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O du peinliche: 8 wirklich üble Weihnachtsfilme

Der einzige Gesichtsausdruck von Grumpy Cat ist zugleich auch die adäquate Reaktion auf den Weihnachtsfilm, in dem das Fellknäuel die Hauptrolle spielt.
Der einzige Gesichtsausdruck von Grumpy Cat ist zugleich auch die adäquate Reaktion auf den Weihnachtsfilm, in dem das Fellknäuel die Hauptrolle spielt. (©Youtube/JoBlo Movie Clips 2016)

Weihnachtsfilme haben im besten Fall eine herzerwärmende Botschaft, eine schöne Story und liebenswerte Charaktere, für die am Ende alles gut ausgeht. Im schlimmsten Fall gehören sie zu den acht Kandidaten mit einem festen Platz auf dieser Liste!

1. "Wie überleben wir Weihnachten?"

Ben Affleck spielt in dieser zutiefst bemühten Komödie einen einsamen Millionär, der sich zu Weihnachten in eine Mittelklasse-Familie regelrecht einkauft, um das Fest der Liebe nicht allein verbringen zu müssen. Dabei kommt ein lieblos zusammengeklatschter Weihnachtsfilm heraus, in dem man permanent bemerkenswert unsympathischen Charakteren beim Streiten zusieht, bevor am Ende alle im unausweichlich hergebogenen, flauschigen Hollywood-Happy-End zusammenfinden. Die drei Nominierungen für die Goldene Himbeere in den Kategorien "Schlechtester Film", "Schlechtestes Drehbuch" und "Schlechtester Hauptdarsteller" sind absolut verdient.

2. "Die Gebrüder Weihnachtsmann"

Eigentlich eine witzige Idee: Der Weihnachtsmann Santa Claus (gespielt von Paul Giamatti) hat einen Bruder namens Fred Claus (Vince Vaughn), der das mit der Nächstenliebe nicht ganz so draufhat. Bei einem Besuch am Nordpol wird er geläutert und am Ende sind alle ganz festlich-fröhlich. In der Umsetzung hapert es dann aber leider gewaltig, sodass "Die Gebrüder Weihnachtsmann" über weite Strecken zu einer völlig uninspirierten Feiertagskomödie aus recycelten Plot-Elementen und müden Witzen gerät. Da kann auch der eigentlich ganz gute Cast – allen voran Kevin Spacey als fieser Bürokrat, der Santa am Nordpol das Leben schwer macht – nichts mehr retten.

3. "Grumpy Cat’s Worst Christmas Ever"

"Die grimmig dreinblickende Katze hat es schon zum Internetphänomen geschafft, dann schafft sie sicher auch einen Weihnachtsfilm!" So ähnlich muss die Logik bei den Verantwortlichen dieses Streifens funktioniert haben. Der fiel dann allerdings erwartbar mittelmäßig aus: Schauspielerin Aubrey Plaza ("Scott Pilgrim vs. the World") leiht Grumpy Cat ihre Stimme und bringt immerhin ab und an ein paar selbstironische Bemerkungen in der gleichermaßen trashigen wie gewöhnlichen Weihnachtsstory unter. Leider klingt sie dabei in etwa so gelangweilt, wie das Gesicht ihrer tierischen Filmfigur vermuten lässt. Wahrscheinlich, weil sie den Film beim Synchronisieren anschauen musste...

4. "Star Wars Holiday Special"

Star Wars! Weihnachten! Musical! Was kann da schon schiefgehen? Die Kurzform: alles. Die Langform: Han Solo und Chewbacca sind auf dem Weg zu Chewbaccas Heimatplanet Kashyyyk, um dort den Life Day – die Wookie-Version von Weihnachten – zu feiern. Während sie sich mit imperialen Truppen herumschlagen, entspinnt sich an verschiedenen Schauplätzen (darunter auch das Wohnzimmer der Wookie-Familie) eine Revue-artige Handlung, die diesen Namen eigentlich kaum verdient. "Wirre Abfolge von Sketchen, Cartoons und Musicalnummern" träfe es besser. Der absurde Höhepunkt: ein musikalischer Auftritt von Carrie Fisher als Prinzessin Leia. "Star Wars"-Erfinder George Lucas war an dem Weihnachtsspecial aus dem Jahr 1978 nicht beteiligt und machte aus seiner Abneigung gegen den Film keinen Hehl. Ein einziges Mal lief der zweistündige Raumschiffunfall im Fernsehen, dann verschwand er von der Bildfläche, bis er von findigen Fans für YouTube wieder ausgegraben wurde. Sollten wir ihnen dafür dankbar sein?

