ihren Zuschauern da als mögliche Todesursachen präsentieren? Wir haben uns sieben besonders hartnäckige Filmklischees für Dich einmal genauer angeschaut.

Nichts für Zartbesaitete!
Um Dir die folgenden völlig unrealistischen Filmtode präsentieren zu können, müssen wir etwas ins Eingemachte gehen. Wenn Du auf blutige Szenen empfindlich reagierst, solltest Du Dir die folgenden Videos daher besser nicht ansehen.

1. Vom Laser zerstückelt

"Resident Evil" ist sicher nicht der einzige Film, in dem Figuren durch Laser zu Tode kommen, aber es lässt sich nicht bestreiten, dass die Macher der Filmreihe ein ausgesprochenes Faible für diese Art der Filmtode zu haben scheinen – und dabei sehr kreativ zu Werke gehen. Immerhin gehört zu der Würfelaktion, die sie dem armen One (Colin Salmon) verpassen, durchaus ein gewisses Maß an Einfallsreichtum.

Fans, die seitdem jeden Laserpointer misstrauisch beäugen, können aber beruhigt sein: Laser, die stark genug wären, einfach so durch einen Menschen zu schneiden, gibt es aktuell noch nicht. Die derzeit stärksten Laser können zwar zu heftigen Verbrennungen führen, durch Fleisch und Knochen können aber auch sie nicht einfach so schneiden.

2. Von Piranhas verspeist

Piranhas gehören zu den tödlichsten Fischen. Ein Schritt in ein von den Fleischfressern verseuchtes Gewässer und Du bist sprichwörtlich Fischfutter. Soweit die (Film-)Theorie, wie sie uns diverse Horrorfilme und selbst "James Bond" nur zu gerne vor Augen führen.

Tatsächlich werden die kleinen Raubfische durch Blut angestachelt und stürzen sich nur zu gerne auf alles Essbare, das ihnen vor die Kiemen kommt. Menschen gehören allerdings normalerweise nicht dazu. Vielmehr meiden Piranhas so große Mitschwimmer eher, wie ein Selbstversuch von Biologe und "River Monsters"-Moderator Jeremy Wade eindrucksvoll beweist. In den wenigen bekannten Fällen, in denen Menschen von Piranhas scheinbar gefressen wurden, waren die Opfer meist schon tot, bevor die Raubfische zum Essen kamen.

3. Mit bloßen Händen erwürgt werden

Es ist quasi der Klassiker unter den Filmtoden: Der Bösewicht würgt sein Opfer mit beiden Händen zu Tode. Innerhalb von Sekunden soll es – laut Hollywood – möglich sein, einem anderen Menschen mit bloßen Händen die Luft abzuschnüren.

In Wirklichkeit ist die Sache zum Glück nicht ganz so einfach. Es würde tatsächlich mehrere Minuten dauern, bevor ein Opfer durch Sauerstoffmangel stirbt. Außerdem entwickeln Menschen in Paniksituationen oft bemerkenswerte Kräfte (ja, auch zur Gegenwehr), sodass es für einen Angreifer doppelt schwer werden würde, sein Opfer mit bloßen Händen "mal eben" zu erwürgen.

4. Durch Flüssigstickstoff zur menschlichen Eisskulptur

Geht es nach Hollywood, bedeutet der direkte Kontakt mit Flüssigstickstoff für das arme Opfer den sicheren Tod. So verwandelt sich J.D. (Christian Slater) in "Mindhunters" von 2004 etwa in sekundenschnelle in die reinste Eisskulptur, als er von flüssigem Stickstoff angesprüht wird.

Zwar ist Flüssigstickstoff tatsächlich gefährlich und kann zu Erfrierungen führen. Auch Ersticken ist in geschlossenen Räumen eine durchaus reale Gefahr, weil der flüssige Stickstoff den Sauerstoffgehalt in der Luft reduziert. Zur sofortigen Eissäule wird aber normalerweise niemand durch die Berührung mit dem Stoff erstarren. Der Grund: Der Siedepunkt von Stickstoff ist dermaßen niedrig, dass er seinen Aggregatzustand sofort von flüssig zu gasförmig wandelt und verdampft.

5. Vom Draht durchschnitten

Immer wieder werden in Actionfilmen einzelne Figuren durch Drähte und Drahtseile getötet. Auch in Horrorfilmen gehört diese Art der Filmtode zu den besonders beliebten Möglichkeiten, eine Figur eindrucksvoll ins Jenseits zu befördern. Auf die Spitze getrieben wurde dieses Faible in dem relativ blutigen Schocker "Ghost Ship", in dem gleich in der Eröffnungsszene mal eben ein ganzes Schiffsdeck voller Menschen mit einem gespannten Drahtseil umgemäht wird.

Eine zum Glück völlig unrealistische Todesart, zumindest wenn es nach der fachkundigen Einschätzung von Alex R. Howe geht. Der Astrophysiker hat sich den Spaß erlaubt, die Theorie hinter der ganzen Sache mathematisch aufzurollen – und ist zu einem ziemlich beruhigenden Ergebnis gekommen. Laut seinen Berechnungen würde ein Draht, der dünn genug ist, um einen Menschen zu schneiden, eher selbst reißen, als durch Haut und Knochen zu fahren. Ein dickerer Draht wiederum würde einen Menschen einfach von den Füßen werfen. Schmerzhaft? Auf jeden Fall! Gefährlich? Möglicherweise. Aber normalerweise weit von glatt durchtrennt entfernt.

6. Ist die Nase wirklich so empfindlich?

Ein gezielter Schlag von unten gegen die Nase und BÄMM! Schon ist der Gegner todsicher kaltgestellt. Sprichwörtlich. Denn geht es nach einer nicht geringen Anzahl an Actionfilmen, ist ein fester Schlag, der das Nasenbein ins Gehirn treibt, die sicherste Art, einen Gegner schnell und zuverlässig ins Grab zu befördern.

Das Problem ist nur, dass dieser Filmtod absolut unrealistisch ist. Zwar stimmt es, dass ein fester Schlag gegen die Nase das Nasenbein brechen lassen kann, was sicher auch sehr schmerzhaft ist – tödlich ist es aber nicht. Und mögliche Knochensplitter würden von den anderen Teilen des Schädels aufgehalten werden, lange, bevor sie ins Gehirn eindringen können.

7. Achtung, Glastür!

Was Filmtode angeht, gehört "13 Geister" nicht gerade zu den zimperlichen Vertretern. Da werden Figuren quasi in die Hälfte gebrochen, von rotierenden Metallringen zerteilt – oder eben von Glastüren entzweit.

Obwohl das Schicksal des von J.R. Bourne gespielten Anwalts durchaus ziemlich eklig ist, ist es doch vollkommen unrealistisch. Bei der Kraft, die nötig wäre, um einen Menschen derart zu halbieren, hätten die Glastüren bei ihrem Zusammentreffen mindestens splittern müssen. Abgesehen von ein paar Blessuren und vielleicht gebrochenen Knochen hätte die Figur in Wirklichkeit daher eigentlich relativ glimpflich davon kommen müssen.

Kommentar schreiben
Relevante Themen:

Beliebteste Artikel bei Primetime

  • Letzte 7 Tage
  • Letzte 30 Tage
  • Alle
close
Bitte Suchbegriff eingeben