One-Hit-Wonder: Diese 10 Schauspieler kennt man nur wegen einer Rolle

Star Wars
Mark Hamill wird wohl immer auf seine Rolle als Luke Skywalker reduziert werden. Aber gibt Schlimmeres, oder? (©Lucasfilm 2017)

Jeder Schauspieler träumt von der einen großen Rolle, die ihn berühmt und unsterblich macht. Aber mancher hätte lieber vorsichtig mit diesem Wunsch sein sollen. So wie die musikalischen One-Hit-Wonder es nur auf einen Erfolg schafften, war dies auch das Schicksal einiger Darsteller, die bekannt und gefeiert wurden – solange sie ihre eine große Rolle brachten.

1. Sam J Jones – "Flash Gordon"

Sam J Jones … Sam … J … Jones … ? Vielleicht klingelt es beim triumphalen Ausruf: "Flash! Aaahhh" – genau, der ehemalige US-Marinesoldat gab den Fantasyhelden Flash Gordon im gleichnamigen Film, an den sich einige noch mit nostalgischen Gefühlen erinnern. Aber 1980 ist eine Weile her, in der Zwischenzeit hat sich Jones durch ein paar Serien und fragwürdige Trash-Produktionen gewieselt. Für mehr als eine Kultrolle hat sein darstellerisches Talent dann wohl doch nicht gereicht.

2. Hayden Christensen – "Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger"

Gegen 1500 Mitbewerber setzte sich Hayden Christensen durch und gab in den ersten "Star Wars"-Episoden Anakin Skywalker, der sich später zu Bösewicht Darth Vader verwandeln sollte. Damals war er 19 Jahre alt und hat seitdem zwar ein paar weitere (Neben-)Rollen übernommen, aber ein Hit war nicht dabei. Kritiker sahen das schon kommen, kam Christensen doch bei ihnen auch in seiner "Star Wars"-Rolle nicht gerade gut weg. Sein letzter Film von 2017, "First Kill" an der Seite von Action-Altstar Bruce Willis, schmiert bei Rotten Tomatoes gnadenlos mit 14 Prozent ab.

3. Paul Hogan – "Crocodile Dundee"

"Das ist doch kein Messer … DAS ist ein Messer!" Als obercooler Haudegen Mick "Crocodile" Dundee spielte sich der Australier Paul Hogan in den 80ern in die Herzen der Kinogänger. Aus denen verschwand er aber schnell, als er nicht mehr den pragmatischen Outback-Helden gab. Als Draufgängeronkel im Familienfilm "Flipper" hatte er an der Seite von Elijah Wood noch versucht, sich freizuspielen, erinnerte dabei aber wohl zu sehr an seine Dundee-Zeiten. Seither spielte er keine gewichtige Rolle in Hollywood mehr.

4. Linda Blair – "Der Exorzist"

"Deine Mutter *** in der ***, lass Jesus dich ***!" Bis heute schockiert "Der Exorzist" von 1973 nachhaltig, vor allem wegen der von einem Dämon besessenen kleinen Regan MacNeil, gespielt von Linda Blair. Zwar waren Oscar- und Golden-Globe-Nominierungen für sie drin, aber wegen eines Drogenvorfalls und entsprechendem Skandal wurde nichts aus der großen Karriere in der Traumfabrik. So bleibt sie uns wohl auf ewig als grünen Glibber kotzende und fluchende Satansbrut in Erinnerung. Hat doch auch was.

5. Alex Winter – "Bill & Teds verrückte Reise durch die Zeit"

Ohne "Bill & Teds verrückte Reise durch die Zeit" hätten die 80er wohl nie einen würdigen Abschluss gehabt. Die herrlich dämliche Fantasykomödie fasste den trashigen Humor des Jahrzehnts 1989 noch einmal final zusammen. Aus Ted, also Keanu Reeves, wurde in der Folge ein Megastar, der mit "Speed", "Matrix" und zuletzt "John Wick" im Gespräch blieb. Und Bill, also Alex Winter? Da kam nicht mehr viel. Aber jetzt ist er mit einem Musicalrevival seiner einzigen berühmten Rolle beschäftigt: "Bill & Ted Face the Music".