5. "Santa Claus bezwingt die Marsianer"

Der trashige Titel dieses berüchtigten Machwerks aus den 1960er-Jahren sollte eigentlich schon abschreckend genug sein. Falls Du dennoch in den zweifelhaften Genuss dieses Weihnachtsfilms kommst, der nicht umsonst als einer der schlechtesten Filme überhaupt gilt, kannst Du Dich auf eine einigermaßen verdrehte Story gefasst machen: Durch den Konsum von Erd-Fernsehsendern lernen die Kinder der Marsianer Santa Claus kennen, der an Weihnachten Geschenke auf die Erde bringt. Klar, dass sie dieses ihnen unbekannte Fest auf dem Mars bald vermissen! Um die eigene Brut bei Laune zu halten, entführen die Marsmenschen den Weihnachtsmann also kurzerhand auf den roten Planeten. Kulissen und Kostüme aus Müll und Pappmaschee, Schauspielleistungen wie aus einer Schultheateraufführung und eine krude Handlungsführung machen diesen Film eigentlich zu einem guten Kandidaten für die "So schlecht, dass er wieder gut ist"-Liste. Selbst dafür ist er aber ehrlich gesagt zu schlecht.

6. "Blendende Weihnachten"

Ein besserer Titel für dieses Machwerk zur Winterzeit wäre wohl "Ekelhafte Weihnachtsdeko – Der Film". Zwei Nachbarn, gespielt von Matthew Broderick und Danny DeVito, liefern sich hier einen absurden Kleinkrieg darum, wer von beiden zum Fest der Liebe das am hellsten geschmückte Haus hat. Die miese Idee von Weihnachten als Wettbewerb um die größte Materialschlacht wird nur noch unterboten von unsagbar dummen Gags und uninspirierten Schauspielleistungen der Hauptdarsteller. Matthew Broderick soll sein Mitwirken an "Blendende Weihnachten" noch am Set des Films mit den Worten "Jetzt bin ich ganz unten angekommen" bedauert haben.

7. "Bone Alone"

Das Filmstudio The Asylum ist berühmt-berüchtigt für seine "Mockbuster" genannten Low-Budget-Kopien erfolgreicher Kassenschlager. "Bone Alone" ist da keine Ausnahme. Der Film schnappt sich den Weihnachtsklassiker "Kevin allein zu Haus", ersetzt einige Charaktere durch Hunde und ab dafür! Zwischen miesen Effekten und einer vollkommen absurden Story geht auch noch das letzte bisschen Weihnachtsstimmung flöten. Und das – man höre und staune – trotz der niedlichen Hundewelpen!

8. "Der Nussknacker"

Eine filmische Umsetzung von Peter Tschaikowskys berühmtem Ballett "Der Nussknacker" klingt nach einer netten Idee. Die Geschichte um einen König, der in einen Nussknacker verzaubert wurde und gegen einen Rattenkönig kämpfen muss, hält schließlich mehr als genug interessantes Material bereit. Leider entschied sich Regisseur Andrei Konchalovsky dazu, aus der Märchen-Story eine Art weihnachtliches Fantasy-Epos zu machen. Das sieht nicht nur bemerkenswert hässlich aus, sondern vergreift sich auch mächtig im erzählerischen Ton: Die überdeutlich an die Nazis angelehnten Rattenmenschen passen genauso wenig in einen Kinderfilm wie die viel zu ernste, stellenweise geradezu apokalyptische Erzählweise. Fröhliche Weihnachten? Hier eher nicht so angesagt...

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