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Ohren auf! Diese 8 Musikfilme treffen den richtigen Ton

Auch in "Inside Llewyn Davis" wird die Liebe zur Musik zelebriert.
Auch in "Inside Llewyn Davis" wird die Liebe zur Musik zelebriert. (©STUDIOCANAL/Alison Rosa 2017)

Auch wenn in nahezu jedem Film Musik zu hören ist, qualifiziert ihn das noch lange nicht zum Musikfilm. In diesem kleinen aber feinen Genre spielt die Tonkunst eine ganz besondere Rolle und findet Eingang in die Handlung, Gespräche und natürlich Musikstücke, die bestenfalls direkt performt werden.

Welche Werke die besten Musikfilme überhaupt sind, darüber lässt sich streiten, doch in unserer Auswahl findest Du auf jeden Fall gute Musikfilme der jüngeren Zeit – ab 2000.

1. "High Fidelity" (2000)

Den Start machen wir mit dem größten Schallplattenfreak der Filmgeschichte: In der Verfilmung von Nick Hornbys Roman "High Fidelity" verarbeitet der Schallplattenladenbesitzer Rob (John Cusack) die Trennung von Freundin Laura (Iben Hjejle), indem er eine Top-Five seiner in die Brüche gegangenen Beziehungen aufstellt. Gesellschaft leisten ihm dabei seine ebenso musikverrückten Mitarbeiter Dick (Todd Louiso) und Barry (Jack Black) – und natürlich seine liebsten Songs.

Tonart: Humorvolle Komödie, die mit einem tollen Soundtrack und einem natürlichen Cast aufwartet.

2. "All You Need is Love" (2007)

Dass sich hinter dem Titel "All You Need is Love" ein Musikfilm verbergen muss, vermuten bestimmt nicht nur Beatles-Fans. Allerdings lief er nur in Deutschland unter diesem Titel. Im Original heißt das Werk "Across the Universe". Doch in diesem Fall macht die Änderung des Filmtitels tatsächlich auch Sinn, da die Liebe zwischen Jude (Jim Sturgess) und Lucy (Evan Rachel Wood) in den Wirren des Vietnamkrieges von über 30 Beatles-Songs untermalt wird, die auch vom Cast gesungen werden.

Tonart: Eine nostalgische Zeitreise in die USA der 1960er-Jahre, die einen dank psychedelischer Effekte und der Songs der Beatles ganz in das Jahrzehnt eintauchen lässt.

3. "Inside Llewyn Davis" (2013)

Wir bleiben in den 1960er-Jahren: In "Inside Llewyn Davis" begleiten wir den gleichnamigen Folkmusiker (Oscar Isaac) durch eine Woche seines Lebens. Der strauchelnde Künstler wird nach dem Tod seines Bandkollegen von Geldsorgen geplagt und muss sich als Übernachtungsgast bei Freunden und Bekannten durchschlagen. Seine Hoffnung ist es, in der Musikszene Fuß zu fassen, doch das scheint hoffnungslos.

Tonart: Melancholischer Musikfilm von den Coen-Brüdern, der von seinem herausragenden Hauptdarsteller lebt – und auch etwas für Katzenliebhaber zu bieten hat.

4. "Almost Famous – Fast berühmt" (2000)

Mit dem Roadmovie "Almost Famous" schaffen wir den Sprung in die 1970er-Jahre und damit in die Zeit des massentauglichen Rock. Der Zuschauer lernt die Welt von "Sex, Drugs and Rock 'n' Roll" durch die Augen des hochbegabten 15-jährigen William (Patrick Fugit) kennen, der im Auftrag des renommierten Musikmagazins Rolling Stone eine Tourreportage über die Band Stillwater schreiben soll. Auf der Tour muss er sich mit der ersten Liebe zum Groupie Penny (Kate Hudson) auseinandersetzen, das aber nur Augen für den Gitarristen Russell Hammond (Billy Crudup) hat.

Tonart: Regisseur Cameron Crowe verarbeitete mit dem Film eigene Erfahrungen, was ihm große Authentizität verleiht.

5. "I'm Not There" (2007)

Nun wollen wir uns einer ungewöhnlichen Filmbiografie zuwenden: "I'm Not There" fängt in sechs verschiedenen Episoden die Facetten und verschiedenen Stadien im Leben von Bob Dylan ein. Verkörpert wird der Nobelpreisträger dabei auch von sechs verschiedenen Darstellern von Cate Blanchett über Heath Ledger bis Richard Gere.

Tonart: "I'm Not There" ist durch seine episodenhafte und nonlineare Erzählweise eher ein Puzzle als eine Biographie, wird aber besonders Dylan-Fans begeistern.

6. "Can a Song Save Your Life?" (2013)

Dass Keira Knightley singen kann, war wahrscheinlich den wenigsten ihrer Fans bewusst, bis sie ihr Können in "Can a Song Save Your Life?" zum Besten gab. In dem Musikdrama spielt sie die junge Musikerin Gretta, die ihren Freund für seine Karriere nach New York begleitet. Nachdem dieser sie betrügt, wird sie von dem kürzlich gefeuerten Musikproduzenten Dan (Mark Ruffalo) entdeckt. Durch die Stadt streifend nehmen sie ein Album auf.

Tonart: Charmante musikalische Reise nach New York, die von der Chemie seiner beiden Hauptdarsteller lebt.

7. "Walk the Line" (2005)

Wenn Sängern und anderen Musikern filmisch Tribut gezollt wird, verfließen die Genres Musikfilm und Biopic nahtlos ineinander. So geschehen in "Walk the Line", bei dem Johnny Cashs (Joaquin Phoenix) Werdegang vom Air-Force-Funker zu einem der einflussreichsten Country-Sänger Amerikas nachgezeichnet wird. Im Mittelpunkt steht seine Liebe zu Sängerkollegin June Carter (Reese Witherspoon), aber auch die Drogenprobleme des Musikers werden thematisiert.

Tonart: Da alle Songs von den Darstellern selbst gesungen werden, entsteht eine große Intensität, doch besonders begeistert, wie Joaquin Phoenix voll in der Rolle des Ausnahmemusikers aufgeht.

8. "Once" (2007)

John Carney ist inzwischen ein echter Experte, was Musikfilme angeht. So zeichnete der Ire nicht nur für Drehbuch und Regie unserer Nummer 6 in der Liste verantwortlich ("Can a Song Save Your Life?"), sondern brachte jüngst den mitreißenden Film "Sing Street" in die Kinos. Den Anfang machte jedoch das kleine, feine Werk "Once", in dem zwei einsame Menschen (Glen Hansard und Markéta Irglová) über die gemeinsame Musik neue Hoffnung schöpfen.

Tonart: Unaufgeregter, kleiner Film, der die Liebe zur Musik feiert. 2008 wurde er in der Kategorie "Bester Song" mit einem Oscar ausgezeichnet.

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