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Oscars 2019: Diese 7 Stars und Filme wurden einfach übergangen

Bitte? Keine Nominierung für "Hereditary"? Oder weibliche Regisseure?
Bitte? Keine Nominierung für "Hereditary"? Oder weibliche Regisseure?

Die Nominierungen für die Oscars 2019 hatten einige Überraschungen auf Lager – im positiven wie negativen Sinne. Denn während vermutlich niemand damit gerechnet hat, dass "Black Panther" tatsächlich in der Kategorie "Bester Film" ins Rennen geht, fehlen einige bekannte Filme und Namen unter den Nominierten. Um was und wen es sich dabei handelt, haben wir in dieser Liste festgehalten.

1. Geteiltes Leid, ist halbes Leid

Mit "A Star Is Born" hat Bradley Cooper ein brillantes Regiedebüt abgeliefert. Achtmal wurde das Musikdrama für den wichtigsten Filmpreis der Branche nominiert. Darunter Cooper und Lady Gaga als beste Hauptdarsteller, Sam Elliott als bester Nebendarsteller und zu guter Letzt natürlich auch der Film selbst in der Königskategorie. Was jedoch in letzter Konsequenz fehlt, ist eine Nominierung von Bradley Cooper für die beste Regie.

Es kam bisher nur zweimal in der Geschichte der Academy Awards vor, dass ein Film als bester des Jahres ausgezeichnet wurde, ohne, dass der Regisseur nominiert war: "Argo" (2012) und "Miss Daisy und ihr Chauffeur" (1989).

Bradley Cooper als bester Hauptdarsteller? Vielleicht. Als bester Regisseur? Eher nicht ... fullscreen
Bradley Cooper als bester Hauptdarsteller? Vielleicht. Als bester Regisseur? Eher nicht ...

Ein ähnliches Schicksal teilt auch Regisseur Peter Farrelly. Sein Film "Green Book – Eine besondere Freundschaft" erhielt fünf Nominierungen bei den Oscars 2019 – darunter als bester Film. Für die potenziell beste Regie kam Farrelly bei der Academy aber offenbar nicht infrage.

2. Horrorfilme? Nein, Danke!

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Emily Blunt überzeugte in "A Quiet Place" das Publikum,  aber nicht die Academy.

Unter den Nominierten der besten Hauptdarstellerinnen haben wir auch zwei Damen vermisst: Emily Blunt und Toni Collette. Blunt hätte sogar gleich zweifach die Chance gehabt, immerhin kam im vergangenen Jahr "A Quiet Place" sowie "Mary Poppins' Rückkehr" mit ihr in die Kinos. Für ihre Performance als fantasievolles Kindermädchen erhielt sie immerhin eine Golden-Globe-Nominierung.

Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei Toni Collette ab. Mit "Hereditary – Das Vermächtnis" hat sie einen Horror-Schocker vom Feinsten ins Kino gebracht – und wurde trotzdem bei allen wichtigen Filmpreisen außer Acht gelassen.

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Die großartige Performance von Toni Collette in "Hereditary" scheint die Academy nicht ausreichend überzeugt zu haben ...

Allerdings muss man auch bedenken: Mit Lady Gaga, Yalitza Aparicio, Glenn Close, Olivia Colman und Melissa McCarthy ist die Konkurrenz unter den besten Hauptdarstellerinnen stark. Darüber hinaus – das betrifft allerdings nur Toni Collette – haben es Horrorfilme grundsätzlich bei den Oscars schwer. Doch in diesem Jahr ist so vieles überraschend neu, dass man auch hier ruhig eine Ausnahme hätte machen können ...

3. Barry Jenkins kann "Moonlight" nicht toppen

Mit einem Metascore von 87/100 und einer Rotten-Tomatoes-Wertung von 95 Prozent unter den Kritikern ist das Drama "Beale Street" ein echter Erfolg. Immerhin gab es drei Oscarnominierungen – was in den Augen vieler zu wenig ist.