6. Brandon Routh – "Superman Returns"

Denkt man heute an den DC-Comichelden Superman, fällt der "Man of Steel" Henry Cavill ein, vielleicht noch Christopher Reeve, der 2004 gestorbene Darsteller der 70er-Filme. Brandon Routh spielte den blau-roten Umhangträger zwischen den beiden im Jahr 2006, bei seinem ersten großen Kinorevival "Superman Returns". An den Kinokassen war der Film ein Erfolg, Kritiker sich aber uneinig, und eine geplante Fortsetzung kam nie zustande.

Routh tingelt seitdem durch kleinere Kinorollen und zahlreiche Serien. Zuletzt gab er wieder einen Superhelden, allerdings nur den wohl wenig bekannten Schrumpfkrieger The Atom in "Legends of Tomorrow". Das Superman-Stigma wird er kaum mehr loswerden.

7. Shannon Elizabeth – "American Pie: Wie ein heißer Apfelkuchen"

Angeschmachtet von Millionen und unerreichbares Objekt der Begierde für Jim (Jason Biggs), wurde Shannon Elizabeth als slowakische Austauschstudentin in "American Pie" (1999) bekannt. Sogar in der 2012er-Neuauflage "American Pie – Das Klassentreffen" hat sie einen Auftritt und dazwischen durchaus die eine oder andere Nebenrolle in Hollywood ergattert, etwa in "Tatsächlich… Liebe" oder "13 Geister". Trotzdem rollt den meisten beim Anblick der heute 44-Jährigen immer noch ein bibberndes, bebendes, ehrfurchtsvolles "Naaadia …" über die Lippen.

8. Mark Hamill – "Star Wars"

Ja, liebe "Star Wars"-Überfans, auch Mark Hamill gehört in diese Liste – sorry not sorry. Während seine Darstellung ihn in der Urtrilogie (nach heutiger Zählung die Episoden IV bis VI) zum Megastar machte und er den Luke Skywalker erfolgreich im aktuellsten "Star Wars: Die letzten Jedi" zu einem würdigen Abschluss brachte, war davon ab quasi nichts auch nur auf annähernd ähnlichem Niveau in der Karriere Hamills los. Da können Nerds jetzt noch so viele Gegenbeispiele bringen – Mark Hamill ist Luke Skywalker, das war's, Punkt.

9. Sarah Jessica Parker – "Sex and the City"

Kritiker argumentieren, dass es durchaus an Sarah Jessica Parkers begrenztem Schauspieltalent liegen mag, dass wir sie nur als Klatschkolumnistin Carrie Bradshaw kennen. Da mag was dran sein, jedenfalls ist die vor ihrer "Sex and the City"-Rolle recht stattliche Filmografie seither ziemlich dünn bestückt. Gut, zuvor waren es auch eher nette Nebenrollen, aber ob karrieretechnisch die Carrie ein guter Schritt war, bleibt fraglich, denn auf die wird sie seither gnadenlos reduziert.

10. Macaulay Culkin – "Kevin – Allein zu Haus"

Kinderstars, die es über ihre große Niedlichrolle nicht hinausgeschafft haben, gibt es einige. Aber Macaulay Culkin ist sowas wie ihr Urvater, und jedes Weihnachtsfest sorgt dafür, dass man dies auch nicht vergisst. Denn dann läuft wieder die immer noch gnadenlos witzige Komödie um Culkin als Blach, das von der Familie zu Hause vergessen wurde und sich gegen ein perfides Einbrecherduo wehren muss. Sonst gab's von Culkins Karriere außer den üblichen Drogeneskapaden nicht viel zu berichten. Aber ist auch egal, Kevin ist zu Weihnachten ja wieder allein zu Haus und der TV-Star der Stunde.

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