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Nostalgiealarm! Die besten Filme mit 1990er-Jahre-Ikone Winona Ryder

Winona Ryder war in den 1990er-Jahren auf dem Höhepunkt ihrer Karriere.
Winona Ryder war in den 1990er-Jahren auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. (©picture alliance / AP Photo 2018)

Wirft man einen Blick auf Winona Ryders Filme, ist es auffallend, dass die meisten und vor allem die besten von ihnen vor der Jahrtausendwende produziert wurden. Die US-Schauspielerin war ganz klar ein Star der 1990er-Jahre und zog sich dann lange aus dem Filmbusiness zurück. Wir machen eine kleine Zeitreise ans Ende des 20. Jahrhunderts und stellen zehn Klassiker mit Winona Ryder vor – und einen brandneuen Film. 

Doch der Hollywoodstar hat keinen Grund zur Klage. Auch wenn Winona Ryder sich sowohl in Filmen als auch in Fernsehsendungen – abgesehen von einem Gastauftritt in "Friends" – lange rarmachte, gelang ihr 2016 mit der Netflixserie "Stranger Things" das große Comeback.

1. "Beetlejuice" (1988)

Schon mit jungen 17 Jahren gelang Winona Ryder in Tim Burtons bizarrer Horrorkomödie "Beetlejuice" der Durchbruch. Sie spielt die Goth-begeisterte Lydia, die mit ihren Eltern in ein von einem Geisterpaar bevölkertes Haus zieht. Und das sollte nicht die letzte Zusammenarbeit mit Burton bleiben. 1990 folgt darauf "Edward mit den Scherenhänden" an der Seite von Burtons Muse Johnny Depp. 2012 lieh sie schließlich einer Figur im Stop-Motion-Film "Frankenweenie" ihre Stimme.

Fun Fact: Laut "Charmed"-Star Alyssa Milano waren sie und Ryder die letzten beiden Schauspieler, die für die Rolle in "Beetlejuice" im Rennen waren, wie sie der Huffington Post verriet.

2. "Heathers" (1988)

Noch im selben Jahr wie "Beetlejuice" war Ryder mit "Heathers" in einer weiteren sehr schwarzen Komödie zu sehen. Um in die angesagte Mädchenclique der Heathers aufgenommen zu werden, würde Veronika (Ryder) fast alles tun. Als sie jedoch den rebellischen J. D. (Christian Slater) kennenlernt, schwelgt sie in Mordfantasien, um der Schikane der Damen zu entkommen. Blöd nur, dass ihr neuer Freund diese Vorstellung direkt in die Tat umsetzt.

Fun Fact: Ryders Agentin soll sie auf Knien gebeten haben, "Heathers" nicht zu machen, da sie befürchtete, dass sie keine Angebote mehr bekäme, erinnert sich Ryder im Interview mit Entertainment Weekly.

3. "Meerjungfrauen küssen besser" (1990)

1990 wurde Ryder in "Meerjungfrauen küssen besser" Teil der dysfunktionalen Familie der Flax. Während die unkonventionelle Mutter Rachel (Cher) das Leben in den 1960er-Jahren genießt, müssen ihre Töchter Charlotte (Ryder) und Kate (Christina Ricci) nach jedem ihrer Abenteuer wieder den Wohnort verlassen. Charlotte tröstet sich mit ihrer Liebe zur katholischen Kirche, während das Nesthäkchen eine echte Schwimmratte ist.

Fun Fact: Ursprünglich wurde Emily Lloyd als Charlotte gecastet. Da Cher jedoch fand, dass sie genetisch nicht als ihre Tochter durchgehen würde, wurde sie durch Ryder ersetzt, wie Lloyd in ihrer Biografie beklagte.

4. "Bram Stokers Dracula" (1992)

Von Tim Burton ist der Schritt zum legendären Blutsauger Graf Dracula nicht mehr weit. Ryder spielt in Francis Ford Coppolas Version des Horrorklassikers Mina, deren Verlobter Jonathan Harker (Keanu Reeves) in seiner Tätigkeit als Anwalt den mysteriösen Grafen Dracula (Gary Oldman) in Transsylvanien besucht. Als dieser hier einen Blick auf Minas Bildnis erhascht, erkennt er in ihr die Wiedergeburt seiner verstorbenen Frau und macht sich auf nach London, um sie zu erobern.

Fun Fact: Da in der Hochzeitsszene zwischen Mina und Jonathan ein echter rumänischer Priester anwesend war, scherzte Ryder gegenüber Entertainment Weekly, dass sie und Reeves vermutlich wirklich verheiratet sind.

5. "Zeit der Unschuld" (1993)

Kostümfilme scheinen es Ryder in diesen Jahren angetan zu haben, denn auch Martin Scorseses "Zeit der Unschuld" spielt Ende des 19. Jahrhunderts. In der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Edith Wharton spielt Ryder erneut die Verlobte eines Anwalts, diesmal Newland Archers (Daniel Day-Lewis). Der New Yorker ist grundzufrieden mit sich, bis er Ellen Olenska (Michelle Pfeiffer), die unkonventionelle Cousine seiner Zukünftigen, kennenlernt – und sich in sie verliebt.

Fun Fact: Winona Ryder wurde als beste Nebendarstellerin für den Oscar nominiert. Ausgezeichnet wurde bei insgesamt fünf Nominierungen für den Film jedoch nur das Kostümdesign.