Mit "Moonlight" hat Regisseur Barry Jenkins 2016 nicht nur den Preis für das beste adaptierte Drehbuch, sondern auch für den besten Film abgeräumt. Die Begeisterung der Academy scheint bei den Oscars 2019 hingegen verflogen zu sein. Weder gab es eine Nominierung für die beste Regie, noch für den besten Film.

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Mit "Moonlight" hat Barry Jenkins 2016 einen Volltreffer gelandet.

An der maximalen Anzahl an zu nominierenden Filmen in der Königskategorie kann es zumindest nicht gelegen haben. Dort ist es möglich, bis zu zehn Filme zu nennen. Nominiert für die Oscars 2019 wurden aber nur acht.

4. Washington auf der Reservebank

Überraschend ist auch, dass John David Washington für seine Performance in "BlackKklansman" in der Kategorie "Bester Hauptdarsteller" übergangen wurde. Der Sohn von Denzel Washington hat dafür bereits zahlreiche Nominierungen – unter anderem bei den Golden Globes 2019 – erhalten. Warum es nicht für eine Oscar-Nominierung gereicht hat, weiß wohl nur die Academy. Dabei ist "BlackKklansman" von Spike Lee mit sechs Nominierungen ganz vorne mit im Rennen um die Oscars dabei.

5. Wo sind die verrückten Asiaten?

Crazy Rich Asians fullscreen
"Crazy Rich Asians" hat bei den Oscars 2019 keine Chance.

Was ist eigentlich mit "Crazy Rich Asians"? Der Film von Jon M. Chu sorgte für Jubel und Begeisterung und hielt das Netz wochenlang in Atem. Für die Academy scheint es nicht ausreichend gewesen zu sein: In keiner der Kategorien wurde die RomCom bedacht. Daran konnten auch die Nominierungen bei den SAG-Awards und Globes nichts ändern ...

6. Schon wieder keine Regisseurinnen nominiert ...

Möglicherweise ist es der Academy entgangen, aber in der Filmwelt tummeln sich auch einige weibliche Regisseure, die 2018 echte Knaller abgeliefert haben. Zum Beispiel Lynne Ramsay, die Joaquin Phoenix in "A Beautiful Day" auf Rachefeldzug schickte.

Oder wie sieht es mit "Can You Ever Forgive Me?" aus? Während Melissa McCarthy in der Kategorie "Beste Hauptdarstellerin" ins Rennen geht und Richard E. Grant als "Bester Nebendarsteller", geht Regisseurin Marielle Heller leer aus.

7. Was ist mit ... ?

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Wakanda Forever!

Zu guter Letzt gibt es noch ein paar Namen, die ebenfalls unter all den nominierten Filmen und Hollywoodstars fehlen. So positiv es zu bewerten ist, dass die Academy "Black Panther" als besten Film in Erwägung zieht, ist es zugleich enttäuschend, dass keiner der Schauspieler als bester Haupt- oder Nebendarsteller nominiert wurde.

Und was ist mit "Witwen" von Steve McQueen? Auch das Krimidrama wurde gänzlich übergangen. Mit keiner Silbe wurde der Film im Zuge der Nominierungen erwähnt – trotz all der positiven Kritikerwertungen.

Für "Aufbruch zum Mond" gab es immerhin vier Oscar-Nominierungen. Allerdings hauptsächlich in den "technischen" Kategorien wie Produktionsdesign, visuelle Effekte oder Soundschnitt. Was ist mit Claire Foy? Sie hätte durchaus als beste Nebendarstellerin in Betracht gezogen werden können. Schließlich gab es auch eine Golden-Globe-Nominierung.

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Claire Foy erhielt keine Nominierung bei den Oscars 2019.

Einer, der auch gänzlich übergangen wurde, ist Ethan Hawke. Der sorgte mit seiner Darbietung in dem Mystery-Thriller "First Reformed" in den USA für Furore. Hierzulande lief der Film gar nicht erst im Kino.

Immerhin eine Oscar-Nominierung gab es: Paul Schrader, der auch Regie bei "First Reformed" führte, kann auf eine Auszeichnung für das beste Originaldrehbuch hoffen.

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