6. "Reality Bites – Voll das Leben" (1994)

Ihre Coolness fernab des Anwaltsfrauchens bewies Ryder ein Jahr später in "Reality Bites", der die Generation X beleuchtet. Nach dem erfolgreichen Studienabschluss haben Lelaina (Ryder) und ihre Freunde, mit denen sie in einer WG lebt, Probleme, in der Berufswelt Fuß zu fassen. Auch das Privatleben der angehenden Dokumentarfilmerin ist durchwachsen. So bandelt sie mit dem Juppie Michael (Ben Stiller) an, fühlt sich jedoch auch zum Musiker Troy (Ethan Hawke) hingezogen.

Fun Fact: Ryder offenbarte laut IMDb in einem Interview: "Ich denke, dass mein Charakter dem sehr ähnlich ist, wie ich wahrscheinlich geendet hätte, wenn ich nicht eine Schauspielerin geworden wäre."

7. "Betty und ihre Schwestern" (1994)

Mit Louisa May Alcotts "Betty und ihre Schwestern" war Ryder in demselben Jahr wie "Reality Bites" auch in einem sehr klassischen Stoff zu sehen, der ihr ihre zweite Oscarnominierung einbrachte. Während des amerikanischen Bürgerkriegs sind die March-Frauen, die liberale Mutter Marmee (Susan Sarandon) und ihre vier Töchter, auf sich allein gestellt. Doch was ihnen an Gütern fehlt, machen sie mit ihrer Fantasie wett. Vor allem Jo (Winona Ryder) wünscht sich fort von der Heimat und möchte raus in die weite Welt, um eine große Schriftstellerin zu werden.

Fun Fact: Christian Bale lernte bei den Dreharbeiten seine jetzige Frau Sibi Blazic kennen, die damals Ryders persönliche Assistentin war.

8. "Hexenjagd" (1996)

Nach "Zeit der Unschuld" arbeiteten Winona Ryder und Daniel Day-Lewis in der Verfilmung von Arthur Millers Theaterstück "Hexenjagd" erneut zusammen. Wir schreiben das Jahr 1692 in Salem, als der Pfarrer einige Mädchen des Dorfes bei heidnischen Ritualen im Wald erwischt. Diese weisen jedoch jede Schuld von sich und geben an, von anderen Gemeindemitgliedern dazu getrieben worden zu sein. Besonders Abigail (Ryder) nutzt die Gunst der Stunde, um die Frau ihres ehemaligen Liebhabers John Proctors (Day-Lewis) der Hexerei anzuklagen.

Fun Fact: Theaterstück und Stück beruhen auf wahren Ereignissen.

9. "Alien - Die Wiedergeburt" (1997)

Einen Ausflug ins Horrorgenre absolvierte Ryder Ende der 1990er-Jahre mit "Alien – Die Wiedergeburt", dem vierten Teil der "Alien"-Reihe. Ripley (Sigourney Weaver) wird 200 Jahre nach ihrem Tod von Militärwissenschaftlern geklont. Dabei wird auch die Alien-Königin in ihrem Inneren wiederbelebt. Ein Umstand, der der Crew der Ariga rund um die misstrauische Weltraumpiratin Call (Ryder) zum Verhängnis werden wird.

Fun Fact: Als großer Fan des ersten "Alien"-Films sagte Ryder laut IMDb zu, ohne vorher das Drehbuch gelesen zu haben. Ein weiterer Grund war, dass sie vor ihren jüngeren Brüdern angeben wollte.

10. "Durchgeknallt" (1999)

Ein echtes Herzenprojekt verwirklichte Ryder 1999 mit "Durchgeknallt". In der Verfilmung des autobiografischen Romans der US-Schriftstellerin Susanna Kaysen spielt sie die 19-jährige Susanna, die nach einem Selbstmordversuch von ihren Eltern in eine geschlossene Einrichtung eingewiesen wird. Dort lernt sie andere jungen Frauen mit psychischen Problemen kennen. Vor allem de Soziopathin Lisa (Angelina Jolie) fasziniert sie.

Fun Fact: Ryder ist ein großer Fan der Buchvorlage, wie sie  in der Talkshow "Charlie Rose" erklärte, und arbeitete sieben Jahre an der Verwirklichung des Projekts, für das sie auch als ausführende Produzentin tätig war.

11. "Destination Wedding" (2018)

Zugegeben, zwischen 1999 und 2018 fand auch der eine oder andere Film mit Winona Ryder den Weg auf die große Leinwand. Doch an ihre alten Erfolge konnte sie mit Filmen wie "Mr. Deeds" oder "Pippa Lee" nicht anknüpfen. Für Nostalgiker gibt es 2018 jedoch ein besonderes Schmankerl: "Destination Wedding", ein neuer Film mit Winona Ryder und Keanu Reeves. Letzterer ist immerhin ebenso ein 90's-Star wie sie. Anders als Ryder konnte er seinen Erfolg jedoch ins neue Jahrtausend retten. Die beiden spielen in der Romantikkomödie zwei missmutige Hochzeitsgäste.

Fun Fact: Der Film hat den amüsanten Zusatztitel "A Narcissist Can't Die Because Then the Entire World Would End".

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